Einheitliche Software-Bestände und jederzeit aktuelle Sicherheitspatches lassen sich durch eine Software für zentrales Endpoint Management realisieren.
IT-Administrationsabteilungen stehen hier vor ähnlichen Problemen wie unlängst beim Thema „Bring your own device“. Damit sich hier keine Sicherheitslücken auftun, müssen Arbeitsplätze im Homeoffice kontinuierlich mit Software, Updates und Patches versorgt werden, Konfigurationsänderungen und aktualisierte Sicherheitsrichtlinien sind auszurollen – Aufgaben, die sich mit einem Client bzw. Endpoint Management lösen lassen.
Zunächst einmal muss die IT-Abteilung standardisierte Hardware und Ersatzgeräte bereitstellen und die internen Server für verschlüsselte Zugriffe von außen vorbereiten. Das A und O für die Sicherheit sind ein standardisierter Software-Bestand und einheitliche Patch-Stände. Verteilungsprofile müssen erstellt und Windows-Updates vollständig installiert werden. Es gilt sicherzustellen, dass für alle Homeoffice-Plätze Lizenzschlüssel vorhanden sind und auch ausreichend Lizenzen für das Onboarding bereitstehen. Gegebenenfalls sollte man auch eine lizenzfreie Software (Open Source) als Alternative evaluieren. Für die konkrete IT-Sicherheit müssen eine Antivirenlösung bereitgestellt und Ansprechpartner im Notfall kommuniziert werden. Auch die Firewall-Einstellungen sind anzupassen.
Ein einheitlicher Software-Bestand und jederzeit aktuelle Sicherheitspatches an allen Außenstellen lassen sich durch eine Software für zentrales Endpoint Management realisieren. Diese spielt die jeweils erforderlichen Patches und Updates ein und erhöht damit die IT-Sicherheit um ein Vielfaches. Für Homeoffice-Arbeitsplätze ist es fast noch wesentlicher, dass sie stets alle wichtigen und sicherheitsrelevanten Updates enthalten. Der Grund: Es gibt dort keine Firewall-Struktur wie in der unternehmensinternen Systemlandschaft. So öffnen sich viel leichter Einfallstore für Schad-Software oder unerwünschte Späher.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 03/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Eine stabile, unterbrechungsfreie Remote-Verbindung ist Voraussetzung für die jederzeit mögliche Software-Überspielung und dafür, dass Firmen-Client und Homeoffice-PC immer auf dem gleichen, aktuellen Patch-Stand sind. Um sie nicht unnötig zu belasten, sollte das Endpoint Management wissen, welche Updates die einzelnen Clients tatsächlich benötigen, und nur diese dann installieren. Das spart Bandbreite und Zeit. Dazu muss auch der Heimarbeitsplatz regelmäßig auf Basis der von Microsoft veröffentlichten Update-Datenbank auf fehlende Updates und Patches gescannt werden. Das Endpoint Management sorgt dann für eine reibungslose Verteilung der Patches auf Basis der ermittelten Werte, idealerweise voll automatisiert und durch den Administrator kontrolliert. Ein Endpoint Management, das mit einzelnen Freigaberingen arbeitet, ermöglicht es zudem, Windows-Updates auf einzelnen Testsystemen zu verteilen. So lässt sich risikofrei testen, ob nach dem Update alles reibungsfrei läuft.
Tatsächlich haben viele Unternehmen angesichts der stark frequentierten Firmenleitungen derzeit massive Probleme, ihre externen Rechner mit Updates zu versorgen. Für Abhilfe und eine zusätzliche Entlastung der Firmeninfrastruktur können hier FTPS Repositories sorgen, über die Software-, Betriebssystem- und Windows-Patch-Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Oder aber Software-Updates werden gar nicht erst über das Firmennetz aufgespielt, sondern der Homeoffice-Rechner bezieht sie direkt aus der Cloud. Der Hersteller Aagon etwa bietet innerhalb seines Endpoint-Management-Systems ACMP Desktop Automation einen „Package Cloud“-Service an, der wichtige Software-Pakete immer aktuell online zur Verfügung stellt. Das spart zudem die Arbeit, Standardprodukte wie Firefox, PDF Creator, Chrome etc. zu paketieren, zu patchen und einzeln zu testen.
Endpoint Management erfährt so vor dem Hintergrund einer zunehmend durch Remote Work geprägten Arbeitswelt zusätzlichen Schub. IT-Administrationsabteilungen können mit solchen Lösungen auf alle Arbeitsplätze zugreifen, unabhängig von deren Standort und davon, ob sie über VPN mit dem internen Netzwerk verbunden sind, ob sie nur vorübergehend im Einsatz sind, sich gegebenenfalls gar nicht in der Domäne befinden etc. Wichtig ist: Alle arbeiten auf dem gleichen Software-Stand und verfügen über die stets aktuellen Sicherheitseinrichtungen. Damit erst sind die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit Remote Work künftig Normalität wird – auch über Corona hinaus.
Bildquelle: Getty Images / iStock