Ein Storagesystem aus der Dell Equalogic-Familie
Nichts wächst unendlich, heißt es. Doch wer einen Blick auf das Datenwachstum der letzten Jahre wirft, könnte glatt zu einem anderen Schluss kommen. Laut einer IDC-Studie von 2011 verdoppelt sich das Datenvolumen alle zwei Jahre und hat noch 2011 die 1,8-Zettabyte-Marke erreicht (das entspricht 1,8 Billionen Gigabyte). Etwas handlicher ausgedrückt: Die Gesamtdatenmenge entspricht mehr als 200 Milliarden HD-Filmen von jeweils zwei Stunden Länge; das reicht für 47 Millionen Jahre ununterbrochenen Filmgenuss.
Dieses horrende Datenwachstum wird durch verbesserte Technik und immer niedrigere Kosten vorangetrieben. So haben sich nach Einschätzung von Storage-Experten die Kosten für die Erzeugung, Erfassung, Verwaltung und Speicherung von Informationen in den letzten fünf Jahren auf ein Sechstel verringert. Im gleichen Zeitraum sind die Investitionen von Unternehmen in die IT um mindestens 50 Prozent gestiegen.
Das größte Problem dieser Datenmassen in den Unternehmen: Aus Kostengründen ist es kaum möglich, alle Unternehmensdaten komplett auf jeweils aktuellen Hochleistungsfestplatten zu speichern. So nehmen viele Unternehmen den über die Jahre hinweg entstehenden Wildwuchs aus unterschiedlichen technischen Systemen hin, um die Daten verfügbar zu halten.
Deshalb ist eine Lösung notwendig, die alle Daten "flüssig" genug hält - selten genutzte Daten müssen kostengünstig gespeichert, aber gleichzeitig akzeptabel schnell verfügbar sein. Das entsprechende Konzept von Dell nennt sich "Fluid by Design". Systeme, die darauf beruhen, speichern Informationen basierend ihrer "Bedeutung" auf der dazu passenden Storagetechnologie.
Datenbereiche mit einem hohen Zugriff werden auf schnellen Medien wie SSDs oder 15k SAS-Festplatten abgelegt (Tier 1). Sinken die Zugriffe auf die Daten, so werden sie automatisch auf langsamere, aber günstigere Medien (Tier 3), verlegt. Der umgekehrte Weg ist auch möglich: Werden die Daten wieder öfter nachgefragt, so werden sie auf die höhere und schnellere Ebene angehoben.
Das Verlagern der Daten geschieht nicht auf Dateiebene, sondern auf der Ebene der Datenblöcke, aus denen die Dateien bestehen. Ein Beispiel: In Mail-Postfächern wird auf die neueren Mails sehr häufig zugegriffen. Die entsprechenden Datenblöcke werden auf die schnelle Ebene gelegt, die restlichen Mails auf die langsamere Ebene.
Eine wichtige Folge dieser effizienten Technologie: Das Kapazitätswachstum geschieht vorwiegend in den langsameren Bereichen, da immer mehr ehemals "heiße" Daten dort hinzugefügt werden. Dies senkt mittelfristig die Kosten.
Fluid by Design bedeutet aber auch Effektivität in der Auslastung der Systeme. Leere, ungenutzte aber zugeordnete Bereichen in den Systemen gibt es fast nicht mehr. Ein sehr umfangreiches Reporting informiert die Administratoren über die Auslastung und Entwicklung der Kapazitäten. Weiterhin sind die Systeme schnell aufrüstbar, zum Teil durch einzelne Festplatten.
Für NAS-Geräte (Network Attached Storage) hat Dell ein skalierbares Dateisystem entwickelt (Dell Fluid FS). Seine Kapazität und seine Leistung können online während des laufenden Betriebs erweitert werden.
Dell bietet es auf den Gerätefamilien
EqualLogic und
PowerVault an. Die HighEnd-Systeme der
Compellent-Familie werden ab dem Herbst ebenfalls mit Dell Fluid FS ausgerüstet. Im nächsten Jahr werden die Systeme mit den aus der Datensicherung bekannten Deduplikationsfunktionen ergänzt.
Weitere Informationen gibt es auch hier:
dell-businesshelden.de