Standard-Software für Großhandelsunternehmen

Musik Meyer führt ERP-Lösung ein

Die rund 190 Mitarbeiter der Musik-Meyer-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Marburg werden im kommenden Jahr mit der Unternehmenssoftware Enventa ERP von Nissen & Velten arbeiten. Der IT-Dienstleister ERP Novum betreut das Einführungsprojekt und erarbeitet eine kundenspezifische Lösung.

Gitarre

Die rund 190 Mitarbeiter von Musik Meyer betreuen etwa 2.500 Händler.

Musik Meyer vertreibt Musikinstrumente von 50 nationalen und internationalen Lieferanten. Darunter finden sich bekannte Marken wie beispielsweise Hohner, Korg oder Marshall. Bei den Zielmärkten bilden die Fachhändler in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern den Schwerpunkt der Aktivitäten.

Nachdem eine seit dem Jahr 1984 im Unternehmen programmierte Individualsoftware-Lösung auf Basis der iSeries von IBM, bzw. deren Vorläufersystemen, an ihre Grenzen gekommen war, entschied sich das Unternehmen auf eine neue Standard-Software zu setzen. Diese sollte die Anforderungen des Großhandels abdecken. Dabei, so berichtet ERP-Projektleiter Sascha Erber, sei das Unternehmen auch auf Enventa ERP und den Partner ERP Novum gestoßen. Er berichtet: „Wir haben vor unserer Entscheidung mit verschiedenen Anbietern unsere Geschäftsprozesse analysiert. Die Zusammenarbeit mit ERP Novum sowie die Flexibilität des Unternehmens haben uns überzeugt.“

Zum Einsatz kommen im Projekt die Warenwirtschaft und das Rechnungswesen sowie das Lagerverwaltungssystem und der Etrade Webshop. Eine Besonderheit im ERP-Projekt sind Anpassungen zur Abbildung der Struktur der Unternehmensgruppe: Diese besteht aus den zwei Mandanten Musik Meyer GmbH und der Schweizer Musik Meyer AG. Unter dem Dach der GmbH agieren zudem aktuell sechs unabhängige Vertriebsdivisionen als Profit-Center. Sie betreuen jeweils ihr eigenes Markenportfolio und greifen auf Dienstleistungen der Central Logistics & Services Division zu.

Mitarbeiter und Auswertungen werden den Divisionen zugeordnet. Leistungen werden untereinander verrechnet. So vertreten beispielsweise vier deutsche Produktdivisionen verschiedene Markenportfolios, während die Division Musik Meyer Benelux Marken aus allen vier Portfolios bezieht. Zudem arbeiten die verschiedenen Verkaufsregionen mit unterschiedlichen Rabattstrukturen.

Schließlich werden auch die spezifischen Prozesse der Logistik und der Qualitätssicherung sowie nicht zuletzt der hauseigenen Werkstatt in der Softwarelösung abgebildet. Der Start der Realisierungsphase des Projekts war im Juli 2014. Zum 1. Juli 2016 sollen nahezu alle Mitarbeiter mit der neuen Software arbeiten.

Bildquelle: Musik Meyer

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