Eines der Trendthemen der diesjährigen Cebit war das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), das hinter hunderten von Produkten und Services steckt, die auf der Computermesse in Hannover vorgestellt wurden.
Der Trend ist eindeutig: Eine wachsende Anzahl sehr unterschiedlicher Geräte werden an das Internet angeschlossen. Dabei geht es um etwas, was der Harvard-Ökonom Michael E. Porter als „smarte, vernetzte Produkte und Services“ bezeichnet.
All dies läuft auf eine wichtige Erkenntnis hinaus: Hier entsteht gerade ein Milliardenmarkt, von dem die deutsche Wirtschaft ein gutes Stück erobern kann. Die Cebit zeigte, dass vor allem Unternehmen aus dem Feld der Informationstechnologie schon das Potenzial des Internets der Dinge erkannt haben. Auch der deutsche Mittelstand steigt kräftig ein und kann dabei auf Services von deutschen Industriemarktführern zurückgreifen. So bieten Bosch, Siemens und auch T-Systems eine Softwareplattform für das Internet der Dinge an, die eine gute Basis für eigene IoT-Projekte ist.
Kurzum: Unternehmern haben jetzt die Chance, mit neuen Angeboten in einen neuen Bereich einzusteigen. „Das IoT ist ein lernender Markt“, sagt Digitalberater Bernhard Steimel. „Die Vorreiter unter den Anbietern und Herstellern sammeln jetzt wichtige Erkenntnisse über smarte Produkte und Services, die ihnen Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen.“ In einem umfangreichen Praxisleitfaden* hat er Tipps und Hilfen für die Entwicklung von Produkt- und Service-Innovationen zusammengestellt.
Der Leitfaden nimmt sechs Branchen aus Handel, Dienstleistung und Industrie in den Fokus und beantworten wichtige Zukunftsfragen für das Management:
Mit diesen thematischen Schwerpunkten richtet sich der Leitfaden vor allem an Unternehmer und Manager, die ihre Geschäftsmodelle langfristig erfolgreich an die Dynamik im Internet der Dinge anpassen und neue Wertschöpfungspotenziale erschließen wollen. Wichtige Erfolgskriterien sind dabei neben dem Know-how der Mitarbeiter auch die Leistungsfähigkeit des IoT-Stacks und der darauf arbeitenden Anwendungen.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Leitfadens ist das Smart Service Design. Er widmet sich allen Phasen dieses Prozesses, beginnend bei der Gestaltung eines Geschäftsszenarios mit Design Thinking, über die Entwicklung des Service mit agilen Methoden bis hin zur Skalierung des Geschäftsmodells.
Großen Wert legen die Autoren außerdem auf die moderne und digitale Unternehmensorganisation. „Innovative Geschäftsmodelle entstehen nicht voraussetzungslos“, betont Bernhard Steimel. „Sie erfordern auf der einen Seite innovativ denkende Mitarbeiter und auf der anderen eine agile Organisation, die diese Mitarbeiter bei der Gestaltung von smarten Produkten und Services unterstützt.“
*Offenlegung: IT-Zoom-Mitarbeiter Ingo Steinhaus ist Coautor der Studie.
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