Sustainability in der IT

Nachhaltigkeitstipps fürs Rechenzentrum

Laut Oliver Lindner, Director of Product Management bei der FNT GmbH, macht es Sinn, stets einen Schritt zurückzutreten und auf das große Ganze zu schauen, um Nachhaltigkeit in der IT ganzheitlich zu sehen.

Blick auf Serverschränke

Oft lenken Unternehmen ihren Blick viel zu stark auf den Energieverbrauch einzelner Geräte, anstatt sich das „große Ganze“ anzuschauen.

Schnell wird dann klar, dass es für viele Ideen auch Daten braucht, die erfasst werden müssen. Gut aufgestellt ist, wer über eine aktuelle, gepflegte und umfangreiche Dokumentation der IT-Infrastruktur verfügt, die im Idealfall wichtige Daten vorhält.

Ghost-Systeme finden: Unternehmen sollten gezielt nach Systemen suchen, die zwar in Betrieb sind, von denen aber niemand weiß, was darauf eigentlich noch läuft oder wer das System noch benötigt. Ein laufender, aber nutzloser Server kann mehrere hundert Watt verbrauchen und übers Jahr viele hundert, wenn nicht mehr als 1.000 Euro an Strom kosten.

IT-Systeme verdichten: Eine stärkere Virtualisierung der Server, aber auch der Netzwerk-Hardware sowie der Ersatz von Kupferkabel durch Glasfaser führen zu einer Verdichtung von IT-Hardware. Damit sinkt die Anzahl der konkret eingesetzten Geräte und der Raum, den es zu kühlen gilt. Eine Verdichtung beugt auch Neubauten vor, da mehr Leistung in den Bestandsbauten untergebracht werden kann.

Kühlungs-Hotspots vermeiden: Der begrenzende Faktor beim Kühlen eines Rechenzentrums sind die Geräte, die die geringste maximale Temperatur vorgeben, bei der sie noch einwandfrei funktionieren. Gibt es mehrere Objekte, die nah beieinander liegen und lokal viel Hitze erzeugen, kann es nötig sein, die Kühlung hochzufahren, um die lokale Raumtemperatur unter diesem Grenzwert zu halten. Mit der Verteilung der Hitzespitzen produzierenden IT-Hardware über das RZ (oder über mehrere Räume) lässt sich die Raumtemperatur moderat anheben und die Kühlleistung senken.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Einsätze bündeln: Wer Service-Einsätze effizient bündelt, Routen optimiert und dafür sorgt, dass alles für den Einsatz Notwendige auch garantiert im Servicefahrzeug mittransportiert wird, kann den Ressourcenverbrauch um bis zu 90 Prozent senken. Hier kann eine Planungssoftware, die auf einer aktuellen IT-Dokumentation aufsetzt, gezielt unterstützen.

Bildquelle: Connect world / Shutterstock

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