Compliance-Management

Kostenersparnis dank KI

Das Thema „Compliance“ wird immer wichtiger. Oft wirkt der hohe Aufwand, der damit verbunden ist – und der vermeintlich keinen oder zumindest keinen schnell sichtbaren Nutzen mit sich bringt –, allerdings abschreckend. Immer bessere Compliance-Software sorgt mittlerweile für Abhilfe. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die Einbindung von Künstlicher Intelligenz (KI).

Compliance-Management

Künstliche Intelligenz ist schon längst im Arbeitsalltag vieler Menschen angekommen, in vielen Unternehmen oft in Form von Machine Learning, einem Teilbereich der „KI“.

Compliance, also die Einhaltung von Gesetzen, Regularien und freiwillig auferlegten Vorschriften, ist in vielen großen Unternehmen bereits fest im Arbeitsalltag verankert. War das Thema vor einiger Zeit hauptsächlich in besonders risikobehafteten und regulierten Bereichen – wie etwa im Finanzsektor – von Bedeutung, ist es mittlerweile in sämtlichen Branchen relevant, Geschäftspartner etwa auf ihre Arbeitsbedingungen oder mögliche Geldwäsche zu überprüfen. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es allerdings noch Nachholbedarf. Da der Nutzen einer ausgebauten Compliance-Struktur nicht immer sofort erkennbar ist, wird das Thema oft noch stiefmütterlich behandelt. Treibende Faktoren für ein Umdenken sind meist erst die Compliance-Vorgaben eines größeren Geschäftspartners, ein medienwirksamer Compliance-Verstoß eines Wettbewerbers oder gar gegen das eigene Unternehmen verhängte Strafen.

Dieses Vorgehen nach dem Prinzip „Abwarten und Hoffen“ ist jedoch äußerst riskant: Bereits ein einziger Compliance-Verstoß kann neben dem finanziellen Schaden zusätzlich einen herben Imageverlust bedeuten – sowohl bei Kunden und Partnern als auch bei den eigenen Mitarbeitern. Eine gute Software kann helfen, dieses Risiko zu minimieren und eine Compliance-Kultur im Unternehmen zu etablieren. Und da gerade kleinen und mittleren Unternehmen oft die nötigen Mittel für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema fehlen, dienen moderne Programme dabei nicht nur als Sammelbecken für Informationen, sondern schonen durch den Einsatz von KI zusätzlich die Unternehmensressourcen.

Machine Learning statt Maschinenbewusstsein

Was aber genau bedeutet Künstliche Intelligenz in diesem Fall und warum genau sorgt sie für Entlastung? Viele haben beim Thema KI immer noch Science-Fiction-Szenarien im Kopf, wie man sie von Kinoleinwänden oder aus Videospielen kennt. Selbstdenkende Maschinen in einer fernen Zukunft, die bei der erstbesten Gelegenheit die Menschheit unterwerfen. Dabei ist KI im Arbeitsalltag von heute längst angekommen, in vielen Unternehmen oft in Form von Machine Learning, einem Teilbereich der „KI“, mit dem sich Zusammenhänge aus Daten erschließen lassen. Bei einem KI-gestützten Compliance-Tool handelt es sich erstmal um eine „normale“ Software. Der Faktor des „neu Hinzulernens“ ist dabei vorhanden, die neuen Erkenntnisse werden jedoch nicht direkt wieder ins System eingespeist, sondern erst einmal gesammelt. Die Entscheidung, welche neuen Erkenntnisse die Software nutzen soll, liegen am Ende dann in menschlicher Hand.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Gerade im Bereich der Compliance ist dieses Vorgehen unabdingbar. Für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben ist es wichtig, dass Entscheidungen zu unterschiedlichen Vorgängen auf der gleichen Datengrundlage getroffen werden. Eine Software, die sich selbstständig ändert und dadurch am nächsten Tag zu einer anderen Einschätzung kommt, wäre dabei eher hinderlich. Stattdessen sollten menschliche und Künstliche Intelligenz hier Hand in Hand arbeiten, um potenzielle Gesetzesverstöße zu verhindern. Dass das Compliance-Tool verschiedene Vorgänge und Fälle vergleicht und Zusammenhänge zwischen ihnen herstellt, bedeutet jedoch bereits eine enorme Entlastung für die Mitarbeiter. Hinzu kommt, dass bestimmte Konstellationen früher möglicherweise unbemerkt blieben – auch hier kann ein datenbasiertes Tool wesentlich zur Verbesserung der Geschäftsprozesse beitragen.

Geringer Aufwand – großer Nutzen

Doch wie sieht die Implementierung einer solchen Software im Arbeitsalltag aus? Und wie groß ist der Aufwand für die IT, das Tool in bestehende Systeme zu integrieren? Eine Risikoanalyse ist die Grundlage für eine gute Compliance-Software. Geschäftsprozesse eines Unternehmens werden analysiert und risikobehaftete Bereiche aus Compliance-Sicht identifiziert. Auf dieser Basis wird die Software konfiguriert. Ein entscheidender Punkt ist darüber hinaus die Integration der Daten aus anderen Systemen. Je besser der Informationsfluss zwischen den Programmen funktioniert, desto besser ist am Ende auch das Ergebnis des Compliance-Tools. Aus diesem Grund ist die Software – etwa von Targens – auch so konzipiert, dass sie vom zuständigen Administrator im Unternehmen jederzeit unkompliziert auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden kann. Ist die Konfiguration abgeschlossen, ist das Tool sofort einsatzbereit. Der eigentliche Implementierungsaufwand bei der Integration in die bestehende IT-Infrastruktur geht gegen null, da es sich um eine Cloud-basierte Lösung handelt. Der Zugang erfolgt mithilfe von Log-in-Daten über den Browser.

Zu Beginn werden mithilfe der KI die eingespeisten Daten aufbereitet, Dopplungen entfernt und Rechtschreibfehler korrigiert. In einem zweiten Schritt werden dann – wiederum unterstützt durch die KI – z.B. Geschäftspartner auf Basis von externen Informationsquellen hinsichtlich ihres Risikos bewertet. Besteht tatsächlich ein Risiko, entscheidet am Ende ein Mitarbeiter, wie das weitere Vorgehen ist. Auf Grundlage dieser Entscheidung lernt das System – sofern das gewünscht ist – mit. Wenn also ein ähnlicher Fall auftritt, „erinnert“ sich die Software an andere Vorgänge dieser Art und gibt eine Bewertung ab, bei der die vorangegangene Erfahrung berücksichtigt wird.

Gekommen, um zu bleiben?

Das Thema „Compliance“ wird nicht einfach wieder verschwinden, sondern eher noch wichtiger und präsenter werden. Nahezu alle Unternehmen müssen sich früher oder später damit auseinandersetzen. Eine KI-basierte Compliance-Software ist dabei ein zuverlässiges Hilfsmittel. Mit einfacher Konfiguration und automatisierten Bewertungsvorgängen schont sie die Unternehmensressourcen und sorgt so am Ende nicht nur für einen deutlichen Anstieg der Sicherheit, sondern spart zusätzlich auch Kosten ein.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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