Dank einer KI-Lösung hat Amalthea nun mehr Echtzeitdaten und Informationen über die Milchausbeute für die Käseproduktion.
Für jedes Prozent, um die die Ausbeute steigt, erwartet Amalthea Einsparungen von rund 500.000 Euro, die dann wieder in die Weiterentwicklung des Unternehmens investiert werden können. Der Käsespezialist plant, die Produktionskapazitäten in den nächsten fünf Jahren zu erhöhen. So soll die hohe Nachfrage nach weiteren Käsesorten und innovativen Lösungen wie dem Cleardmilk-Verfahren zur Extraktion von Molke, Rahm und anderen Bestandteilen aus Rohmilch befriedigt werden. Hierdurch kann die entstehende Abfallmenge reduziert und die Nachhaltigkeit erhöht werden, heißt es seitens des Anwenders.
Das Unternehmen ist bestrebt, das Beste aus der hochwertigen Ziegenmilch zu machen. Diese bezieht das Unternehmen von rund 50 Ziegenhaltern, die Mitglieder der Amalthea Cooperative of Goat Farmers sind. Für Amalthea stehen die Bedürfnisse von Verbrauchern, Kunden und Landwirten stets an erster Stelle – das zeigt sich auch daran, dass das Unternehmen auf nachhaltige Weise köstliche und nahrhafte Milchprodukte herstellt sowie eine große Auswahl an Ziegen- und Kuhmilchprodukten bietet.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Je nach landwirtschaftlichem Betrieb und Jahreszeit kann die exakte Zusammensetzung von Milch variieren – und dies stellt eine der größten Herausforderungen für Molkereibetriebe dar. Denn es existiert keine Standardrezeptur, die auf alle Milchchargen angewendet werden kann, um eine gleichbleibende Qualität und Ausbeute zu erzielen. Deshalb sind eine genaue Überwachung und Steuerung des Käseherstellungsprozesses unerlässlich, um eine gleichbleibende Konsistenz des Käses zu gewährleisten. Nur so kann Amalthea den Ansprüchen seiner Kunden gerecht werden und gleichzeitig die Produktionsmengen steigern.
Vor der Einführung von Infor Coleman AI musste das Unternehmen für jede Käsemenge eine Zielausbeute festlegen, die allein auf praktischen Erfahrungen oder bisherigen Kenntnissen über die Produktion beruhte. Wich dabei die Käsemenge von der Zielausbeute ab oder war diese nicht festgelegt, wurden Änderungen am Produktionsvorgang erforderlich, um den Herstellungsprozess dennoch so effizient wie möglich zu gestalten. Da die Daten nur manuell verarbeitet werden und deren Analyse nur wöchentlich erfolgen konnte, kam es immer wieder zu Produktionsproblemen. Denn bei einer täglichen Verarbeitung von etwa 240.000 Litern Milch war es nicht optimal, dass Amalthea manchmal eine Woche oder sogar einen Monat auf Einblicke in den Prozess warten musste und erst dann notwendige Systemänderungen vornehmen konnte, um die tatsächlich erreichbare Produktionsmenge zu optimieren.
Bereits 2020 modernisierte der Käsespezialist sein Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) mit Infor Cloudsuite Food & Beverage und konnte dabei die Leistungsfähigkeit von Infor OS nutzen, einer Cloud-Technologieplattform, um das Problem der Optimierung der Milchausbeute zu lösen. Aufgrund veralteter und unzusammenhängender Anwendungen, Datensilos sowie Zeit- und Ressourcenmangel war dieses zuvor nur schwer zu lösen. Die Modernisierung bildet nun die Grundlage für die Erstellung effizienter, KI-gesteuerter Anwendungen. Die Erkennung von Schwankungen in der Ausbeute ist nun vollständig automatisiert – von der Datenerfassung und -verarbeitung bis zur Ausführung.
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