Netzwerk

SaaS vereinfacht Betrieb internationaler IT-Infrastruktur

Truma Gerätetechnik bereinigte seine IT-Landschaft mit Standardisierung auf einer Cloud-Plattform. So entstand eine zentrale, transparente und skalierbare Netzwerkbasis.

  • Cloudgestützte DDI-Steuerung als IT-Basis für vernetzte Produktion

  • SaaS macht Abfragen sowie Quellen standortübergreifend sichtbar

  • Das Threat-Defense-Dashboard liefert Sicherheitsüberblick auf DNS-Ebene

Das Industrieunternehmen Truma Gerätetechnik aus Putzbrunn bei München ist seit über 75 Jahren ein Spezialist für Reisemobilausstattung. In den vergangenen Jahren ist es international gewachsen und betreibt heute zehn Geschäftseinheiten in sieben Ländern.

Die Ausgangssituation: Hoher Aufwand durch unterschiedliche IT-Netzwerke

Um die Basis für weiteres Wachstum zu schaffen und wandelnde Kundenbedürfnisse zu erfüllen, braucht Truma leistungsfähige IT: Kernelement ist dabei ein Netzwerk, das anpassungsfähig, schnell, zuverlässig und sicher ist und auch zur Cloud-First-Strategie passt. Die Fähigkeit, geschäftskritische DNS- und DHCP-Dienste sicher zu skalieren und zuverlässige Leistung und Transparenz für das gesamte Unternehmen zu liefern, ist für Truma entscheidend. In der Vergangenheit führte die durch zahlreiche Übernahmen sehr heterogene IT- und Netzwerkinfrastruktur-Landschaft zu teilweise hohem manuellem Aufwand, eingeschränkter Transparenz und erhöhtem Risiko für Betriebsunterbrechungen.

„Wir stießen auf Barrieren zwischen den Systemen, was Informationsaustausch und die Zusammenarbeit erschwerte“, erklärt Andreas Schmidt, IT-Systemingenieur bei Truma. Das Unternehmen wickelte bisher den größten Teil seines DNS-Traffics über Microsoft DNS, Active Directory und verschiedene Domain-Controller ab. „Es wurde deutlich, dass wir unsere Netzwerkinfrastruktur zentralisieren und standardisieren müssen, damit jeder Standort auf der gleichen Grundlage für IP-Dienste, DNS und DHCP arbeitet“, so Schmidt weiter.

Zusätzlich zu den Herausforderungen in Bezug auf Sichtbarkeit und Skalierbarkeit sah sich Truma auch mit wachsenden Sicherheitsanforderungen konfrontiert. Jeder Standort betrieb seine eigenen Altsysteme und Konfigurationen, was punktuell zu Inkonsistenzen und Schwachstellen führte. Schmidt und sein Team sahen sich außerdem mit ständigen Bedrohungen wie Datenexfiltration und Ransomware konfrontiert, die beide DNS-Pfade ausnutzen. Es fehlte aber eine umfassende Möglichkeit, diese Bedrohungen mit einem kleinen Team, das sich sowohl um das Netzwerk als auch Sicherheit kümmern muss, zuverlässig zu erkennen und zu stoppen.

Die Lösung: Schrittweise zur cloudgestützten Netzwerksteuerung

Um das Risiko zu verringern und die Verwaltung zu vereinfachen, benötigte das Unternehmen eine moderne, über die Cloud verwaltete Lösung, die effizient über alle Benutzer und Standorte hinweg skaliert, ohne dabei die Komplexität zu erhöhen oder die Arbeitslast zu steigern.

Nach der Standardisierung der DDI-Verwaltung mit Infoblox NIOS DDI erhielt das IT-Team von Truma die Transparenz, Zuverlässigkeit und Automatisierung, die es für die Verwaltung von DNS, DHCP und IP-Adressen in seinem wachsenden Netzwerk benötigte. Die NIOS-Implementierung verband die Truma-Zentrale in Putzbrunn über das Infoblox Grid mit vier Niederlassungen und sorgte so für Redundanz und kontinuierliche Verfügbarkeit der DDI-Dienste. Zum ersten Mal konnte das IT-Team interne und externe DNS über eine einzige Schnittstelle verwalten und so den Zeitaufwand für wöchentliche Aktualisierungen von Stunden auf Minuten reduzieren.

Im Zuge des weiteren Wachstums wollte Truma über die NIOS-Basis hinaus von einer rein cloudbasierten DDI-Lösung profitieren. Mit einem SaaS-Modell (Software-as-a-Service) für grundlegende Netzwerkdienste an neuen Standorten kann das Unternehmen global skalieren, das Onboarding effizienter gestalten und die zentrale Kontrolle von jedem Ort aus beibehalten. Die Infoblox Universal DDI-Plattform (UDDI), die auf den virtuellen NIOS-X-Appliances basiert, erfüllte diese Anforderungen. Durch das Hinzufügen von UDDI konnte Truma die DNS-, DHCP- und IP-Adressdienste über alle Einheiten hinweg vereinheitlichen. „Wir wollten eine Verwaltung, die nicht an einen Standort gebunden ist, sondern von überall aus erreichbar ist“, erklärt Schmidt.

Die Standardisierung auf Universal DDI gab Truma auch die Gewissheit, seine Umgebung im Zuge des Unternehmenswachstums zu skalieren. Unterstützt wird dies durch integrierte Automatisierungs- und Rollback-Funktionen, die die Konfiguration vereinfachen und den Verwaltungsaufwand reduzieren.

Das Ergebnis: Einfachheit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit für ein globales Netzwerk

Heute bringt die nahtlose Migration ein neues Maß an Einfachheit und Geschwindigkeit. Aufgaben, die früher tagelange manuelle Arbeit erforderten, können jetzt in wenigen Minuten erledigt werden. „Durch die Standardisierung mit Universal DDI konnten wir global skalieren und zehn Unternehmen in sieben Ländern einbeziehen, ohne lokale Partner oder zusätzliches Personal. Das wäre mit unseren alten Systemen unmöglich gewesen“, erklärt Schmidt.

Universal DDI hat auch eine größere Transparenz geschaffen. Jedes Gerät, jede DNS-Abfrage, jede Verbindung ist von einem Portal aus sichtbar, wodurch die blinden Flecken beseitigt werden, die früher das Risiko von Ausfallzeiten erhöhten.

Mit Infoblox Threat Defense ist die Sicherheit nun direkt in den täglichen Netzwerkbetrieb eingebunden und bietet Schutz auf der DNS-Ebene sowie Echtzeiteinblicke für alle Benutzer und Standorte. „Da alles in einer einzigen Plattform zusammenläuft, kann das Team Probleme schneller erkennen und darauf reagieren, anstatt stundenlang zu suchen”, betont Andreas Schmidt.

Darüber hinaus bietet Threat Defense eine sichere DNS-Auflösung und blockiert automatisch Geräte, die sich mit bekannten bösartigen Zielen verbinden. Mithilfe von KI und maschinellem Lernen zur Erkennung von Verhaltensbedrohungen werden auch Zero-Day-Bedrohungen im DNS-Traffic erkannt, Wochen und sogar Monate bevor ein Angriff aktiv werden kann.

Truma hat für seine weltweiten Standorte durch die Standardisierung von DDI eine einzige, moderne, über die Cloud verwaltete Grundlage geschaffen, die sich problemlos skalieren lässt und gleichzeitig das Netzwerk sicher und widerstandsfähig hält. Für das IT-Team ist das zunehmend komplexes Netzwerkumfeld damit gut beherrschbar. Durch zentralisierte, cloudgestützte Kontrolle kann das Onboarding neuer Tochtergesellschaften ohne zusätzliche Mitarbeiter oder Abhängigkeit von lokalen Partnern umgesetzt werden. Es besteht eine deutlich verbesserte Sichtbarkeit, Transparenz und Netzwerksicherheit und eine IT-Infrastruktur, die weiteres Wachstum erlaubt.

Bild: Truma

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