Hauptsitz der Adam Opel AG in Rüsselsheim
Die Glasfaserinfrastruktur realisiert durch die Stadtwerke in Rüsselsheim bildet dabei das Kernstück der City Cloud. „In Rüsselsheim kommen mehrere positive Faktoren zusammen“, konstatiert Staatssekretär Horst Westerfeld, Hessisches Ministerium der Finanzen. Rüsselsheim gehört nicht nur zu den hessischen Städten, die die Verlegung der Hochgeschwindigkeitsglasfaser vorantreiben. Hier findet sich zudem einer der größten europäischen Rechenzentrumsbetreiber mit einem Cloud- Spezialisten aus dem benachbarten Trebur zusammen. „Die Kooperation der verschiedenen Partner aus der Region für ein Cloud-Angebot ist ein wichtiger Schritt für ein neues, zukunftsorientiertes Geschäftsmodell“, so Staatssekretär Westerfeld, Bevollmächtigter der Hessischen Landesregierung für E-Government und Informationstechnologie.
„Nur dank der Glasfaser, die Gigabit-Netzwerk-Tempo bis ins Rechenzentrum bietet, kann in der Cloud so gearbeitet werden wie mit dem Server im Keller“, bekräftigt Hans-Peter Scheerer, Geschäftsführer der Stadtwerke Rüsselsheim GmbH (SWR). Von den Stadtverordneten haben die Stadtwerke den Auftrag erhalten, mit ihrer Tochtergesellschaft Glasfaser SWR GmbH den flächendeckenden Bau einer Glasfaserinfrastruktur für das Stadtgebiet voranzutreiben. Als Pilotprojekt wurde das Gewerbegebiet Hasengrund einschließlich der umliegenden Wohnbebauung ausgewählt, da hier bisher nur eine schlechte Internetanbindung zur Verfügung steht.
Standards im Hinblick auf Energieeffizienz
„Die City Cloud Rüsselsheim ist das Zusammenspiel eines wirklich modernen Kommunikationsnetzes mit einem hochverfügbaren Rechenzentrum“, erläutert Wendelin Meyer-Mölck, Geschäftsführer Vertrieb der E-Shelter Facility Services GmbH. Mit diesem Rechenzentrum soll jedes Unternehmen, ob kleiner Gewerbetreibender oder Mittelstand, das Sicherheitsniveau eines DAX-Konzerns erreichen. Das rund 4.500 Quadratmeter große Rechenzentrum ist im November 2012 eröffnet worden und setzt hinsichtlich der Energieeffizienz Standards: Gekühlt wird laut Anbieter mit Frischluft, einer sogenannten Hybridaußenluftkühlung, die bis zu 30 Prozent Energiekosten gegenüber konventioneller Kühlung einspart.
„Jedes Rüsselsheimer Unternehmen kann von den sicheren Anwendungen aus der City Cloud profitieren“, sagt Ralf Adebar, Lösungsspezialist der NCT-Gruppe. Das Spektrum reicht dabei von einfachen Anwendungen für die Datensicherung bis zu vollständigen Office-Lösungen, die mit Mobilgeräten direkt unterstützt werden. „Diese Dienste können ohne langfristige Vertragsbindungen zu Preisen angeboten werden, die in den meisten Fällen günstiger zu nutzen sind als der Betrieb eigener IT-Systeme.“
Für Mittelständler attraktiv
Die Leistungsstärke und Ausbaufähigkeit der eingesetzten Cloud-Dienste zeigt sich in dem Umstand, dass sich NCT der Hard- und Software von IBM bedient. „Damit kommen Rüsselsheimer Unternehmen, auch wenn sie klein sind, in den Genuss von High-End-Lösungen, die sonst gewöhnlich nur Großunternehmen zur Verfügung stehen“, erklärt Adebar. „IBM stellt im Rahmen der City Cloud Initiative Unternehmen Cloud-Dienste zur Verfügung, die flexibel, skalierbar und bedarfsorientiert geliefert werden. Wie frisches Wasser sprudelt IT aus der City Cloud“, fasst Jens Köhler, Direktor General Business Organisation & Midmarket IBM-Deutschland, zusammen.
Bis zum Herbst wird die Glasfaser im Stadtteil Hasengrund verlegt sein. Zum Ende des Jahres wird die City Cloud an den Start gehen. Die Stadtwerke selbst werden neben dem Bau und der Unterhaltung der Infrastruktur des Glasfasernetzes auch Produkte für den Endkunden anbieten, konkret Internet, Fernsehen und Telefon.
www.ruesselsheim.de
www.stadtwerke-ruesselsheim.de
www.e-shelter.de
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