Protokollierung und Überwachung ist der Schlüssel für bessere Kontrolle über die Daten in einer Cloud in (nahezu) Echtzeit.
Neben der Sicherheit müssen die Verantwortlichen auch zahlreiche betriebswirtschaftliche und rechtlich-regulatorische Faktoren berücksichtigen. Der Spagat zwischen zu realisierenden Kostenvorteilen auf der einen und Sicherheitsbedenken auf der anderen Seite setzt den IT-Betrieb zusätzlich unter Druck.
Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen, die einen Wechsel in die Cloud in Betracht ziehen, daher bewusst neue organisatorische Richtlinien, Kompetenzen und Maßnahmen planen und umsetzen. Um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten, müssen die Verantwortlichen nicht nur die Applikation selbst, sondern auch die zugrunde liegende Infrastruktur auf Schwachstellen prüfen. Gleichzeitig steht auch der jeweilige Cloud-Anbieter in der Verantwortung.
In Infrastructure-as-a-Service-Modellen (IaaS) stellt der Cloud-Anbieter die Infrastruktur (Server, Virtualisierung, Speicher, Netzwerk) als Dienstleistung zur Verfügung und der Kunde führt virtuelle Maschinen auf dieser Infrastruktur aus. Einige Provider erlauben den Zugriff auf Sicherheitsfunktionen wie Datenbankkonfiguration, Firewall, Clustering oder Gruppenrichtlinien. Damit ist klar, wo die Verantwortung des Providers endet. Denn wie diese Bausteine eingerichtet werden, ist Sache des Kunden. Sind sie fehlerhaft konfiguriert, kann das die Sicherheit erheblich gefährden. Selbst wenn nur ein Teil der sensiblen Daten und Anwendungen in der Cloud gehostet ist, kann schnell das gesamte Portfolio gefährdet sein.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 6/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Gartner weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass mindestens 95 Prozent der Sicherheitsvorfälle durch die Kunden selbst verschuldet werden. Auch laut den Top-10-Risiken für die Anwendungssicherheit des Open Web Application Security Project (OWASP) gehören Fehlkonfigurationen seit Jahren zu den Hauptbedrohungen. Folgende Punkte sollten zur Gewährleistung der Sicherheit der Cloud-Architektur befolgt werden:
Containerisierung wird oft als Virtualisierung der nächsten Generation bezeichnet. Cloud-native Technologien wie Docker ermöglichen dabei die kontinuierliche Skalierbarkeit der Infrastruktur und damit eine hohe Anpassungsfähigkeit. Vor allem Docker wird jedoch häufig wegen der mangelnden Sicherheit kritisiert. Doch eine Container-Infrastruktur lässt sich ähnlich sicher betreiben wie traditionelle Setups. Die sichere Verwendung von Cloud-Sicherheitskontrollen und deren Integration in sogenannte CI/CD-Pipelines (Continuous Integration/Continuous Delivery) sind die Voraussetzungen für Transparenz, Agilität und Geschwindigkeit in der Software-Bereitstellung. Im Rahmen der Cloud-Nutzung ist es ratsam, die Entwicklung einer ausgereiften Software-Sicherheitsinitiative zu verfolgen. Eine solche Initiative sollte laut Florian Thurmann, Director Software Security Operations bei Synopsys Software, diese sechs Maßnahmen umfassen:
Diese bildet das Rückgrat der Cloud-Sicherheit. Sie sollten deshalb:
Die Verantwortlichen sollten:
Die grundlegende Infrastruktur für die Cloud sollte sicher sein. Von daher sollte man auf Folgendes achten:
Der Schlüssel zu besserer Kontrolle über die Daten in einer Cloud in (nahezu) Echtzeit. Empfohlene Maßnahmen:
Die Verantwortlichen benötigen einen soliden Vorfallreaktionsplan, auch als Incident Response Plan (IRP) bezeichnet, um die Auswirkungen eines Vorfalls einzudämmen. Wichtig sind:
Die Verwendung eines automatisierten Sicherheitsmechanismus kann ein kostengünstiger Ansatz für Cloud-Umgebungen sein.
Bildquelle: Thinkstock/iStock