PXM im Chemiehandel

Mit zentralen Produktdaten zu ganzheitlichen Kundenerfahrungen

Mit der Einführung einer Product-Experience-Management-Lösung (PXM) zentralisiert das mittelständische Chemiehandelshaus Stockmeier seine gesamte Produktkommunikation und schafft damit wichtige Voraussetzungen für die Digitale Transformation des Handelsgeschäfts.

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    Hauptkriterium für die Auswahl aus 80 relevanten PIM-Lösungen waren aus technischer Sicht vor allem ein flexibles Datenmodell und eine schnelle Einsatzbereitschaft der Software.

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    Der Hauptsitz der Stockmeier-Gruppe in Bielefeld

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    Christian Paul, Business Innovator bei der Stockmeier Holding GmbH in Bielefeld

Der Chemiehändler ist ein typisches Beispiel für die Herausforderungen des deutschen Mittelstands: In den letzten 20 Jahren entwickelte sich das familiengeführte Unternehmen zu einem Hidden Champion mit 1.800 Mitarbeitern an 50 Standorten und ist in Deutschland mittlerweile die Nummer zwei hinter dem Marktführer. Der internationale Expansionskurs und das wachsende Sortiment der Eigen- und Handelsprodukte stellten aber auch völlig neue Anforderungen an die eigenen IT-Systeme.

Innerhalb der Unternehmensgruppe verteilte sich die Datenpflege auf verschiedene Systeme, darunter SAP, das Customer Relationship Management (CRM), ein Dokumenten-Management-System (DMS) bis hin zu Hunderten Excel-Listen und Word-Dokumenten. „Mit Einzellösungen und Workarounds war unser Sortiment nicht mehr beherrschbar“, erklärt Christian Paul, Business Innovator bei Stockmeier. Der Mittelständler entschloss sich daher, seine Produktkommunikation neu zu ordnen und ein System für Product Information Management (PIM) einzuführen. Hauptkriterium für die Auswahl aus 80 relevanten PIM-Lösungen waren aus technischer Sicht vor allem ein flexibles Datenmodell und eine schnelle Einsatzbereitschaft der Software.

Nach erfolgreichem Proof of Concept entschied sich das Unternehmen für die PIM-Lösung der Pirobase Imperia GmbH. Über Schnittstellen importiert das PIM Stammdaten, Produktrohdaten und Compliance-Informationen vor allem aus SAP, dem Gruppenintranet sowie einem DMS für Sicherheitsdatenblätter, Betriebsanweisungen und Etiketten. Ein integriertes Digital Asset Management (DAM) sorgt zudem für einen zentralen Zugriff auf Produktabbildungen und Lieferantenzertifikate. Daten- und Prozesssilos gehören dank dieser Infrastruktur nun der Geschichte an, da alle Mitarbeiter, vom Produktexperten bis hin zum Vertriebsmitarbeiter, auf derselben Plattform arbeiten. Das PIM etabliert einheitliche Prozesse und Standards für das Anlegen, Anreichern und Freigeben von Produktdaten in der gesamten Gruppe.

Produktdatenblätter per Knopfdruck

Ein weiterer Vorteil der Lösung ist das Ausspielen von Produktinformationen über verschiedene Kanäle. Produktdaten und Marketinginhalte können plattformunabhängig eingestellt werden und stehen über eine Programmierschnittstelle (API) bereit. Die Formatvorgaben jedes Kanals kann Stockmeier in Vorlagen konfigurieren und verändern. Das PIM unterstützt Online- und Printausleitungen und automatisiert die zielgruppenspezifische Produktkommunikation über alle Kanäle hinweg. Der hohe Automationsgrad ermöglicht erstmals auch die Produktion individueller Produktdatenblätter per Knopfdruck: Statt die Daten wie früher von Hand in einem Office-Dokument zusammenzusetzen, erhält der Nutzer eine fertig gestaltete Produktinformation als PDF.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Der Aufbau eines Produktdaten-Managements ist für den Chemiehändler dabei erst der Anfang: Die Lösung ist Teil einer Plattform für Product Experience Management. Damit will Stockmeier künftig die Kauf- und Produkterfahrungen seiner Kunden steuern und gestalten. Um dies zu erreichen, nutzt das Unternehmen neben dem PIM-Modul auch eine plattformübergreifende Suche sowie das Content-Management-System (CMS) von Pirobase. „Durch diese Kombination bildet unser PIM die Basis für die Automation unserer Prozesse in Richtung Unternehmens-Website, Kunden- und Branchenportalen sowie für den Ausbau unserer E-Commerce-Aktivitäten“, erklärt Christian Paul.

Stockmeier-Gruppe

Branche: Chemie (Handel, Vertrieb und Produktion chemischer Güter)
Gründung: 1920
Hauptsitz: Bielefeld
Mitarbeiter: 1.800
Umsatz: 1,3 Mrd. Euro

KURZ UND KNAPP …

Christian Paul
Alter: 53 Jahre
Ausbildung und Werdegang: Dipl.-Wirt.-Ing., EDI-Start-up, Branchenportalbetreiber, Dienstleistungs- und IT-Konzern, familiärer Mittelstand (Chemiedistribution)
Derzeitige Position: seit Februar 2020 Business Innovator bei der Stockmeier Holding GmbH in Bielefeld

In unserem Betrieb spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ...

... eine wichtige Rolle, wenn sie das Kerngeschäft sinnvoll unterstützt. Wir sind Anwender und auch gerne vorn dabei, aber kein IT-Versuchslabor.

In unserer Branche muss IT-seitig in der Regel am meisten investiert werden in ...
... Dinge, die – wenn sie gut funktionieren – für Anwender und Kunden am wenigsten sichtbar sind: Sicherheit, Datenqualität, stabile Prozesse.

Die notwendigen Mittel vorausgesetzt würde ich sofort …

... in ein paar der Ideen gleichzeitig investieren, die momentan noch auf Priorisierung warten. Vielleicht ist das aber auch ganz gut so.

Von IKT-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich, dass ...
... sie nicht Software für die IT-Abteilung anbieten, sondern Lösungen für echten Business-Support.

Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass ...
... kurze Wege mit Lösungsorientierung und planbaren Kosten verbunden sind.

Bildquelle: Stockmeier

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