Sandra Rios unterstützt Unternehmen, die sich vor Cyberattacken besser schützen wollen, mit ihrer Expertise bei den Themen „Cybersicherheit“, „Datenschutz“ und „Passwörter“.
Cyberattacken betreffen längst nicht mehr hauptsächlich große Unternehmen, sondern gerade Mittelständler haben mit steigenden Bedrohungen zu kämpfen. Um ihre Daten zu schützen, müssen sie umdenken. Der Homeoffice-Trend hat die Sicherheit in fast allen Unternehmen (98 Prozent) beeinträchtigt – vor allem durch ungesicherte mobile Geräte und ein nachlässiges Passwortverhalten. Auf dieses Ergebnis kommt eine Studie von IDC im Auftrag von Lastpass.
Tipp 1: Maßnahmen wie VPN, Verschlüsselung von Datenträgern, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), Segmentierung von Netzen und Mobile Device Management (MDM) erhöhen die Sicherheit bei Remote Work. Deshalb räumen Unternehmen diesen laut BSI auch eine erhöhte Priorität ein.
Die größte Bedrohung für die Sicherheit eines Unternehmens sind die eigenen Mitarbeiter: 82 Prozent der Sicherheitsverletzungen sind auf menschliches Versagen zurückzuführen, so der Data Breach Investigations Report 2022 von Verizon.
Tipp 2: Unternehmen können Mitarbeitern mithilfe von Lösungen zum Identitäts- und Zugriffsmanagement beim sicheren Datenumgang helfen. Ein Passwortmanager etwa speichert alle Passwörter in einem sicheren Tresor – anstatt 50 Passwörter müssen Mitarbeiter sich nur noch das Masterpasswort merken. Dadurch können sie stärkere und für jedes Konto einzigartige Passwörter vergeben.
Vor allem Social-Engineering-Attacken haben zugenommen. Laut der aktuellen Studie haben bereits 83 Prozent der Unternehmen Sicherheitsvorfälle erlebt, die auf kompromittierte Passwörter oder Phishing zurückzuführen sind.
Tipp 3: Sicherheitsschulungen können nervig sein, sind aber unerlässlich. Die Mitarbeiter müssen verstehen, wie sie auffälliges Verhalten erkennen und richtig reagieren können.
Im produzierenden Gewerbe ist durchschnittlich jeder vierte Betrieb einem erfolgreichen Cyberangriff zum Opfer gefallen, so eine Studie von Forsa im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die finanziellen Schäden in mindestens fünfstelliger Höhe können kleine und mittlere Unternehmen in den Ruin treiben.
Tipp 4: Mit einer Cyberversicherung sind Unternehmen geschützt und erhalten im Notfall eine Entschädigung. Wer einen Passwortmanager oder MFA nutzt, kann bei der Versicherung sparen.
Auf Passwortmarktplätzen im Dark Web können Cyberkriminelle Listen mit Benutzernamen und Passwörtern kaufen. Die Daten verbreiten sich laut Data Tracking Experiment von Bitglass immer schneller: Im Jahr 2021 wurden Daten im Dark Web über 13.200-mal aufgerufen, ein Anstieg von 1.100 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015.
Tipp 5: Wenn Firmen Dark Web Monitoring nutzen, erhält der betroffene Mitarbeiter automatisch eine detaillierte Benachrichtigung inklusive Handlungsempfehlung, sobald seine Daten im Dark Web landen. So kann er seine Passwörter rechtzeitig ändern.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Heutige Hacker wissen, wie sie potenzielle Sicherheitslücken ausnutzen können. Ohne die richtigen Maßnahmen lassen sich die wachsenden Sicherheitsrisiken jedoch nicht bewältigen. Gefragt sind umfassende und benutzerfreundliche Lösungen, mit denen die Mitarbeiter ihre Arbeit von jedem Standort sicher erledigen können – unabhängig von der Unternehmensgröße.
Bildquelle: Lastpass