Lifesize, worauf mittelständische Unternehmen bei der Auswahl eines Videokonferenzsystems vor allem achten sollten und warum das Aufzeichnen von Videomeetings mitunter durchaus sinnvoll sein kann.">
UC: Interview mit Uwe Klatt, Lifesize

Rechtssichere Videokonferenzen

Im Interview erklärt Uwe Klatt, Regional Director Central and Northern Europe bei dem Videokonferenzanbieter Lifesize, worauf mittelständische Unternehmen bei der Auswahl eines Videokonferenzsystems vor allem achten sollten und warum das Aufzeichnen von Videomeetings mitunter durchaus sinnvoll sein kann.

„Da stets Menschen für die Sicherheit einer IT-Infrastruktur mitverantwortlich sind, wird es auch bei Videokonferenzen immer ein Restrisiko geben“, glaubt Uwe Klatt, Regional Director bei Lifesize.

ITM: Herr Klatt, auf welche Funktionen sollte man bei der Auswahl einer Videokonferenzlösung achten?
Uwe Klatt:
Mittelständler sollten vor allem auf vier Dinge achten: Einfachheit, Interoperabilität, Skalierbarkeit sowie die Möglichkeit, Gastzugänge zu vergeben.

Gerade einfache Lösungen sind besonders wichtig, da Mittelständler selten über ein großes IT-Team verfügen. Hier ermöglichen Cloud-Lösungen eine automatisierte Verbindung zwischen allen videofähigen Geräten. Dabei können die Anwender intuitiv per Video miteinander kommunizieren, ohne dass komplexe technische Vorbereitungen oder Expertenwissen im Unternehmen notwendig sind. Zudem ist Interoperabilität wichtig – sowohl was die verwendeten Geräte als auch das Zusammenspiel mit anderen Lösungen angeht. Eine zukunftssichere Videolösung sollte alle Arten von Smartphones, Laptops bis hin zu professionellen Videosystemen für Meetingräume verbinden. Zudem sollte sie auch mit Lösungen anderer Anbieter kompatibel sein, um den Kreis der möglichen Gesprächspartner nicht zu beschränken. Nicht zuletzt ermöglichen Skalierbarkeit und Flexibilität mittelständischen Unternehmen, die Lösung ihren Kapazitäten und Bedürfnissen anzupassen.

ITM: Welche Knackpunkte erkennen Sie dabei?
Klatt:
Viele IT-Manager sorgen sich, dass sie ihre Videolösung nicht für alle Gesprächspartner einsetzen können, da insbesondere kleinere Partner selten über ein eigenes System verfügen. Deshalb sollten sie eine Lösung wählen, mit der sie Gastzugänge oder einen Link zu einer browserbasierten WebRTC-Lösung verschicken können. So können sich alle Gesprächspartner einwählen, egal über welche Ausstattung sie verfügen. Vernachlässigen können Mittelständler hingegen teure, hausinterne Infrastrukturen etwa für große Konferenzschaltungen. Solche Anforderungen lassen sich durch Cloud- oder Softwarelösungen heute kostengünstig lösen. Auch große fest installierte Raumsysteme sind wenig sinnvoll.

ITM: Worauf gilt es, hinsichtlich der Sicherheit von Videokonferenzen zu achten?
Klatt:
Da stets Menschen für die Sicherheit einer IT-Infrastruktur mitverantwortlich sind, wird es immer ein Restrisiko geben. Nichtsdestotrotz bieten professionelle Videolösungen wesentlich mehr Sicherheit als kostenlose Consumer-Tools. Das garantieren technische Sicherheitsvorkehrungen wie etwa automatische Sperren bei Fehlermeldungen, Passwortinitialisierungen, Datenverschlüsselungen und NAT/Firewall Traversals.

ITM: Inwieweit archiviert man heutzutage Videokonferenzen?
Klatt:
Firmen zeichnen Videoinhalte vor allem für Schulungen oder Management-Updates auf. So kann das Know-how weit gestreut werden und alle Mitarbeiter können jederzeit darauf zugreifen. In manchen Branchen, z.B. im Rechtsbereich, gelten auch Vorschriften, die eine Aufzeichnung und Archivierung notwendig machen. Weniger sinnvoll ist die Aufbewahrung bei fortlaufenden Inhalten, die schnell veralten. Wenn Unternehmen etwa wöchentliche Video-Calls zu einem bestimmten Projekt machen, würde die Archivierung viel Speicherplatz in Anspruch nehmen. Zudem würde sich wahrscheinlich selten ein Mitarbeiter die Mühe machen darin nach bestimmten Informationen zu suchen.

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