Dem Mittelstand fehlen Ressourcen, Standards und Datensicherheit für die Digitale Transformation.
Das offenbaren die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, an der sich insgesamt rund 500 Unternehmen beteiligt haben. So sieht sich etwa die Hälfte (51 Prozent) der mittelständischen Unternehmen mit einer Belegschaft von 100 bis 499 Beschäftigten als Nachzügler bei der Digitalisierung der eigenen Geschäfts- und Verwaltungsprozesse. Genauso viele (51 Prozent) sind es bei den kleinen Unternehmen mit unter 100 Beschäftigten. Bei den Großunternehmen ab 500 Beschäftigten betrachtet sich lediglich rund ein Drittel (32 Prozent) als Nachzügler.
Laut Bitkom seien vor allem strukturelle Digitalisierungsdefizite der Grund für die konkreten Rückstände bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. So hapere es etwa bei der Investitionsbereitschaft: Nur 39 Prozent der mittleren Unternehmen geben an, 2020 in die Digitalisierung ihrer Geschäfts- und Verwaltungsprozesse investiert zu haben. Beim Thema IT-Weiterbildung ist die Investitionsbereitschaft sogar auf ein Vor-Corona-Niveau gesunken: Wie schon 2018 sind nur 60 Prozent bereit, in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt zu investieren. Anfang 2020 taten dies noch knapp drei Viertel (72 Prozent). Dementsprechend hat auch das Qualifikationslevel in den Unternehmen abgenommen: Nur noch sechs von zehn Mittelständlern (60 Prozent) geben an, über die erforderlichen Mitarbeiter für Digitalisierungsvorhaben zu verfügen. 2018 waren es noch 62 Prozent.
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Als größte Hürden bei der Digitalisierung sieht der Mittelstand vor allem den hohen Investitionsbedarf sowie Zeitmangel für die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben (jeweils 70 Prozent). Auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit (60 Prozent) und Angst vor Datenverlust (59 Prozent) spielen für mittelständische Unternehmen eine große Rolle. Laut Bitkom sei der Einsatz von modernsten digitalen Technologien aber essenziell, um die hohen Anforderungen an die Datensicherheit zu erfüllen und das Digital Office als Wettbewerbsvorteil für sich nutzen zu können.
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