Tape ist gut positioniert, um bei der Lösung einiger „Pain Points“ beim Storage-Spagat zu helfen.
Die Marktforscher von IDC prognostizieren für die weltweit installierte Speicherkapazität eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 17,8 Prozent für den Zeitraum von 2019 bis 2024. Dieses beispiellose Datenwachstum wird Unternehmen aller Branchen vor neue Herausforderungen und Chancen stellen, denn glaubt man der Prognose, werden im Jahr 2024 weltweit schon 8,9 Zettabytes (ZB) gespeichert. Gleichzeitig haben sich Daten in den letzten zehn Jahren zu einem der wertvollsten Vermögenswerte für Unternehmen entwickelt, sodass die zuverlässige und sichere Datenspeicherung für eine Vielzahl von Geschäftsfunktionen und deren Kontinuität entscheidend ist. Das Ausbalancieren einer Speicherarchitektur zur effektiven Verwaltung all dieser Daten über immer längere Lebenszyklen stellt die nächste Speicherherausforderung dar, muss diese Speicherarchitektur doch mitunter eine immer größere Vielfalt unterschiedlicher Workloads bedienen und gleichzeitig die Kosten minimieren.
Der Lebenszyklus eines jeden Datensatzes, beginnend mit der Erfassung, erstreckt sich normalerweise über 90 bis 120 Tage. Dann ist ein Datensatz in der Regel reif für das Archiv, wo er den Großteil seiner Lebensdauer verbringt. Die Speicherung und Verwaltung großer Mengen archivierter Daten können für Unternehmen schnell zu einem Kostentreiber werden.
Auf der anderen Seite stehen platzsparende, leichte und energiesparende Speicher wie NVRAM, die z.B. an einer Palette kleinere, variable Datenmengen, beginnend mit einigen zehn Byte bis zu einigen wenigen Megabyte, längere Zeit ohne externe Energieversorgung speichern können, etwa Tracking-Daten oder Temperaturverläufe. Diese Daten werden nach gewisser Zeit ausgelesen, eventuell akkumuliert und dann ausgewertet. Hier kommt Fog Computing ins Spiel. Das ist eine Architektur, die am sogenannten Edge der Cloud – also vor Ort z.B. in der Fabrik – erhebliche Teile der Berechnungen und Datenreduktionen durchführt, bevor die dort anfallenden Daten in die Cloud verschoben werden. Mit dem Internet of Things (IoT) sind die zahlreichen physischen Dinge gemeint, deren Sensoren die relevanten Vorgänge aufzeichnen. Solche „Things“, die per Internet verbunden sind, können Maschinen oder Fahrzeuge sein, aber z.B. auch Verpackungen, Paletten oder Schlüssel.
Edge-Geräte und ihre Anwendungen generieren riesige Datenmengen, die z.B. für das Monitoring der Geschäftsprozesse oder das Qualitätsmanagement wertvoll sind. Die Datenflut ist so groß, dass sie noch in der Cloud gefiltert, reduziert und kanalisiert werden muss. Das gilt insbesondere auch, weil die IoT-Daten sehr schnell „historisch“ werden, dann möglicherweise jahrelang unangetastet in einem „Data Lake“ gespeichert sind. Das Magnetband hat als älteste aller digitalen Speichertechnologien das größte Potenzial, den Anforderungen an das Datenwachstum in der Cloud-Ära zu erfüllen, hat es sich doch als eine der kosteneffektivsten Ergänzungen zu SSDs und HDDs herauskristallisiert – wegen hoher Zuverlässigkeit, größerer Kapazitäten, schnellerer Datenraten, Sicherheit, niedriger Kosten, einfacher Skalierbarkeit und der deutlich günstigeren CO2-Bilanz.
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Während sich die Datenspeicherung vor allem in Richtung mehr Performance – Stichwort „Flash“ – weiterentwickelt, bleibt das Band eine zuverlässige und vertrauenswürdige Alternative, die in der Lage ist, in den Hyperscale Data Centern (HSDC) der Cloud-Provider einige der drängendsten Probleme zu lösen, etwa bei Energieverbrauch, Datenwachstum und Sicherheit. Hier kommt das Magnetband wieder in Mode, vor allem als Medium der Wahl für Langzeit-Backups und Archivierung. Der Grund: Bei diesen Anwendungen kommen die inhärenten Tape-Nachteile – kein Online-Zugriff und mechanische Ladevorgänge – nicht zum Tragen. Sie verwandeln sich sogar in einen Vorteil – „Air Gap“ genannt. Denn sollte Ransomware die Daten auf Magnetband verschlüsseln wollen, wird dies sehr schnell durch die ungewöhnlichen Ladevorgänge an den Bandlaufwerken auffallen, sodass der Administrator die Verschlüsselung stoppen kann, bevor großer Schaden eintritt. Liegen die Daten dagegen auf Flash- oder HDD-Systemen, erledigt die Ransomware innerhalb so kurzer Zeit ihr fatales Werk, dass kein Administrator eine Chance hat.
Diese HSDC der Cloud-Provider, das am schnellsten wachsende Segment im Markt der Rechenzentren, sind charakterisiert durch einen enormen Bedarf an Rechenleistung, Speicherplatz und Energiezufuhr. Von den eigentlich für diese HSDC entwickelten Speichertechnologien profitieren Mittelständer aller Branchen und jeder Größe, denn auch für sie wächst infolge der explosionsartigen Zunahme digitaler Inhalte die Notwendigkeit, Daten sicher, kostengünstig und zuverlässig zu speichern – natürlich wegen deutlich geringerer Anforderungen mit „abgespeckten“ Storage-Technologien zu „mittelstandskompatiblen“ Preisen.
Dennoch: Die steigende Datenflut bringt „Wachstumsschmerzen“ mit sich, beispielsweise die durch die Verstärkung der Cybersecurity-Maßnahmen oder durch das allgemeine Kostenmanagement. Tape ist gut positioniert, um bei der Lösung einiger der größten „Pain Points“ beim Storage-Spagat im Zusammenhang mit der Erweiterung der Speicherkapazitäten zu helfen, wenn man Folgendes bedenkt:
- Die meisten Bandkassetten verbringen den Großteil ihres Lebens in einem Slot oder Rack, elektronisch getrennt von einem Computersystem, und verbrauchen keine Energie.
- Die einfache Skalierbarkeit von Tape, der niedrigere Preis und die niedrigsten TCO spielen eine größere Rolle, wenn das Volumen der Speicherumgebung zunimmt.
- Der „Air Gap“ von Tape bedeutet eine elektronisch abgekoppelte Kopie der Daten, die verhindert, dass Cybercrime-Manöver die Daten direkt auf Tape angreifen können.
- Außerdem ist Magnetband der kosteneffektivste Archivspeicher, mit dem günstigsten Euro/TB-Preis und den niedrigsten Total Cost of Ownership (TCO) aller Speicheroptionen.
Mittelständler wollen ihre Daten über immer längere Lebenszyklen für eine größere Vielfalt von Workloads effektiv verwalten, müssen aber gleichzeitig die Kosten minimieren und die nötige Datensicherheit garantieren. Das Ausbalancieren der Speicherarchitektur bleibt somit eine der großen IT-Herausforderungen.
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