Unternehmen, die sich vormals für Business ByDesign entschieden haben, stehen vor einer mitunter schwierigen Migrationsaufgabe.
Für viele Unternehmen bedeutet das auch den Umzug ihrer IT-Landschaft von einem bestehenden auf ein moderneres ERP-System. Worauf dabei zu achten ist, soll im Folgenden am Beispiel des von SAP abgekündigten ERP-Systems Business ByDesign gezeigt werden.
In der SAP-Welt steht ganz aktuell eine große Anzahl von Betrieben vor der Aufgabe, sehr zeitnah von Business ByDesign auf S/4Hana bzw. ein anderes System migrieren müssen. Grund dafür ist, dass die SAP inzwischen klar auf das Cloud-Geschäft setzt, und deshalb schon seit Längerem daran arbeitet, ihre Kunden auf S/4Hana in die Public oder Private Cloud umzuziehen. Zugunsten dieser Zukunftstechnologie werden sukzessive bestehende Lösungen und solche mit erheblichen inhaltlich-funktionalen Überschneidungen zu S/4Hana abgelöst. Unternehmen, die sich vormals für Business ByDesign entschieden haben, stehen daher vor einer anspruchsvollen Migrationsaufgabe mit einem sich schließenden Zeitfenster.
Die Migration ist nahezu unausweichlich. Doch wie migriert wird, sollte wohl überlegt sein. Unternehmen haben mehrere Möglichkeiten: Erstens können sie in die S/4Hana Public Cloud migrieren, die als zukunftsweisende Alternative zu Business ByDesign gilt. Zweitens können größere mittelständische Unternehmen ihre bestehende On-Premises-Infrastruktur nutzen oder in die S/4Hana Private Cloud wechseln. Drittens besteht die Möglichkeit, alternative Lösungen wie Microsoft Dynamics oder Workday einzuführen und die bestehende Software-Landschaft aufzugeben. In allen Fällen gilt: Unternehmen, die derzeit Business ByDesign einsetzen, sollten sich so früh wie möglich damit auseinandersetzen, einen geeigneten Migrationsansatz zu definieren.
Die Migration von Business ByDesign auf S/4Hana ist für Mittelständler eine komplexe Aufgabe. Die Unterschiede in den Datenstrukturen und Datenmodellen zwischen den beiden ERP-Systemen können zu Dateninkonsistenzen und Fehlern führen. Außerdem fehlen oft auch die finanziellen und personellen Ressourcen sowie die Expertise, um die Transformation eigenständig durchzuführen. Hinzu kommt, dass darüber hinaus die häufig heterogenen IT- und Datenlandschaften die Automatisierung und damit die Transformation erschweren.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Vor diesem Hintergrund sollten insbesondere Mittelständler für einen erfolgreichen Systemwechsel ihre Transformationsstrategie sorgfältig bestimmen und rechtzeitig die Einbindung von externem Know-how in Betracht ziehen. IT-Dienstleister agieren als „digitale Umzugshelfer“, wenn es darum geht, geschäftskritische Daten und Prozesse von einer Technologieplattform auf eine andere zu übertragen. In enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen beginnen die Experten mit dem sogenannten Housekeeping. Dabei handelt es sich um eine umfassende Datenanalyse sowie -bereinigung, die den Weg für die eigentliche Transformation ebnet. Ein weiterer wichtiger Schritt im Zuge des Datentransformationsprozesses ist das „Staging“, das bei Natuvion mit dem Data Conversion Server (DCS) durchgeführt wird. Dieses „Extract, Transform and Load“-System (kurz ETL) zeichnet sich durch einen hohen Automatisierungsgrad aus und bietet neben einer integrierten Analyseplattform auch Tools zur Validierung der Migrationsprozesse.
Der Umstieg von Business ByDesign auf S/4Hana erfordert fundierte Planung und Expertise. Transformationsexperten können dabei eine entscheidende Rolle spielen. Auch wenn die Cloud-Transformation komplex erscheint, lässt sie sich mit den richtigen Partnern und Tools effizient umsetzen. Im Ergebnis bekommen Unternehmen ein moderneres ERP-System, mit dem sie auch in Zukunft ihre Geschäftsprozesse weiterentwickeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern können.
Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus