Stein-Moser ist auf Wasserstrahlschneidsysteme spezialisiert.
Stein-Moser ist auf Wasserstrahlschneidsysteme spezialisiert.
Bedingt durch das Firmenwachstum und die Komplexität der Schneidsysteme begab sich das Unternehmen 2014 auf die Suche nach einem ERP-System und entschied sich für SAP Business One. Bald nach Beginn der Einführung stellte sich jedoch heraus, dass der gewählte Betreuungspartner weder mit dem Fertigungskonzept noch mit den branchentypischen Eigenheiten des Maschinenbaus vertraut war, weshalb Stein-Moser das Unternehmen Software Lotsen mit der Recherche nach leistungsfähigen SAP-Partnern beauftragte. Im Rahmen eines Workshops wurden zunächst die wesentlichen Anforderungen geklärt. Auf Grundlage der Ergebnisse lieferten die Software Lotsen drei Vorschläge von SAP-Partnern mit Erfahrung in der Einzelfertigung. Stein-Moser wählte daraufhin einen Partner aus und konnte schon nach kurzer Zeit Verbesserungen in der Performance des ERP-Systems erreichen.
Verbesserungen in der Materialwirtschaft
Verbesserungspotential lag eindeutig in der Materialwirtschaft. Mit dem neuen Partner wurde beispielsweise ein Konzept für die Bewirtschaftung der Komponenten und Kleinteile im Lager entwickelt. Diese werden nun mit Sicherheitsbeständen geführt und in größeren Abständen und Mengen bei den Lieferanten geordert. Um Engpässe zu vermeiden, soll künftig mit Reservierungen gearbeitet werden, damit das Material nicht irrtümlich von einem anderen Auftrag oder einer Reparatur „weggeschnappt“ wird.
Um den Einkauf der zahlreichen Einzelteile zu erleichtern, benötigt man pro Artikel den aktuellen Preis der verschiedenen Lieferanten und auch die lieferanteneigene Artikelnummer, um die eindeutige Zuordnung zu gewährleisten. Der Einkauf muss aber auch Rahmenkontrakte abbilden können und den genauen Überblick über deren Ausschöpfungsgrad haben. Während Kleinteile auf Vorrat im Lager bereitgehalten werden, geht man bei größeren Baugruppen den umgekehrten Weg. Die Baugruppen werden ausschließlich auftragsbezogen gefertigt. Dazu hat man mit dem Betreuungspartner den Dispoassistenten von Business One so parametrisiert, dass die Baugruppen vom MRP-Lauf zum richtigen Zeitpunkt als Bedarf ausgewiesen werden, um sie sukzessive an die Fertigung zu übergeben. Und auch bei der Stücklistenpflege gab es Raum für Verbesserungen, z.B. bei Komponenten, die in unterschiedlichen Einheiten eingekauft und verbraucht werden.
Der neue SAP-Partner konnte seine Expertise auch in anderen Bereichen unter Beweis stellen. So galt es, ein praxistaugliches Konzept für die Durchführung der Inventur von den Zähllisten über die Erfassung der Mengen bis hin zur Rückmeldung im ERP aufzuzeigen.
Das weitere Einführungskonzept sieht vor, so weit wie möglich auf Individualanpassungen zu verzichten und die Geschäftsvorfälle von der Buchhaltung bis zum Service mit dem Standardpaket der ERP-Software abzubilden. Mit dieser Orientierung am Standard will man künftige Updates erleichtern und die Software schlank halten. Für die Phase zwei des ERP-Projekts hat die STM Stein-Moser GmbH die Umstellung auf Barcodes, den Austausch von Stücklisten aus dem PDM-System, die Einführung einer Lieferantenbewertung und die Nutzung des Service-Moduls von SAP Business One auf der Agenda.
Stein-Moser ist einer der führenden Anbieter seiner Branche mit einem Exportanteil von rund 75 Prozent. Neben der Unternehmenszentrale im österreichischen Eben im Pongau verfügt das Unternehmen über einen Kooperationspartner in Deutschland und ein europaweites Netz an Vertriebspartnern. Das Angebot erstreckt sich von der initialen Planung über die Konstruktion und Fertigung im eigenen Haus bis hin zu Montage, Inbetriebnahme und Schulung – inklusive sieben Jahre Ersatzteilgarantie. Die Anwender können aus zwei Maschinentypen wählen. Ein modulares Baukastensystem und viel Zubehör erlauben eine anwendungsgerechte Konfiguration. Auf Wunsch werden auch kundenindividuelle Sonderlösungen entwickelt.
Bildquelle: Stein Moser