Die Laserschneidmaschine der Rehm Blechtec GmbH erhält von der Software alle Daten, um die Bleche mit möglichst geringem Verschnitt auszuschneiden.
In Zeiten zunehmender Rohstoffpreise ist jeder Quadratzentimeter Verschnitt zu vermeiden. „15-20 Prozent ist nicht zu vermeiden, aber wir sind stetig bemüht, den Anteil durch intelligente Fertigungsmethoden zu senken“, erklärt Ernst Lamparter, bei der Rehm Thermal Systems GmbH für die SAP-Systembetreuung verantwortlich. Daher setzt der Blechverarbeiter RBT Rehm BlechTec GmbH mit Sitz in Blaubeuren-Seissen seit Januar 2012 zur Steuerung des Lagers und des Fertigungszuschnittes die CAM-Software-Suite „act/cut“ ein. Aber die Fertigung ist nur die eine Seite der Medaille: Auf der anderen steht die kaufmännische Organisation via SAP. „Allerdings ist die CAM-Software der SAP-Lösung teilweise überlegen, u.a. der Berechnung für den Blechverbrauch. Daher benötigten wir eine Schnittstelle zwischen den beiden Softwarewelten, um die Daten auszutauschen“, so Lamparter.
Die Schnittstelle wurde von dem SAP-Partner ASS.TEC aus Villingen-Schwenningen programmiert, nachdem der act/cut-Anbieter Alma das Schwarzwälder IT-Systemhaus empfohlen hatte.
Lagerverwaltung und Fertigungsaufträge
Der erste Projektschritt – die Kommunikation zwischen der SAP Lagerverwaltung und der Lagerverwaltung in act/cut ‑ war den Programmieraufwand betreffend die kleinere Aufgabe und benötigte vier Tage. Deutlich aufwändiger waren Konzept, Planung und Programmierung des zweiten Teils der Schnittstelle für die Übertragung der Fertigungsauftragsdaten zwischen beiden Bereichen.
Seit die Schnittstelle in Betrieb ist und alle Datensätze zwischen den beiden Systemen austauscht, gibt es im Lager und in der Fertigung keine manuell erstellten Listen mehr. In der Verwaltung erfolgt die Buchung des exakten Rohmaterialverbrauchs sofort, so dass in SAP die korrekten und aktuellen Bestände jederzeit in Echtzeit transparent sind, heißt es.
Dadurch sind laut Anbieter die Arbeitsabläufe schneller, die Maschinenauslastung wird höher und die Abrechnung und der Cash-Flow werden ebenfalls beschleunigt.
„Insgesamt ist das Projekt sehr glatt verlaufen. Die Programmierarbeiten wurden alle remote von Ass.Tec ausgeführt und ich konnte die Schritte auf dem Testsystem bei uns im Betrieb testen. Eine kurze Rückmeldung genügte und etwaige Veränderungen oder Kundenwünsche wurden umgehend ausgeführt“, erklärt Lamparter abschließend.
www.rehm-blechtec.de
www.asstec.com
Bildquelle: © Rehm Blechtec