Veraltete Security-Tools erkennen Angriffe meist nur mithilfe bekannter Virensignaturen, IP-Adressen oder Angriffsmuster.
Der Wettkampf zwischen Cyberkriminellen und Security-Experten ähnelt in gewisser Weise dem berühmten Rennen zwischen Hase und Igel. Zunächst verschlüsselten Hacker vor allem Produktionsdaten. Unternehmen wehrten sich mit Lösungen, die eine schnelle Wiederherstellung der Daten über Backups ermöglichten. Dann verlegten sich die Angreifer darauf, Backups zu zerstören oder zu verschlüsseln. Die IT konterte mit unveränderlichen Backups. Jetzt stehlen Kriminelle Daten und drohen, diese im Dark Web zu veröffentlichen. Damit stehen Unternehmen erneut vor der Frage, wie sie ihre Daten ausreichend absichern können.
Viele herkömmliche oder veraltete Security-Tools erkennen Angriffe meist nur mithilfe bekannter Virensignaturen, IP-Adressen oder Angriffsmuster. Neuartige Attacken von unbekannten Quellen lassen sich damit aber häufig nicht entdecken und abwehren. Zur Abwehr aktueller Angriffe sollten Unternehmen daher auch Datenmanagement-Lösungen wie etwa von Cohesity mit integrierten Funktionen für Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) einsetzen. Mithilfe dieser Technologien lassen sich Warnungen auslösen, die den IT-Datenadministrator benachrichtigen, wenn Backup-Datenänderungen oder Zugriffsraten auf der Grundlage historischer Trends von der Norm abweichen.
All dies könnte auf einen Angriff hindeuten. Die Funktionen können auch anzeigen, dass ein Nutzer beispielsweise zu ungewöhnlichen Zeiten auf größere Mengen sensibler Daten zugreift. Über die Integration mit SOAR-Plattformen (Security Orchestration, Automation and Response) lassen sich dann Abwehrmaßnahmen oder eine weitere Authentifizierung über einen zusätzlichen Faktor auslösen. Unternehmen sollten dies mit einer integrierten Lösung für Datensicherheit und Data Governance ergänzen. Dann können sie mithilfe von KI/ML-Systemen ihre Daten klassifizieren, um sensible Informationen zu erkennen. Erst wenn bekannt ist, welche sensiblen Daten wo gespeichert sind, lässt sich feststellen, wer darauf Zugriff hat, um sie vor Angriffen zu schützen. Die Datenklassifizierung mit vordefinierten Richtlinien, etwa für die DSGVO, erleichtert dabei die Compliance.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen können ein Datendiebstahl oder Ransomware-Angriffe erfolgreich sein. In diesem Fall benötigen Unternehmen die Möglichkeit für eine schnelle Wiederherstellung der Daten. Doch die Backups dürfen dabei nicht zuvor verändert worden sein, etwa durch unerwünschte Verschlüsselung oder das Löschen durch einen Angreifer.
Daher ist es wichtig, dass Kunden Lösungen der nächsten Generation einsetzen, die unveränderbare Backup-Snapshots bieten. Die Unveränderbarkeit stellt sicher, dass kein unbefugter Nutzer oder keine unbefugte Anwendung die „goldene“ Kopie des Backups verändern kann. Ist diese Eigenschaft von Anfang an eingebettet, ist die ursprüngliche Kopie der Daten besser vor unerwünschten Manipulationen geschützt.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Darüber hinaus empfiehlt sich das Aktivieren von Datalock in der Backup-Richtlinie. Der Snapshot wird dann mit einer zeitlich begrenzten Sperre versehen, die selbst der Sicherheitsbeauftragte nicht löschen kann. Nicht zuletzt ist im Falle eines Angriffs eine schnelle Wiederherstellung das A und O. Daher benötigen Unternehmen moderne Datenmanagement-Lösungen, die sofortige Massenwiederherstellungsfunktionen bieten. Damit lassen sich Ausfallzeiten minimieren. Gleichzeitig bleibt die Marke des Unternehmens geschützt und die Kunden sind zufrieden.
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