Der neue Surface Hub soll als Kollaborationslösung im Besprechungsraum völlig neue Diskussionen ermöglichen.
Insbesondere weltweit tätige Unternehmen benötigen Kollaborationslösungen, die Mitarbeiter, Partner und Kunden standortübergreifend vernetzen. Wichtig ist dabei, dass sich die Systeme nahtlos in bestehende, meist Microsoft-dominierte IT-Umgebungen integrieren lassen. An dieser Stelle bietet der multi-touchfähige PC, der in zwei unterschiedlichen Bildschirmgrößen und -auflösungen (55 Zoll und Full HD, 84 Zoll und 4K) erhältlich sein wird, verschiedene Vorteile. Denn dieser lässt sich in Office-365-Anwendungen, in Kommunikations- und Produktivitätsplattformen wie One Note und One Drive, in Sharepoint sowie Prozess- und Web-Applikationen integrieren.
Eine Besonderheit besteht darin, dass der Surface Hub Videokonferenzen mit Instant Messaging und Desktop-Sharing kombiniert und gleichzeitig Zugriff auf Services wie One Note, One Drive und Office-Software bietet. Durch die durchgängige Verknüpfung mit der Enterprise-Welt des Anbieters soll das Gerät die Skype-for-Business-Erfahrung in den Besprechungsraum transportieren und dabei den gleichen Bedienkomfort bieten, den Nutzer von Skype auf ihrem Desktop-PC oder Mobilgerät kennen. Dadurch ist das neue Modell flexibler als die von Unternehmen häufig eingesetzten Lync Room Systems.
Entsprechend erfolgt die Bedienung des interaktiven Geräts im Besprechungsraum intuitiver und schneller als bei vergleichbaren Lösungen. Zahlreiche Schnittstellen, etwa für HDMI, NFC, Bluetooth-Funkprojektion sowie Peripheriegeräte, sorgen für eine flexible Installation. So lässt sich das Gerät an individuelle Anforderungen von Unternehmen anpassen, skalieren sowie mit Apps erweitern.
Die beiden integrierten Kameras, die sich automatisch auf die gerade sprechenden Nutzer fokussieren, ermöglichen den Einsatz des Geräts als Video- und Webkonferenz-Tool. Verlässt der Mitarbeiter den Raum, hinterlässt er der nächsten Konferenzgruppe im Moment des Logouts einen virtuellen „leeren Tisch“.
Über den Einsatz in Konferenzräumen hinaus entwickelt z.B. der IT-Dienstleister Computacenter derzeit einige Anwendungsszenarien, die vor allem für internationale mittelständische Unternehmen interessant sind. So steht Fertigungsbetrieben oftmals nur eine begrenzte Anzahl an Experten zur Verfügung, die die zunehmend komplexen Maschinen und Anlagen warten und die hochgradig spezialisierten Produktionsprozesse erläutern können. Per Video- oder Web-Konferenz lassen sich mit dem Einsatz des Surface Hubs Fachleute an jedem beliebigen Standort konsultieren. Ein ähnliches Szenario können Banken und Finanzdienstleister nutzen, um auch in kleinen Filialen Experten mit Spezialwissen von anderen Standorten aus zu einem Verkaufsgespräch zuzuschalten.
Aufgrund verschiedener Einsatzmöglichkeiten ist die Nachfrage trotz einer angekündigten Preiserhöhung bereits vor dem Lieferdatum, das der Anbieter mittlerweile auf das erste Quartal 2016 terminierte, hoch. Allerdings wird sich erst in der Arbeitspraxis wird sich zeigen, ob sich die Erwartungen bestätigen und das neue Gerät tatsächlich die teils verheißene Revolution in der virtuellen Zusammenarbeit auslösen kann. Im Moment spricht dafür, dass Mitarbeiter damit ortsungebunden gemeinsam Office-Dokumente bearbeiten, vorbereitete Beiträge von ihrem Notebook, Tablet oder Smartphone auf dem großen Bildschirm präsentieren und Arbeitsergebnisse digital direkt aus dem Meeting verschicken können.