Über die eigenen Mitarbeiter lassen sich potentielle Bewerber für vakante Stellen finden.
Im Jobmarkt werden nicht nur hochqualifizierte Kandidaten umworben, sondern auch weniger anspruchsvolle Stellen lassen sich schwer besetzen. Daneben erreicht man mit traditionellen Kanälen immer nur die Menschen, die aktiv auf der Suche sind, sodass nicht aktiv Suchende für Recruiter bisher kaum erreichbar sind. Ein Empfehlungsprogramm wie Mitarbeiterwerben.de will das berufliche und private Netzwerk der eigenen Mitarbeiter nutzen, um damit potentiell deutlich mehr Beschäftigte zu erreichen.
Aufgrund der Anbindung der Recruiting-Lösung an alle wichtigen Social-Media-Kanäle erreicht man viele potentielle Kandidaten. Dabei übernehmen die eigenen Mitarbeiter die Verbreitung der Vakanzen in ihrem Netzwerk. Folgen daraufhin eingehende Bewerbungen, werden diese in einem Bewerberportal verwaltet und der Mitarbeiter mit einer Prämie für sein Engagement belohnt.
Die Gefahr, dass sich die Mitarbeiter dann ausschließlich mit der Bewerbersuche beschäftigen und ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, ist laut Anbieter nicht gegeben. Denn zum einen schreiben kleine und mittlere Unternehmen nicht täglich zig neue Stellen aus und zum anderen wissen die Mitarbeiter genau, dass sie den Bogen nicht überspannen dürfen, um Ärger zu vermeiden.
Laut dem Job-Portalanbieter sind Bewerber, die über die eigenen Mitarbeiter auf existierende Vakanzen aufmerksam geworden sind, in vielerlei Hinsicht die besseren Kandidaten. Denn sie wissen mehr über das Unternehmen und die zu besetzende Position. Zudem würden sie sich ehrlicher bewerben und seien in den Gesprächen authentischer. Nicht zuletzt ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass aus der halbjährlichen Probezeit ein langjähriges Engagement wird, heißt es aus Anbieterkreisen.
Die möglichen Gründe dafür sind vielfältig: So mache sich der empfehlende Mitarbeiter bereits im Vorfeld Gedanken und selektiert, wen aus seinem Bekannten- oder Freundeskreis er anspricht. Er fragt sich: Passt der Bekannte zum Unternehmen, zur Kultur und vice versa? Wie steht man da, wenn man ihn der eigenen Personalabteilung empfiehlt? Dies führt dazu, dass bereits vor der eigentlichen Bewerbung ein gegenseitiger Austausch stattfindet.
Hinter dem neuen Jobportal steht das Berliner Startup Keylight GmbH, welches die Plattform gemeinsam mit Cube Career, einem Dienstleister im Bereich digitalem Recruitment, umgesetzt hat. Das Portal setzt eigenen Angaben zufolge konsequent auf logische und automatisierte Abläufe, sodass die Software ohne lange Einarbeitung von Recruiter und Mitarbeiter nutzbar ist.