Desktop-Virtualisierung

Meine Heimat im Netz

Angestellte sind heute nicht mehr so stark an einen bestimmten Ort gebunden. Mit virtuellen Desktops können sie ihren Arbeitsplatz mitnehmen.

Heute in der Bahn arbeiten, morgen in der Zweigstelle im Süddeutschen, Ende der Woche im Hotel-PC in Nordeuropa, am Wochenende kurz mal im Homeoffice, Montags und Dienstags im Stammbüro in der Zentrale und dann ein paar Tage an einem etwas älteren Desktop-PC bei einem Kollegen, um ihn beim Aufbau einer neuen Niederlassung zu helfen - im Außendienst kommt man viel herum.

Für viele Business-Anwender sieht der Arbeitsalltag dann so aus: Rechner starten und USB-Stick einlegen, um alle aktuellen Dokumente öffnen zu können - Berichte, Konzepte, Meeting-Protokolle, Präsentationen und vieles mehr. Dann der fragende Blick auf den Desktop am Monitor: Wo sind die Anwendungen?

Immerhin: Microsoft Office ist auf praktisch allen Rechnern eine Standardausstattung. Und meist wenn der Rechner am Unternehmens-LAN angeschlossen ist, können auch die Geschäftsanwendungen meist relativ problemlos gestartet werden. Schwierig wird es, wenn ein Fremd-PC genutzt wird oder wenn der Desktop in einer Standardkonfiguration angezeigt wird - nichts ist am gewohnten Platz.

Meist vergeht dann relativ viel Zeit mit "Arbeitsvorbereitung": Anwendungen suchen, Accounts rekonstruieren, auf Netzlaufwerken fahnden. Und dann gibt es noch Murphy's Law in der Außendienst-Version: Die wichtigste Datei ist immer auf einem Rechner, auf den es gerade keinen Zugriff gibt. Also Kollegen anrufen, Datei per Mail zuschicken lassen und warten, dass die 30 Megabyte durch die Firewalls tröpfeln.

Kurz: Wer keinen festen Arbeitsplatz hat, muss oft auch auf einen festen Desktop verzichten - eine unwandelbare Arbeitsumgebung, auf der sich alle Anwendungen und Dokumente auf bekannten Plätzen befinden. Der größte Vorteil eines festen Desktops: Die Mitarbeiter können aktuelle Dokumente, halbfertige Entwürfe oder Notizen dort ablegen und finden sie jederzeit wieder.

Wenn ein Unternehmen den Mitarbeitern den Vorteil eines festen Desktops geben will, kann es auf Desktop-Virtualisierung setzen. Dabei wird der Desktop nicht mehr auf dem lokalen PC "erzeugt", sondern via Netz übertragen. Die Mitarbeiter erhalten einen virtuellen Arbeitsplatz, der ihnen von Ort zu Ort folgt, personalisiert ist und alle Anwendungen anbietet.

Daneben hat ein virtueller Desktop auch noch weitere Vorteile. So sinken bei Notebooks und anderen Mobilgeräten die Risiken durch Diebstahl oder Verlust des Gerätes - lokale Kopien der Daten sind häufig nicht mehr notwendig und ein virtueller Desktop kann leicht gesperrt werden. Auch der Datenschutz verbessert sich dadurch.

Ein weiterer Vorteil: Es können beliebige Geräte eingesetzt werden. Dies erleichtert einerseits das Anbieten eines Homeoffice-Zugangs, da kein "Firmen-PC" mehr genutzt werden muss. Zum anderen erlaubt es den Mitarbeitern zum Beispiel, ohnehin vorhandene Geräte wie zum Beispiel ein Tablet auch beruflich zu nutzen.

Bildquelle: weatherbox / Opens external link in new windowsxc.hu

Weitere Informationen gibt es auch hier: Opens external link in new windowhttp://dell-businesshelden.de/

 

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