Digitales Mittelstandsevent

Hürden überwinden

Digitalisierungshürden überwinden, authentisch kommunizieren, frei und hybrid arbeiten sowie die richtigen Fragen stellen – die zweite Twenty2x Powerweek lieferte Impulse, Diskussionen und Anregungen für die Digitalisierung des Mittelstands und des öffentlichen Sektors.

Hindernislauf

Wertvolle Impulse zur Überwindung von Digitalisierungshürden in KMU lieferte nun die Twenty2x-Powerweek.

Mehr als 560 CIOs, IT-Experten und IT-Anwender aus kleinen und mittleren Betrieben sowie aus den unterschiedlichsten Branchen saßen vor den Bildschirmen, um aktuelle Informationen, Interviews, Best Practices und neue Ideen rund um IT-Lösungen zu verfolgen.

Der erste Veranstaltungstag befasste sich mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung. Die Vortragenden waren sich einig, dass sich das Anspruchsdenken deutlich verändert hat und dass Digitalisierungshürden überwunden werden müssen. Bundes-CIO Dr. Markus Richter plädierte für einen Abbau der Kleinstaaterei und dafür, konsequent auf Usability zu setzen. Richter betonte, die Digitalisierung habe in erster Linie mit Prozessen zu tun, erst an zweiter Stelle komme die Technik: „Geld ist das kleinere Thema. Viel entscheidender sind die Mechanismen, die nachhaltig und zukunftsfähig sein müssen."

Am zweiten Tag ging es um digitale Kommunikation als wichtigen Erfolgsfaktor. In den Beiträgen wurde deutlich, dass die persönliche Kommunikation zunehmend an Bedeutung gewinnt. Umso wichtiger werde in diesem Kontext die Glaubwürdigkeit. „Digitale Kommunikation ist im Kern nicht anders als analoge Kommunikation. Nicht verstellen, sondern authentisch sein", betonte Magdalena Rogl, Head of Digital Channel bei Microsoft Deutschland.

Ist die hybride Arbeit gekommen, um zu bleiben? Das war Thema des dritten Event-Tages. Für Lucia Falkenberg, CPO des Eco-Verbands, ist es von zentraler Bedeutung, die Learnings aus der Pandemiezeit mitzunehmen und in freieres, hybrides Arbeiten umzusetzen: „Hybrides Arbeiten bringt Freiheit und Flexibilität mit sich. Es macht viel Arbeit, aber das ist es wert."

Delia Schröder vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern plädiert für agiles Arbeiten und setzt auf den Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz. Für Schröder ist das Einbinden der unterschiedlichen Abteilungen bei der Digitalisierung der Schlüssel zum Erfolg: „Digitalisierung ist kein (reines) Technologiethema mehr. Wichtig ist die Integration der fachlichen Perspektiven."

Gerade die Pandemie habe dazu geführt, Innovationen zu fördern und Althergebrachtes zu hinterfragen. Dabei geht es aber laut Thomas Speicher, Digital Strategy Director der Agentur Denkwerk, nicht darum, die alte Welt wegzudenken, sondern die aktuelle und neue Welt sinnvoll zu verschmelzen. „Wir müssen den Mitarbeitenden viel mehr Verantwortung übergeben. Es geht auch darum, kleine Experimente aufzusetzen", ergänzte Speicher.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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