Black Friday

Kein Schnäppchenparadies

Bald ist es wieder soweit: Dann läuten der Black Friday, Cyber Monday und die Cyber Week das alljährliche Vorweihnachtsgeschäft ein. Doch die Kauflaune der deutschen Konsumenten scheint derzeit getrübt.

Black Friday

„Nur in Ausnahmefällen können Käufer zu günstigeren Preisen Produkte erhalten“, warnt Sparexpertin Janina Rehbein von Myworld Germany anlässlich des anstehenden Black Friday.

So zeigt beispielsweise eine Studie der Einzelhandelsberatung Retail Economics, die innerhalb des jährlichen Berichts „Trends im Weihnachtsgeschäft“ im Auftrag von Metapack und Packlink veröffentlicht wurde, dass deutsche Verbraucher ihre Ausgaben in der Vorweihnachtszeit voraussichtlich um 9,4 Prozent (1,9 Mrd. Euro) reduzieren werden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass aktuell die Preise an allen Ecken und Enden in die Höhe schnellen. Sprit, Strom, Gas, Lebensmittel – für all das muss man derzeit tief in die Tasche greifen. Und niemand weiß bislang, was der nahende Winter an zusätzlichen Kosten bereithält. Da findet es auch Roland Buquet, Sales Director bei Packlink, nur logisch, „dass eine der primären Maßnahmen der europäischen Konsumenten darin besteht, zu sparen, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken“.

Die Bundesregierung will Mensch und Wirtschaft an dieser Stelle mit mehreren Entlastungspaketen unter die Arme greifen. Darin inbegriffen sind kurzfristige Hilfen, Reformen bei Wohngeld und Bürgergeld, steuerliche Maßnahmen und strukturelle Veränderungen. Bereits im September wurde z.B. über die Gehälter eine Energiepreispauschale ausgezahlt, die für viele aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein war. Als weitere „Soforthilfe“ hat das Bundeskabinett nun eine Einmalzahlung für Gaskunden im Dezember beschlossen. Und dann wären da ja noch die Themen „Inflationsausgleichsgesetz“, „49-Euro-Ticket“ sowie eine generelle „Gas- und Strompreisbremse“ zu nennen, die derzeit stark diskutiert werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Wer trotz aller finanziellen Unsicherheiten nicht auf seine diesjährigen Weihnachtseinkäufe verzichten will, sollte an Aktionstagen wie dem Black Friday aber Vorsicht walten lassen. „Black Friday bedeutet nicht gleich Schnäppchenparadies. Nur in Ausnahmefällen können Käufer zu günstigeren Preisen Produkte erhalten“, warnt Sparexpertin Janina Rehbein von Myworld Germany. Die Strategie der Händler: Viele ziehen Wochen zuvor die Preise an, um diese dann am Aktionstag wieder auf das eigentliche Niveau zu senken. Die vermeintliche Differenz wird dann als Rabatt beworben.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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