Aus Sicht von Branchenexperten wird das Internet der Dinge immer breitentauglicher. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))
„Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass nicht mehr nur große Organisationen Zugang zu innovativer Technologie haben“, sagt Dr. Sebastian Heger. ((Bildquelle: Tresmo))
Andreas Booke: „Die Geräte werden die Digitalisierung der Energiewirtschaft vorantreiben und zu einer effizienten Integration der erneuerbaren Energien führen.“ ((Bildquelle: GridX))
„Künftig wird auch das Thema ‚Luftqualität‘ eine immer wichtigere Rolle spielen und Teil vernetzter Luftqualität und Gebäudetechnik werden“, ist Carsten Hermann überzeugt. ((Bildquelle: Airodoctor))
„Die richtige Erfassung und Auswertung von Daten wird auch in der Bewirtschaftung von Gebäuden ein wichtiger Zukunftsfaktor sein“, erklärt Thomas Kessler. ((Bildquelle: Locatee))
Lutz Feldmann: „Die additive Fertigung wird dank der Vernetzung der Hardware über die Cloud attraktiver für den Einsatz in der Industrie.“ ((Bildquelle: Markforged))
Knud Kegel: „No-Code öffnet die Türen zur Innovation und gibt Ingenieuren Werkzeuge an die Hand, um den digitalen Wandel zu beschleunigen.“ ((Bildquelle: Emnify))
Dr. Sebastian Heger, Solution Specialist bei Tresmo:
„Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass nicht mehr nur große Organisationen Zugang zu innovativer Technologie haben, sondern auch mittlere und kleine Firmen sich immer mehr mit den Möglichkeiten beschäftigen. Das führt dazu, dass das Internet of Things in diesem Jahr immer breitentauglicher wird und auch die Produkt- und Lösungsangebote im Mittelstand beeinflussen wird. Außerdem spielen digitale Ökosysteme eine immer größere Rolle. Sie bieten Maschinen und Menschen eine gemeinsame Plattform für flexible Interaktion und intensive Vernetzung. Daraus werden sich beeindruckende Innovationschancen entwickeln.“
Andreas Booke, Geschäftsführer von GridX:
„Die steigende Anzahl von IoT-Geräten wird den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Gesellschaft maßgeblich beschleunigen. Die Geräte werden die Digitalisierung der Energiewirtschaft vorantreiben und zu einer effizienten Integration der erneuerbaren Energien führen. Gleichzeitig werden sie individualisierte Dienstleistungen ermöglichen. Dafür brauchen wir neben einem hohen Maß an Sicherheit für Edge-Geräte und Cloud-Dienste ein hohes Maß an Interoperationalität, die es ermöglicht, eine Vielzahl von Geräten und Technologien von Drittanbietern anzubinden.“
Carsten Hermann, CEO Europe von Airodoctor:
„Wir vernetzen nach und nach immer mehr Bereiche unseres Lebens, steuern schon lange Raumtemperaturen und vieles mehr über zentrale Panels. Künftig wird auch das Thema ‚Luftqualität‘ eine immer wichtigere Rolle spielen und Teil vernetzter Luftqualität und Gebäudetechnik werden. So sind sie langfristig Teil der Gebäude- oder Büroinfrastruktur und können Informationen zur Luftqualität teilen.“
Thomas Kessler, CEO von Locatee:
„Die richtige Erfassung und Auswertung von Daten wird auch in der Bewirtschaftung von Gebäuden ein wichtiger Zukunftsfaktor sein. Bereits in den vergangenen Monaten hat die Pandemie die Anforderungen an Gewerbeimmobilien, allen voran Büroräume, grundlegend verändert. Bereits vor der Pandemie waren Büroräume in Deutschland im Schnitt nur zu 60 Prozent vollkommen belegt, Ende 2021 sank der Durchschnittswert laut Locatee-Stichproben auf 15 Prozent. Unternehmen prüfen nun schon länger, wie sie den neuen Bedürfnissen gerecht werden können und wie sich die vorhandenen Räume besser für hybride Arbeitsmodelle nutzen lassen. Dafür kann eine Workplace-Analytics-Lösung die wichtigste Basis sein. Denn wer versteht, wie Menschen die Räume wirklich nutzen, muss Entscheidungen nicht mehr auf Basis von händischen Rechnungen vornehmen und kann langfristig die Transformation des Arbeitsplatzes begleiten und auch messen.“
Lutz Feldmann, Regional Channel Manager Euro-Central bei Markforged:
„Im Gegensatz zum IoT, das Maschinen mit dem Internet und untereinander verbindet, bietet die additive Fertigung die Möglichkeit, Bauteile je nach Bedarf direkt vor Ort zu drucken. Auf den ersten Blick scheinen dies zwei unterschiedliche Ansätze zu sein, die nicht unbedingt zusammengehören, doch in Kombination ergeben sich gänzlich neue Möglichkeiten und Vorteile für das industrielle Internet der Dinge. Vom Download der CAD-Dateien direkt aus der Cloud über das Herunterladen von Software-Updates zur Leistungssteigerung der Drucker: Die additive Fertigung wird dank der Vernetzung der Hardware über die Cloud attraktiver für den Einsatz in der Industrie. Ein weiterer Trend ist das Machine Learning in der additiven Fertigung, da nun anstatt in Handarbeit durch die Analyse von Druckprozessen langfristig beispielsweise die Kalibrierung optimiert werden kann. So können vernetzte 3D-Drucker dank des IoT unternehmensweit optimiert werden.“
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Knud Kegel, VP Product bei Emnify:
„No-Code öffnet die Türen zur Innovation und gibt Ingenieuren Werkzeuge an die Hand, um den digitalen Wandel zu beschleunigen. Der Vorteil: Es sind keine Programmierkenntnisse mehr erforderlich. No-Code wird stattdessen über eine visuelle Drag-and-Drop-Benutzeroberfläche bereitgestellt. Dies eröffnet aussichtsreiche Möglichkeiten für Internet-of-Things-Anwendungen. Denn für die Verbindung der verschiedenen Backend-Systeme, Endpunkte, Sicherheitsebenen und Plattformen ist keine herkömmliche manuelle Programmierung mehr erforderlich. No-Code ist nicht nur einfach, sondern auch schlanker, effektiver und wird zunehmend als robuste und zuverlässige Alternative zur manuellen Programmierung akzeptiert.“