Kennwörter sollten aus einer Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.
Laut Verizon Data Breach Investigations Report sind 80 Prozent der Datenschutzverstöße auf mangelhafte Passwortsicherheit zurückzuführen. Anders gesagt: Mit einer guten Passworthygiene gehört man schnell zu den sicheren 20 Prozent. Damit das gelingt, gilt es, wachsam zu sein und die Augen offen zu halten.
Da E-Mail-Adressen häufig mit weiteren Online-Konten verknüpft sind, kann ein Cyberkrimineller eine kompromittierte E-Mail-Adresse für seine Zwecke missbrauchen. Angenommen ein Anwender verwendet eine E-Mail-Adresse für mehrere Plattformen, dann kann ein Cyberkrimineller die „Passwort vergessen“-Funktion nutzen und die Anmeldedaten zurückzusetzen. Die Folge: Der Kriminelle hat unbefugten Zugriff auf alle Konten, die er zurücksetzen möchte.
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Oder eine E-Mail-Adresse wird zum Ausgangspunkt für einen Identitätsdiebstahl. E-Mails enthalten oft eine Reihe persönlicher Informationen, die gegen dessen legitimen Benutzer verwendet werden können. Beispielsweise können per E-Mail versendete HR- oder Bewerbungsformulare mit persönlichen Daten von Cyberkriminellen missbraucht werden.
Darüber hinaus kann sich ein Cyberkrimineller über eine kompromittierte E-Mail-Adresse gegenüber Kollegen, Freunden und der Familie als der eigentliche Account-Eigner ausgeben; er kann beispielsweise das E-Mail-Konto nutzen, um Phishing-E-Mails zu erstellen und diese an das Netzwerk des Opfers zu senden, etwa um vorzutäuschen, dass das Opfer in finanziellen Schwierigkeiten steckt, und so vom arglosen Freundeskreis Geld einzufordern.
Problemtisch ist es aber auch, wenn Cyberkriminelle über die E-Mail-Adresse Einblick in die täglichen Aktivitäten des Opfers erhalten. Wenn beispielsweise ein Flug oder ein Hotelzimmer gebucht wurde und per E-Mail bestätigt wird, kann ein Krimineller diese Informationen für einen ungestörten Einbruch nutzen. Zum Glück hat Keeper Security fünf einfache Regeln parat, mit denen sich Unternehmen und Nutzer schützen können:
Erstellen von sicheren Passwörtern: Die Verwendung eines Zufallsgenerators für Passwörter hilft, um einzigartige Passwörter zu erstellen. Starke Kennwörter bestehen aus einer Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, die durch einen Brute-Force-Angriff nur schwer zu erraten sind. Noch besser sind moderne Passkeys.
Aktivieren der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Selbst wenn ein Cyberangreifer Zugriff auf eine E-Mail erhält, kann die Aktivierung von 2FA/MFA per SMS oder die Verwendung eines Passwortmanagers mit integrierten TOTP-Codes jeden unbefugten Zugriff verhindern, da der Cyberangreifer zusätzliche Informationen über eine zweite oder sogar dritte Verifizierungsmethode eingeben muss.
Einsatz eines Dark-Web-Überwachungs-Tools: Ein Überwachungsprogramm, welches das Dark Web nach kompromittierten Passwörtern durchsucht, benachrichtigt den Account-Nutzer, falls seine Anmeldedaten im Dark Web gefunden werden.
Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen: Eine Cybersicherheitslösung kann die Sicherheitslage überprüfen und eine Übersicht potenzieller Schwachstellen geben. Das veranlasst Nutzer oder IT-Teams dazu, Präventivmaßnahmen zu ergreifen, bevor Cyberangreifer Schwachstellen ausnutzen können.
Einsatz eines Passwortmanagers: In jedes IT-Security-Tool-Set gehört ein sicherer Passwortmanager, der auf einer Zero-Trust- und Zero-Knowledge-Architektur basiert und eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung bietet. Ein Passwortmanager sollte zudem einfach und intuitiv anzuwenden sein.
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