„KMUs, Kanzleien und Arztpraxen können bei ihrer Bürotechnik auf Ausstatter setzen, die ihnen Geräte zur Verfügung stellen, die nachweislich effizient operieren“, sagt Tanja Schmidt von igreeen solution GmbH.
Als erster Riese der deutschen Lebensmittelbranche entscheidet sich die bekannte Rewe-Kette dazu, ihre Prospekte ab dem Jahr 2023 landesweit abzuschaffen. Hierzu entschloss sich der Konzern, um Material- und Energieverbraucht zu reduzieren, letztendlich also um seinen Teil gegen die Klimakrise beizutragen, was sich als löblich erweist. So spart der Einzelhändler laut eigenen Angaben mit der Einstellung seiner millionenfach gedruckten Werbung unter anderem 73.000 Tonnen Papier und 70.000 Tonnen CO2.
Dass dieser Beschluss jedoch nicht so einfach zustande gekommen sein kann, zeigt die Kontroverse um die Handzettel allgemein. So wollen Lidl, Netto und Aldi an ihren Flyern und Broschüren weiter festhalten, denn diese genießen große Beliebtheit bei den Kunden, generieren also Bindung zur Marke, was sich positiv auf die Finanzen des Unternehmens auswirkt. Der Umwelt zuliebe komplett auf Prospekte zu verzichten, entpuppt sich eben nicht als so simple Umstellung, für die viele sie halten. Wenn sich Lidl und Co also bewusst dafür entscheiden, die Printwerbung weiterhin zu nutzen, handeln sie kommerziell nachvollziehbar. Dennoch müssen auch sie – genau wie jedes Unternehmen, dessen Tätigkeitsfelder auch das Drucken beinhaltet – ihre Beziehung zum Papier neu denken. Wenn die Entscheidung getroffen wurde, an diesem festzuhalten, dann muss dessen weitere Nutzung so ökologisch nachhaltig geschehen wie möglich. Dafür braucht es nicht unbedingt so tiefgreifende Veränderungen. Größere Konzerne können ihre Optionen vergleichen und ihre Projekte an Druckereien vermitteln, die naturschonender als ihre Konkurrenten agieren, indem sie beispielsweise FSC-zertifiziertes Papier einsetzen.
Aber auch die weniger großen Unternehmen stehen in der Pflicht, ihren Beitrag zu leisten. KMUs, Kanzleien und Arztpraxen können bei ihrer Bürotechnik auf Ausstatter setzen, die ihnen Geräte zur Verfügung stellen, die nachweislich effizient operieren. Besonders hier existieren Stellschrauben, die den ökologischen Fußabdruck der Printerzeugnisse positiv beeinflussen: Ressourcenschonende Tintenstrahldrucker zum Beispiel sparen Energie und lassen sich mit vollständig recycelbaren Farbkartuschen ausstatten, die auch ohne schwer voneinander zu trennenden Mikrochips auskommen.
Auch wenn dies auf dem ersten Blick nicht wie ein großer Paukenschlag à la Rewe wirkt, so beeinflusst die anfallende Druckarbeit auch relativ kleiner Unternehmen in ihrer Menge sehr stark den Verbrauch. Der Lebensmittelgigant erhebt mit seiner Entscheidung den mahnenden Zeigefinger und zwingt seine Konkurrenten, aber auch die Gesellschaft, ökologische Reduktionspotenziale aktiv ausfindig zu machen und diese auch knallhart durchzusetzen.
Bildquelle: igreeen solution