Sichere Cloud ohne Probleme
Cloudservices wie SkyDrive oder Dropbox sind praktisch, aber unsicher - nicht erst seit dem Prism-Skandal. Geschäftskritische Unternehmensdaten haben nichts in einer Public Cloud verloren. Auf der anderen Seite steht der Komfort von Cloud-Diensten aller Art. Es ist schlicht und einfach praktisch, bestimmte Daten auch unterwegs nutzen zu können und dabei immer aktuelle Versionen verfügbar zu haben.
Es gibt diesen Komfort natürlich auch ohne Dienste in der Public Cloud. Das Stichwort lautet “Private Cloud”, also gesicherte Nachbilden von Clouddiensten im abgeschirmten Rechenzentren - inklusive Verschlüsselung und Zugangskontrolle. Das ist aus Kostengründen ein typisches Thema für die Corporate IT größerer Unternehmen.
Doch auch der Mittelstand muss nicht auf Cloud-Komfort verzichten. Es gibt inzwischen einige Lösungen wie zum Beispiel cFos Personal Net. Die Software ist in erster Linie ein leistungsfähiger, aber kostengünstiger (€ 12,90) Webserver für Windows 7/8. Sie unterstützt aber auch drei grundlegende Cloud-Funktionen: Online-Festplatte sowie Synchronisierung von Terminen und Kontakten.
Das ist vollkommen ausreichend für Teams oder kleinere Unternehmen. Als vollständiger Webserver kennt das Produkt eine Benutzerverwaltung mit Passwortvergabe, so dass nur authorisierte Nutzer auf Dateien zugreifen können. Um den Zugriff via Internet zu erlauben, ist eine öffentlich verfügbare URL über einen Service wie SynDNS.org notwendig sowie eine entsprechend konfigurierte Weiterleitung im Router.
Einen integrierten Terminkalender gibt es übrigens nicht, die CalDAV/CardDAV-Schnittstelle ist lediglich für die Synchronisierung von Kalendern und Kontakten via Smartphone oder Tablet zuständig. Wer Desktop-PC mit installiertem Outlook synchronisieren will, benötigt zusätzlich das neue Produkt cFos Outlook DAV. Es ist ein ein Outlook Add-in um einen Kalender-Ordner mit einem CalDAV-Server wie cFos Personal Net zu verbinden.
Wie diese Erläuterungen zeigen, ist das Produkt weit von der einfachen Konfigurierbarkeit herkömmlicher Lösungen in der Public Cloud entfernt. Dafür hat es mehr Möglichkeiten und kann auch zur Webentwicklung eingesetzt werden. Die Sicherheit des Produktes entspricht der eines handelsüblichen Webservers: So können auf Wunsch alle Verbindungen über das verschlüsselte SSL-Protokoll abgewickelt werden.
Wer es lieber einfacher möchte und mit reiner Dateispeicherung zufrieden ist, sollte zu TeamDrive greifen. Dieses Produkt ist eine Kombinations aus Clients für verschiedenen Betriebssystemen (Windows, Mac, iOS, Android) und einem Server für die Synchronisierung. Dieser Server kann entweder selbst installiert, in einem Rechenzentrum gehostet oder beim Hersteller als Clouddienst genutzt werden.
TeamDrive arbeitet mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das heißt: Die Daten werden auf dem Client verschlüsselt und in verschlüsselter Form synchronisiert. Der Schlüssel ist nur auf den Clients hinterlegt, so dass zum Beispiel ein Server-Anbieter nichts mit den Daten anfangen kann.
Die Software ist aber keine “Online-Festplatte”. Sie überwacht statt dessen beliebige lokale Ordner auf einem Client und synchronisiert den Inhalt mit den anderen Clients. Eine Benutzerverwaltung sorgt dafür, dass nur bestimmte Leute Zugriff auf die Daten haben. Dabei ist jederzeit ein Offline-Zugriff ohne Internetverbindung möglich.
TeamDrive gibt es auch als kostenlose Version, die aber eine Einschränkung auf maximal zwei Gigabyte zur Synchronisierung hat. Die Personal-Version ist nicht eingeschränkt und kostet 30 Euro pro Jahr. Eine spezielle Professional-Version kostet 60 Euro pro Jahr oder 6 Euro pro Monat. Sie hat erweiterte Funktionen für den Business-Einsatz.
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