Emmi erzielt nun bessere Restlaufzeiten in der Haltbarkeit und ist schneller am Markt.
Durch den Einsatz der spezialisierten Lösung erreichte der Milchkonzern nicht nur Kosteneinsparungen, sondern auch eine halbierte Wiederbeschaffungszeit vieler Artikel und eine Planung der über 6.000 Produkte jeweils 18 Monate im Voraus. Die Optimierungssoftware für die Absatzplanung und Bestandsoptimierung des Aachener Entwicklers Inform ermöglicht Emmi einen standortübergreifenden Integrated-Business-Planning-Prozess (IBP). Das System führt alle Informationen entlang der Lieferkette transparent zusammen und integriert Absatz-, Bestands-, Lieferketten- und Finanzdaten in einem einzigen Planungsschritt. Durch die Einführung der Prognose- und Optimierungsalgorithmen konnte Emmi wichtige Marktchancen realisieren, die man früher aufgrund mangelnder Transparenz nicht erkannt hätte, insbesondere durch den optimierten Einsatz der Waren.
Ziel des Projekts war es, eine mittel- und langfristige, rollierende Absatz- und Umsatzplanung aufzubauen, abgestimmt auf das Supply Chain Management (SCM). Die Absatzplanung des Sortiments an Milchprodukten erfordert komplexe Planungsentscheidungen, nicht zuletzt aufgrund der schnell schwankenden Nachfrage und der Heterogenität der vielen regionalen Märkte. Nach der einheitlichen Einführung von SAP als Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) hat Emmi schnell gemerkt, dass die bestehenden Lösungen die Anforderungen für eine konsequente Umsetzung eines standortübergreifenden IBP-Prozesses nicht erfüllen. Daher suchte der Milchverarbeiter nach einer Lösung, wie er die Daten aus SAP weiter aufbereiten und daraus einen rollierenden, 18-monatigen Forecast-Plan ableiten kann.
Die Wahl fiel auf die Prognose- und Optimierungsalgorithmen des deutschen Software-Entwicklers Inform. „Umsatz, Absatz und Kostenentwicklung planen wir nun integriert in einem einzigen Prozess“, sagt Stefan Ziswiler, Head Processes & Systems bei Emmi. „So können wir transparent Chancen und Risiken abwägen, Szenarien simulieren und strategisch planen.“ Die Demand Planner müssen sich nur noch um die Artikel kümmern, bei denen die Algorithmen Unsicherheiten prognostizieren. Sowohl an den 15 Standorten des Heimatmarktes in der Schweiz als auch in Deutschland kommt das für jedes ERP nutzbare Add-on-System in der Absatzplanung zum Einsatz. Rollouts für weitere Länder wie den USA sind in Vorbereitung.
Bildquelle: Emmi