An der Entwicklung des Moduls „Ressourcenplanung“ waren Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens beteiligt.
Eine neue, vernetzte Datenverarbeitungslösung musste her, um der Masse an Teilen und Terminen Herr zu werden und Kunden auch in Zukunft eine hohe Produkt- und Servicequalität garantieren zu können. So kam die Schubert & Salzer Data GmbH, das IT-Entwicklungsteam der Schubert & Salzer-Firmengruppe, zum Zug. Nach ersten Besprechungen des Problems war schnell klar, dass die erforderlichen Schritte einen massiven Eingriff in die Fertigungsstrukturen bedeuten würden, der sich auf alle Bereiche des Unternehmens auswirken würde. Eine Operation am offenen Herzen sozusagen, die mit äußerstem Geschick umgesetzt werden musste, um die Produktionsabläufe nicht zu gefährden. Eine permanente Evaluierung der schrittweise durchgeführten Änderungen war daher unabdingbar.
Zunächst wurde deshalb ein interdisziplinäres Projektteam gebildet, in dem sich Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen befanden – vom Einkaufsleiter, über die IT bis zum Monteur. Die Kombination dieser unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungswelten gewährleistete, dass das Projekt mit einem umfassenden Blick auf alle Arbeitsbereiche durchgeführt werden konnte. Es folgte eine Bestandsaufnahme: Unter Zuhilfenahme einer Terminierungsliste wurden die zu fertigenden Aufträge manuell verteilt – ohne IT-gestützte Berücksichtigung der Durchlaufzeiten.
Ein neues Modul für die von der Schubert & Salzer Data GmbH entwickelte ERP-Lösung Datasystems sollte die Ressourcenplanung strukturieren und automatisieren und damit eine nicht nur zeitgemäße, sondern zukunftsfähige Lösung für die Zeiten von Industrie 4.0 bieten. Im ersten Schritt sollten die vorhandenen Arbeitspläne neu strukturiert werden. Dieser sehr zeitaufwendige Prozess war nötig, da die bisher verwendeten Pläne nur eine sehr geringe Tiefe aufwiesen. Dazu wurden die bestehenden Arbeitsschritte und -prozesse in der Praxis beobachtet, skizziert, analysiert und anschließend bewertet.
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Um den Grundstein für die Planbarkeit der Ressource Arbeitszeit zu legen, galt es im nächsten Schritt, die veraltete Zeitverwaltungslösung eines externen Anbieters zu ersetzen, da diese den neuen Anforderungen nicht mehr genügte. Im Zusammenspiel mit der IT entschied man sich dafür, die Zeitverwaltung als neues Modul direkt in Datasystems abzubilden. Nach ungefähr einem Jahr in der Projektentwicklung waren beide Schritte beendet, damit war die Richtung für den weiteren Projektverlauf vorgegeben. Für die nötige tag- und teilmengengenaue Rückmeldung der Arbeitsschritte ins System musste eine entsprechende IT-Infrastruktur geschaffen werden. Dazu wurden für definierte Zugangspunkte in der Fertigung die entsprechende Hardware und die Internetanbindung bereitgestellt.
Der Umstrukturierungsprozess war langwierig, aber lohnenswert. Ohne die neu entwickelte Ressourcenplanung der Schubert & Salzer Data GmbH wäre das Wachstum der letzten Jahre bei gleichzeitiger Beibehaltung der hohen Qualitätsstandards nicht möglich gewesen. „Das neue Modul für Datasystems 4.0 ermöglicht der Schubert & Salzer Control Systems GmbH heute nicht nur eine vollkommen IT-gesteuerte, schnelle, intuitive und individuelle Ressourcenzuordnung, sondern auch den Ressourcenverleih. Die grafische Übersichtsdarstellung erlaubt dank Anbindung an die Zeitverwaltung und automatisierter Materialverfügbarkeitsprüfung die Umdisponierung von Fertigungsaufträgen per Drag-and-Drop unter Beachtung der Gesamt- und Einzelressourcen. Die Eignung für Einzel- und Serienfertigung ist für uns eine wichtige Eigenschaft“, erklärt Alwin Berger, Einkaufsleiter bei der Schubert & Salzer Control Systems GmbH. „Auch die Kollegen in der Montage wissen das neue System zu schätzen.“
Für die Data-Kollegen geht ein aufregendes Projekt zu Ende. „Wir mussten in den letzten beiden Jahren vieles neu denken und etablierte Verfahren über den Haufen werfen. Dank des interdisziplinären Projektteams haben wir von der Data dabei auch unser Partnerunternehmen aus neuen Perspektiven kennengelernt“, berichtet Andreas Schmidt, führender Vertreter der IT aus dem Projektteam. „Die gemachten Erfahrungen werden es uns in Zukunft ermöglichen, unsere Kunden bei ähnlichen Projekten mit Rat und Tat zu begleiten und zielführend und schnell zum gewünschten Ergebnis zu führen.“
Branche: Anlagen-/Maschinenbau
Standort: Ingolstadt
Gründungsjahr: 1991
Mitarbeiterzahl: 130
Bildquelle: Schubert & Salzer Control Systems