Kunden können künftig Funktionen, die auf den Cisco Webex Meeting Server basieren, aus deutschen T-Systems-Rechenzentren beziehen.
Viele Unternehmen stehen webbasierten UCC-Angeboten skeptisch gegenüber. Mit Lösungen aus einer sicheren Private Cloud verbinden Betriebe Sicherheit mit den Vorteilen des Cloud-Betriebes.
Viele Unternehmen stehen webbasierten Lösungen und Cloud-Angeboten skeptisch gegenüber. Vor allem, wenn es sich um Collaboration-Lösungen handelt. Schließlich transportieren solche Lösungen zum Teil auch wichtige interne Informationen, also auch solche, die für die Konkurrenz interessant sein könnte. Da Sicherheit zumeist Priorität hat, verzichten Unternehmen an diesen Punkt oft auf die Flexibilität und Wirtschaftlichkeit, die eine Cloud verspricht. Ein neues UCC-Angebot von Cisco und T-Systems will nun die bisherigen Gegensätze von Skalierbarkeit, Sicherheit und Flexibilität aufheben.
Das neue UCC-Angebot basiert auf der Hosted Collaboration Solution (HCS) von Cisco. T-Systems wird Unternehmen das Komplettpaket für Lösungen von rund 700 bis tausend Nutzern aufwärts über eine sichere Private-Cloud-Infrastruktur zur Verfügung stellen. Die Tochter der Deutschen Telekom übernimmt den Betrieb der Lösung und hostet die Nutzerdaten in einem TÜV-geprüften Hochsicherheitsrechenzentrum in Deutschland. Das Hosting stützt sich auf Sicherheitsprotokolle und Datenschutzprozesse, die europäischen Richtlinien und der deutschen Gesetzgebung entsprechen.
Zum Funktionsumfang gehören neben Sprach- und Videodiensten auch Präsenz- und Instant-Messaging-Lösungen sowie Systeme für Desktop-Video, Web-Conferencing und den Betrieb von Vermittlungsplätzen. Wer Nachrichten versendet oder Meetings initiiert, soll sich laut Anbieter darauf verlassen können, dass er die Adressaten auf mindestens einem der zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle sicher erreicht. Ebenso zuverlässig sollen die Empfänger steuern können, wann und wie sie erreichbar sind. Das Einsatzspektrum reicht von Bürotischgeräten über mobile Endgeräte und kann an Telepresence-Raumsysteme gekoppelt werden. Um sowohl die Services als auch die Endgeräte zeitnah und flexibel verfügbar zu machen, erhalten berechtigte Nutzer Zugang zu einem Webportal, über das sich die Komponenten kurzfristig buchen lassen.
Darüber hinaus werden Cisco und T-Systems praxisbezogene Leistungspakete zusammenstellen. Die Pakete sollen vordefinierte Arbeitsplätze enthalten, die marktübliche Kommunikationsabläufe abbilden und dabei etwa 80 Prozent aller Anforderungen erfüllen. Die unterschiedlichen vorkonfigurierten Angebote erlauben Unternehmen einen schnellen Einstieg in die Lösung, die am besten passt.
Die enge Entwicklungspartnerschaft von Cisco und T-Systems markiert in der Zusammenarbeit von Herstellern und Systemhäusern einen neuen Weg. Erstmals arbeitet Cisco so intensiv mit einem deutschen Cloud-Partner zusammen, um seine Produktpalette umfassend als Providerlösung bereit zu stellen. Andererseits ermöglicht die Partnerschaft T-Systems ihren Weg als Private-Cloud-Anbieter weiter fortzusetzen. Nachdem der Systemintegrator bereits seit zwei Jahren Private Clouds für Großunternehmen auf Basis von Microsoft-Diensten betreibt, geht die Telekom-Tochter mit Cisco einen Schritt weiter und bietet nun UCC-Lösungen aus der Private-Cloud an.
Auf diese Weise wollen beide Anbieter die anwendernahe Weiterentwicklung der Produkte sicherstellen. So zum Beispiel im Umfeld des webbasierten Kollaborations- und Videokonferenzsystem Webex. T-Systems-Kunden erhalten damit künftig eine Alternative, Funktionen des Konferenzdienstes basierend auf dem „Webex Meeting Server“ aus den deutschen Rechenzentren der Telekom-Tochter zu beziehen.
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