Eine Telematiklösung soll helfen, eine kommunale Müllkrise abzuwenden.
Die Krise macht sich auch beim Mülltransport bemerkbar. Kommunale und private Entsorgungsunternehmen kämpfen seit Verbreitung des Coronavirus verstärkt mit einem Mangel an Fahrern – mit möglichen Folgen für alle Bürger. Dies teilte der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) in einer aktuellen Bekanntmachung zu den enormen Auswirkungen der Pandemie auf die Entsorgungswirtschaft mit. Das Software-Unternehmen habe sich deshalb zum Handeln entschlossen: Es stelle seine Telematik-Software „Couplinkyourfleet Entsorger“ Entsorgern bis zum Jahresende kostenlos zur Verfügung.
Gerade in der Hausmüllentsorgung planen Fahrer ihre Touren häufig selbstständig. Sie wissen genau, wo die jeweiligen Behälter stehen und wie sie diese am besten einsammeln. Fallen die Fahrer jedoch aus, stehen Disponenten und letztendlich auch die Bürger vor einem Problem. Mithilfe der Telematik-Software können Touren der Müllabfuhr während des Abfahrens per Smartphone oder Tablet digital aufgezeichnet und zentral abgelegt werden. Hinweise, wie „Tonnen stehen unter dem Carport“ oder „rückwärts in die Einfahrt reinfahren“ kann der Fahrer ebenfalls in der Software hinterlegen. Beim nächsten Mal kann sich dann auch ein ortsunkundiger Aushilfsfahrer durch die Touren navigieren lassen – ganz ohne Schulung. Bei großen Entsorgern wie Veolia, Prezero und Nehlsen ist die Telematik-Software bereits seit Jahren im Einsatz.
Vor erheblichen Problemen im Bereich der Entsorgung im Falle einer Pandemie warnte bereits der „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012“, fachlich federführend durchgeführt durch das Robert Koch-Institut. Mit seinem Engagement wolle der Software-Anbieter dieses Risiko minimieren.
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