IT-Verantwortliche und -Entscheider sollten beim Umstieg auf Windows 10 auf gewisse Dinge achten.
Wie jedes Betriebssystem weist auch Windows 7 Sicherheitslücken auf, die nach dem Support-Ende nicht mehr geschlossen werden. Erst Mitte Mai 2019 hatten Microsoft und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer gravierenden Sicherheitslücke in allen Windows-Versionen bis Windows 7 gewarnt. Es bestand die latente Gefahr eines Angriffs mit Schadsoftware, die sich wurmartig weiterverbreitet. Wer jetzt auf Windows 10 umsteigt, hat die Chance, unkalkulierbare Kosten zu vermeiden.
An folgende Punkte sollten IT-Verantwortliche und -Entscheider beim Umstieg auf Windows 10 denken:
Umstellungen von Betriebssystemen sind komplexe Projekte und dauern in der Regel länger, als allen lieb ist. Es empfiehlt sich deshalb eine Aufwandsschätzung vom Umstellungstermin her rückwärts gerechnet. Stehen nicht ausreichend interne Ressourcen zur Verfügung, sollten diese extern eingekauft werden.
Das Projekt sollte nicht unter Zeitdruck ausgeführt werden. In diese Planung gehört zudem die Überlegung, wie viele Geräte in vorher definierten Zyklen ein Upgrade erhalten und wie viel Support die interne IT dazu leisten kann. Es empfiehlt sich, mit der IT-Abteilung und weiteren Key-Usern zu starten.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Es bietet sich an, die bestehende Hardware auf Kompatibilität zu überprüfen und bei Bedarf auszutauschen. Fragen, die dabei auftauchen: Gibt es lieferbare Standardmodelle? Nutzt das Unternehmen Rahmenverträge mit Lieferanten und Herstellern? Wurden die Kosten fürs Handling im Beschaffungsprozess berücksichtigt?
Die größte unangenehme Überraschung kann darin bestehen, dass eine führende Applikation des Unternehmens unter Windows 10 nicht funktioniert. Firmen sollten Windows 10 deshalb in einer Pilotphase für den Gebrauch testen. In der Vorprojektphase sollte auch geklärt werden, welche nativen Einstellungen in Windows 10 beibehalten werden können und welche nicht. Wichtig ist ebenso die Klärung der Frage durch die IT-Verantwortlichen, welche Version von Windows 10 benötigt wird und welche Einschränkungen die gewählte Version mit sich bringt.
Die IT sollte in jedem Fall eine automatisierte Sicherung von User-Profilen und individuellen Daten aufsetzen. Parallel sollten die User wichtige Dokumente vorab sichern, damit ihnen diese nach dem Rollout sofort wieder zur Verfügung stehen.
Es empfiehlt sich, das Upgrade auf Windows 10 mit einer Schulung für Mitarbeiter zu verbinden. Die Vorteile sind:
Bei der Umstellung auf Windows 10 sollten Unternehmen überdenken, welche Lösung sie fürs Device Management nutzen möchten. Microsoft bietet hierfür eine hybride Lösung für Smartphones, PCs und Laptops an, die die IT zentral steuern kann. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die IT feste Patching- und Update-Zyklen plant, da bei Windows 10 mindestens alle 30 Monate eine neue Version aufgespielt werden muss.
Bei der Umstellung auf ein neues Betriebssystem sind die dafür nötigen Lizenzen schnell gekauft. Vergessen werden dabei aber oft wichtige und nicht ganz einfach zu setzende Sicherheits-Settings, die Office 365 und Windows 10 betreffen. Dabei geht es u. a. um die Regulation des Zugriffs mobiler Geräte, die Synchronisation von Kontakten, die Einrichtung einer Zwei-Wege-Authentifizierung oder die Verwaltung der Kennwörter, mit denen sich Anwender bei den Diensten von Office 365 anmelden. Wenn IT-Verantwortliche unsicher sind, kann es sinnvoll sein, externe Microsoft-Experten wie die von Busitec hinzuzuziehen. Sie wissen, welche Einstellungen gesetzt werden müssen.
Bildquelle: Microsoft