Leasing- und Mietlösungen

IT-Investitionen ohne Kredit

Michael Drews ist Mittelstandsberater beim Kölner Finanzunternehmen Abcfinance Advise. Im Kommentar erklärt er, wie Unternehmen Investitionen in Hard- und Software vornehmen können, ohne die Hausbank in Anspruch nehmen zu müssen.

Leasing- und Mietlösungen

Michael Drews: „Eine Finanzierung abseits der Hausbank zu organisieren, ist für jeden Unternehmer eine Option, denn dies verringert die Abhängigkeit vom Bankenpartner.“

Investitionen in Hard- und Software sind notwendig und oftmals alternativlos, in Zeiten steigender Preise aber auch schwer zu stemmen. Aufwendige IT-Projekte lassen sich selten aus dem Cashflow finanzieren – und ob das überhaupt sinnvoll ist, gilt auch zu bedenken. Denn die Liquidität, die für das Projekt abfließt, wird so gut wie sicher an anderer Stelle fehlen. Zudem würden angeschaffte Hardware oder Lizenzen in der Bilanz aktiviert, was die Eigenkapitalquote zusätzlich schwächt. Auf diese Quote schauen die Hausbanken mit Argusaugen. Eine clevere Alternative zur Finanzierung über die Hausbank stellt Leasing für IT-Projekte dar. Vorteil: Die Liquidität wird durch die Ratengestaltung geschont. Die neue Hard- oder Software kann sofort zum Unternehmenserfolg beitragen und die Investition trägt sich im Idealfall von selbst.

Flexibilität ist gefragt

Die Flexibilität einer Leasing- oder Mietlösung zeigt sich auch in der Möglichkeit, Kosten für Anpassungen der Software, also Programmierarbeit, Schulungen, die Inbetriebnahme oder Wartungen mit in die Finanzierung zu integrieren. So erhält der Unternehmer maximale Kostenkontrolle. Auch der laufende Betrieb kann so abgesichert werden, denn je nach Vertragsart kann er z.B. defekte Hardware austauschen lassen und Service vom Anbieter in Anspruch nehmen. Auch der steuerliche Aspekt ist interessant. Manche Anschaffungen im IT-Bereich haben lange Abschreibungsfristen und bei Krediten lässt sich üblicherweise nur der Zinsanteil der Rate steuerlich geltend machen. Die Tilgung bleibt hier außen vor. Leasingraten hingegen lassen sich in der Regel vollständig als Betriebsausgaben absetzen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Eine Finanzierung abseits der Hausbank zu organisieren, ist für jeden Unternehmer eine Option, denn dies verringert die Abhängigkeit vom Bankenpartner. Verteilt das Unternehmen den Finanzierungsbedarf auf mehrere Quellen, wird das Risiko von Engpässen reduziert. Ist mit der Hausbank eine Kreditlinie vereinbart, sollte diese für unvorhergesehene Ausgaben freigehalten werden. Für anderen, planbaren Investitionsbedarf sollte die Finanzierung zu ihrem Zweck passen. Für IT-Investitionen passen ­Leasing- und Mietlösungen hervorragend.

Bildquelle: Abcfinance GmbH

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok