Die von AKR entwickelte Lösung „SAPWeigh/“3 ermöglicht produzierenden Unternehmen in der Chemie-, Kosmetik-, Pharma-, Nahrungs- und Genussmittel-Branche eine GMP- und 21 CFR Part 11-konforme Integration ihrer kompletten Wiegesysteme in das Produktionsplanungsmodul SAP PP und die entsprechende Bedienoberfläche.
Das neue Modul lässt sich laut Anbieter vollständig in die Branchenlösung für die Prozessindustrie „myTDS.Process“ einbinden und ergänzt damit die Auswahl an Add-Ons für die maßgeschneiderte Anpassung des ERP-Systems an individuelle Anforderungen. Durch die Integration von Wiegesystemen in SAP ERP sollen System- und Medienbrüche beseitigt, die Einhaltung von Toleranzgrenzen im Wiegeprozess gewährleistet, der Aufwand für das manuelle Übertragen von Werten sowie damit verbundene Fehler reduziert und das 4-Augen-Prinzip in vielen Fällen überflüssig werden. Weitere Vorteile sind laut Anbieter die Darstellung per Wiegebalken und digitaler Anzeige in Echtzeit, visuelle Warnhinweise beim Über- oder Unterwiegen sowie die Berechnung des Wirkstoffgrades oder der notwendigen Ausgleichskomponenten ausgehend von der eingewogenen Menge. Eine Scanner-Anbindung ermöglicht zudem, Barcodes auszulesen und diese Daten direkt zu übernehmen. Individuell anpassbare Formulare für Wiegeprotokolle sowie den Druck von Wiegeetiketten sind ebenfalls vorhanden. Die Einbindung der Wiegelösung und die Auswirkung auf ihre Fertigungsprozesse können auch ohne direkte Anbindung einer Waage mit einem Simulationstool getestet werden.
Technische Vorraussetzungen
Technische Voraussetzung für SAPWeigh/3 ist ein SAP ERP System ab Version 4.6B. Das Komplettangebot der des Dienstleisters beinhaltet auch die für die Anbindung notwendige MTOPC-Box von AKR, welche die zertifizierungsfreie SAP ODA-Schnittstelle als Basis für die Integration nutzt. Die Waagenanbindung soll somit keine Auswirkung auf die Validierung des Gesamtsystems habe. Auch eichamtliche Vorgaben werden laut Dienstleister allesamt erfüllt.
Die für die Einwaage genutzten Windows-Arbeitsstationen benötigen neben der SAP GUI-Anwendung und einem Java Laufzeitsystem keine weitere Software-Installation. Alle Funktionen und Features von SAPWeigh/3 lassen sich durch den modularen Aufbau der Lösung an individuelle Kundenanforderungen anpassen, vorgenommene Änderungen werden über das SAP Transportsystem dokumentiert. Darüber hinaus protokolliert die Lösung alle Aktivitäten - auch die nicht gespeicherten - rund um das Wiegen in einem eigenen Audit Trail.
Einbindung in Fertigung- und Prozessauftrag
Basis für die Einbindung des Wiegesystems in den Arbeitsablauf der Fertigung ist ein Fertigungs- (PP) oder Prozessauftrag (PP-PI). Dieser ist das führende Objekt für alle Abläufe und das kontierte Objekt für alle Buchungen. Der jeweilige Status eines Auftrags wird direkt abgefragt, sodass nur freigegebene Aufträge ohne eingeschränkte Funktionalität verwendet werden können. Um komplexe iterative Abläufe der Fertigung abzubilden, besitzt die neue Lösung optional ein Splittmodul für die Verwaltung von Wiegeaufträgen. Es fasst einzelne Aufträge in einem Master zusammen, der die Brücke zum eigentlichen Fertigungs- bzw. Produktionsauftrag bildet.
Rollen- und Berechtigungsmanagement
Ein eigenes Berechtigungsobjekt soll die einfache Berechtigungssteuerung aus dem SAP-Standard heraus ermöglichen. Damit können neben Transaktionen auch individuelle Aktionen innerhalb der Transaktion in Profilen definiert und den SAP-Usern als Rollen zugewiesen werden. Daneben verwaltet SAPWeigh/3 auch eine Benutzerverwaltung für die Wiegeanwendung. Das soll die Kosten reduzieren, beispielsweise bei einer Anwendung im Schichtbetrieb, bei der nicht alle Wiegewerker einen eigenen SAP-Zugang haben.
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