Klimabilanz der Kommunikationskanäle

Jedes Gramm zählt

Im Kommentar erläutert Maximilian Modl, CEO von Sendinblue Deutschland, wie vor allem werbetreibende Unternehmen ihren Beitrag dazu leisten können, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

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    Wir alle – Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – müssen zusammenarbeiten und verantwortungsbewusst handeln, um Emissionen zu reduzieren. (8Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))

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    „Auch die Löschung alter E-Mails kann den CO2-Fußabdruck reduzieren“, weiß Maximilian Modl. ((Bildquelle: Sendinblue))

Viele werbetreibende Unternehmen entscheiden sich je nach Marketing-Botschaft und Zielgruppe für das eine oder andere Kommunikationsmittel. Von klassischen oder digitalen Werbebannern über TV-Spots oder Youtube-Werbung bis hin zu E-Mail-Newslettern und Social Media Ads – Unternehmen steht heute eine sehr breite Palette an Marketing-Optionen zur Verfügung. Marketer sollten sich dabei bewusst sein, dass es hinsichtlich der Klimaverträglichkeit große Unterschiede zwischen den zu wählenden Optionen gibt.

Der CO2-Fußabdruck im Online-Marketing hängt insbesondere mit dem hierfür verwendeten Datenvolumen zusammen und bietet daher die beste Grundlage für eine Bewertung der Emissionen. Das umweltschonendste Kommunikationsmittel ist die E-Mail, wie eine Sendinblue-Studie aus dem Jahr 2021 zeigt. Dabei wurden die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro E-Mail mit denen anderer Kommunikationsmittel verglichen, u.a. mit 30-sekündigen TV- oder Youtube-Spots, mobilen Webseiten oder Livestreams bei Facebook. Der direkte Vergleich zeigt beispielsweise, dass der Emissionsaufwand, um eine Million Personen zu erreichen, bei einem 30-sekündigen Werbespot in den USA doppelt so hoch ist wie bei einer E-Mail-Kampagne. Um die gleiche Anzahl von Menschen per Post zu erreichen, würde man sogar ganze 143 Mal mehr CO2 freisetzen – das sollte sich wirklich kein Unternehmen mehr leisten.

Wie die E-Mail-Kommunikation CO2-arm wird

Kommunikation verursacht immer CO2 – egal auf welchen Kanal man setzt. Deshalb sind Unternehmen gut darin beraten, ihre Zielgruppen genau zu spezifizieren oder mittels Marketing-Automation online passiv zu aktivieren, um nur dann Werbung auszuspielen, wenn sie bei den Konsumenten auf Interesse stößt. Darüber hinaus können E-Mails und Newsletter selbst klimafreundlicher gestaltet werden, etwa durch den Verzicht großer Bilder und Anhänge. Das hängt damit zusammen, dass größere Inhalte mehr Rechenleistung erfordern, um sie zu laden und auf einem Gerät anzuzeigen.  Auch die Löschung alter E-Mails kann den CO2-Fußabdruck reduzieren, denn die Speicherung kostet Energie und damit wertvolle Ressourcen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Eines ist klar: Wir alle – Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – müssen zusammenarbeiten und verantwortungsbewusst handeln, um Emissionen zu reduzieren. In Bezug auf die Marketing- und Kommunikationsaktivitäten geben die geschilderten Zahlen dabei eine klare Empfehlung: Wer bevorzugt auf die Nutzung von E-Mails als Kommunikationsmittel setzt, wählt die emissionsärmste Variante und schont damit das Klima.

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