Ransomware führt bei jedem zweiten Angriff zu Betriebsschließungen
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55 Prozent der deutschen Unternehmen, die von einem Ransomware-Angriff getroffen wurden, mussten den den Betrieb herunterfahren, so die Studie The Global Cost of Ransomware von Illumio Inc. Sie zeigt, dass Ransomware-Angriffe die Geschäftsabläufe von Unternehmen erheblich beeinträchtigen und zu finanziellen Verlusten führen. 45 Prozent berichteten von erheblichen Umsatzeinbußen. 36 Prozent sahen sich gezwungen Stellen abzubauen und 34 Prozent haben Kunden verloren.
Die Studie analysiert das Ausmaß der Bedrohung durch Ransomware und die von Unternehmen ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken und Minderung der Auswirkungen. Wichtige Erkenntnisse der Studie sind:
„Ransomware ist allgegenwärtiger und schädlicher denn je, doch nicht jeder Angriff muss zwangsläufig zu Betriebsunterbrechungen oder schwerwiegenden geschäftlichen Misserfolgen führen“, sagte Trevor Dearing, Director of Critical Infrastructure bei Illumio. „Unternehmen müssen auf betriebliche Resilienz setzen und dazu Maßnahmen wie Mikrosegmentierung ergreifen, die Angreifer daran hindern, kritische Systeme zu erreichen. Wenn Angriffe bereits frühzeitig eingedämmt werden, können Unternehmen ihre wichtigsten Systeme und Daten schützen und Millionenkosten für Downtime, Umsatzeinbußen und Reputationsschäden einsparen.“
Cloud- und hybride Umgebungen bleiben Schwachstellen, da Angreifer ungepatchte Systeme ausnutzen
Die zunehmende Vernetzung von Geschäftssystemen und Geräten erschwert es Unternehmen, sich gegen Ransomware-Angriffe zu verteidigen. Unternehmen sehen die Cloud als am verwundbarsten an. 40 Prozent geben an, dass ein Mangel an Visibilität in hybriden Umgebungen die Reaktion auf Ransomware-Angriffe behindert.
Desktops und Laptops sind nach wie vor mit 52 Prozent die Geräte, die am meisten kompromittiert werden. Phishing (45 Prozent) und Remote Desktop Protocol (RDP, 31 Prozent) werden als häufigste Einstiegspunkte für Ransomware genannt. 62 Prozent der Angriffe breiteten sich über das Netzwerk aus und infizierten weitere Geräte. In mehr als der Hälfte dieser Fälle (56 Prozent) nutzten Angreifer ungepatchte Systeme, um sich lateral zu bewegen und sich weitreichendere Rechte zu verschaffen.
Unternehmen investieren viel in die Abwehr von Ransomware, aber die Bemühungen greifen zu kurz
Laut der Studie wird fast ein Drittel der IT-Budgets (30 Prozent) für Mitarbeitende und Technologien aufgewendet, die Ransomware-Angriffe verhindern, erkennen, eindämmen und lösen sollen. Dennoch bleiben Angriffe erfolgreich: Laut der Studie waren 89 Prozent der Unternehmen bereits Opfer eines Ransomware-Angriffs, obwohl 59 Prozent von ihrer Security Posture überzeugt waren.
Viele der Unternehmen setzen außerdem auf die Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff und scheitern dabei. 52 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ein vollständiges und genaues Backup eine ausreichende Verteidigung gegen Ransomware darstellt. Doch nur 11 Prozent konnten nach einem Angriff alle betroffenen Daten wiederherstellen.
Die Studie identifiziert zudem weitere zentrale Herausforderungen bei der Verteidigung gegen Ransomware, unter anderen diese:
Der vollständige Bericht The Global Cost of Ransomware steht hier zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen sind auch auf dem Blog von Illumio verfügbar.