Erst 33 Prozent der deutschen Autohändler nutzten im vergangenen Jahr Facebook, Twitter, Xing und ähnliche Kanäle. Gegenüber 2011 bedeutete dies allerdings eine Steigerung: Damals hatten lediglich 17,9 Prozent der Händler einen eigenen Auftritt in den sozialen Netzwerken.
Beliebtheitsskala der Händler: Facebook vor Twitter und Xing
Wenn es um Social Media geht, hat Facebook laut Studie mit Abstand die größte Nutzergemeinde bei den Autohändlern: Auf dieser Plattform bewegen sich 98,2 Prozent der Umfrageteilnehmer, die Social Media verwenden. Es folgen in der Beliebtheit der Micro-Blogging-Dienst Twitter (14,5 Prozent) und Xing (12,1 Prozent) vor Youtube (10,9 Prozent) und Google+ (10,3 Prozent). Social Media wird in 83 Prozent der Fälle für die allgemeine Darstellung des Unternehmens genutzt. 73,3 Prozent der in sozialen Netzwerken aktiven Händler gaben an, entsprechende Kanäle zu nutzen, um über eigene Veranstaltungen zu informieren.
Der Verkauf über Social Media spielt für freie Händler (68,1 Prozent) eine größere Rolle als für Markenhändler (61 Prozent). Vor allem Gebrauchtwagen werden über Soziale Netzwerke angeboten – das gaben 80,2 Prozent der Social-Media-affinen Händler an. Neufahrzeuge werden hier nur von 55,4 Prozent der entsprechenden Händler präsentiert. Der Anteil von Social Media am Verkauf ist gestiegen: Für 51,5 Prozent spielte bei der Verkaufsanbahnung auch Social Media eine Rolle. 2011 lag diese Quote erst bei 44,7 Prozent. Vier von zehn Händlern (40 Prozent) stellen ihre Service- und Werkstattleistungen dar. Aber auch Gewinnspiele haben hier eine Bedeutung – dafür verwenden 30,9 Prozent Facebook und Co.
Für die Suche nach neuem Personal kommen die Sozialen Netzwerke ebenfalls zum Einsatz (21,2 Prozent). Rund ein Drittel (32,1 Prozent) der Händler ist mit seinen Aktivitäten im Bereich Social Media zufrieden. 58,2 Prozent bewerten ihre entsprechenden Aktivitäten neutral.
Jeder fünfte Händler nutzt Videos für Onlinemarketing
Laut Studie greift mittlerweile etwas mehr als ein Fünftel (21,6 Prozent) der Händler auf Videos zurück, um im Internet zum Beispiel auf zu verkaufende Fahrzeuge aufmerksam zu machen. Die Nutzung von Videos für Onlinemarketing ist bei Markenhändlern mit einer Quote von 30,7 Prozent stärker ausgeprägt, als bei freien Händlern (12,4 Prozent). Ein kleiner, aber wachsender Teil der befragten Händler bietet mittlerweile auch eine eigene Smartphone-App an: 8,8 Prozent im Jahr 2012 gegenüber 6 Prozent in 2011. Vornehmlich geht es dabei um das Abrufen aktueller Angebote im Gebrauchtwagenbereich (86,4 Prozent) und um Terminvereinbarungen (81,8 Prozent).
Klassische Website bei Händlern weit verbreitet
Während Social Media sich bei den Händlern erst langsam durchsetzt und Angebote wie die Smartphone-App noch Nischenprodukte in der Branche sind, ist die klassische Website für die überwiegende Mehrheit bereits Standard: 84,2 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten 2012 eine eigene Website. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 1,9 Prozentpunkten. Vor allem Markenhändler besitzen eine eigene Website (95,6 Prozent), bei den freien Händlern sind es 72,7 Prozent. In den meisten Fällen (38,2 Prozent) soll die Website vor allem dazu dienen, Informationen rund um die Dienstleistungen des Händlers zu liefern. Gut ein Fünftel (22,3 Prozent) nutzt die Website zur Neukundengewinnung. Die Pflege von bestehenden Kundenkontakten ist hier nachrangig: Lediglich in 5,5 Prozent der Fälle wird die Website dafür genutzt.
Für die Studie wurden Ende 2012 in Deutschland 251 markengebundene und 249 freie Händler befragt.
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