Kommentar von Michael Bernau, Dell Software Group

Rechtzeitige Migration zahlt sich aus

Die Zeit für Windows XP in den Unternehmen läuft ab. Jetzt wird es höchste Zeit, das Thema Migration auf die Tagesordnung zu setzen.

Michael Bernau, Brand Manager DACH bei der Dell Software Group

Es ist schon erstaunlich: Auch rund zwölf Jahre nach der Markteinführung laufen Schätzungen zufolge weltweit noch immer rund 40 Prozent der PCs unter Windows XP. Im April 2014 will Microsoft endgültig die technische Unterstützung einstellen. Doch viele Unternehmen fangen erst jetzt an, sich mit einer Migration auf Windows 7 oder Windows 8 zu befassen. Wenn noch nicht geschehen, ist es jetzt höchste Zeit dafür. IT-Abteilungen, aber auch Systemhäuser, müssen Szenarien zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung eines Umstiegs auf Windows 7 oder Windows 8 entwerfen.

Zur Vorbereitung müssen Unternehmen auf jeden Fall eine Inventur der vorhandenen Systeme und der Softwarelizenzen erstellen. Das ist übrigens kein einmaliger Akt. Vielmehr ist die Bestandsaufnahem eine immer wiederkehrende Managementaufgabe, die Unternehmen aber gerne vernachlässigen.

Sorgfältige Inventur entscheidend

Eine sorgfältige Inventur der Computer, Applikationen und Betriebssysteme, mit denen Anwender arbeiten, ist entscheidend für den Erfolg eines Migrationsprojekts. Hier zeigt sich beispielsweise, welche veralteten Systeme ausgetauscht werden müssen und ob es nicht genutzte Softwarelizenzen gibt. Wichtig ist die Inventur aber auch, um mögliche Kompatibilitätsprobleme vorhandener Standard-, aber auch selbsterstellter Applikationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Erst nach der Auswertung der Bestandsaufnahme sollte eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob auf allen physischen Endgeräten im Unternehmen einheitlich Windows 8 installiert wird oder ob virtuelle Desktops eingerichtet werden. Nutzen die Mitarbeiter mobile Endgeräte, sollten auch diese bei einer Modernisierung der Client-Infrastruktur berücksichtigt werden. Unternehmen müssen darauf achten, dass ihr Lizenzmanagement alle Computerarbeitsplätze im Unternehmen abdeckt – also auch mobile und externe Geräte wie Smartphones, Tablets, Notebooks und Heimarbeitsplätze.

Nicht zu vergessen: Unternehmen sollten ein Migrationsprojekt auch für eine gründliche Renovierung nutzen, um beispielsweise ihren Datenbestand aufzuräumen, wichtige von aktuell nicht mehr benötigten Files zu trennen und veraltete sowie überflüssige Applikationen auszusortieren. Eine rechtzeitige Migration, verbunden mit dem „Ausmisten von Daten“ spart Zeit und Geld.

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