CRM als Erfolgsfaktor

Teildigitalisierung ohne Nebenwirkungen

Vertrieb und Marketing bilden die Speerspitze der Digitalisierung. Die Hamberger Industriewerke stellen sich mit einer Cloud-Lösung vertriebs- und marketingseitig zukunftssicher auf.

  • CRM als Erfolgsfaktor

    Im Projekt „Digitalisieren, ohne zu überfordern“ wurde bei Hamberger ein CRM-Systems für Vertrieb und Marketing noch vor der geplanten S/4Hana-Transformation eingeführt.

  • CRM als Erfolgsfaktor

    Hinter den Hamberger Industriewerken verbirgt sich ein Hersteller für Bodenbeläge und WC-Sitze.

Die Hamberger Industriewerke sind Hersteller für Bodenbeläge und WC-Sitze. Mit mehr als 2.600 Mitarbeitern fertigt das Unternehmen für fast alle bekannten Anbieter dieser Welt Toilettensitze und stellt unter der Marke Haro hochwertige Bodenbeläge her. Auf Basis eines Sägewerks, einer Zündholzfabrikation und einer Ziegelei begann im 19. Jahrhundert die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, welches sich bis heute in Familienbesitz mit Hauptsitz im bayrischen Stephanskirchen befindet.

Anfang 2020 stand Hamberger vor der Herausforderung einer SAP-S/4Hana-Transformation. Gleichzeitig benötigte der Vertrieb schnellere Vertriebsprozesse, ein effizienteres Reporting, eine ganzheitliche Sicht auf den Kunden und vor allem eine vereinfachte Zusammenarbeit zwischen den Business-Funktionen. Erfahrungsgemäß dauert eine S/4Hana-Transformation im gehobenen Mittelstand vom Kick-off bis zum Go-live durchschnittlich zwei Jahre. Sollte der Vertrieb wirklich so lange auf eine Verbesserung warten müssen?

Camelot ITLab empfahl dem Unternehmen nach Sichtung der Anforderungen und Konzeption einer zukunftssicheren Lösung eine schlanke Einführung eines Customer-Relationship-Management-Systems (CRM) auf Basis der SAP Sales und Service Cloud vor dem anstehenden Enterprise-Resource-Planning-Projektstart (ERP). Vertrieb und Marketing setzten dabei als erster Fachbereich komplett auf eine Cloud-basierte Lösung im Bereich „CRM“. Unter dem Titel „Digitalisieren, ohne zu überfordern“ wurde das Projekt als Vorzeigeprojekt für den Mittelstand ausgezeichnet. Es hat gezeigt, dass es auch mit den Ressourcen eines Mittelständlers möglich ist, die Digitalisierung voranzutreiben, indem man wie bei einem chirurgischen Eingriff, einen Teil des Gesamtsystems digitalisiert, ohne den Rest zu gefährden.

Viele Anforderungen, eine Lösung

Der Wunsch von Hamberger war eine CRM-Lösung, die das Unternehmen für die Anforderungen des Marktes stärkt. Dies erreichten die Industriewerke durch eine Optimierung der historisch gewachsenen mittelständischen Prozesse und durch eine Modernisierung der IT-Infrastruktur. Dabei wurden drei Kernziele vor dem Projekt definiert und in der Umsetzung stetig hinterfragt.

Unterschiedliche Prozessanforderungen konsolidieren: Pro Geschäftsbereich gab es mehrere Abteilungen mit unterschiedlichen Vertriebsprozessen für z.B. Baumärkte, Hersteller, Fachhändler oder Großkunden im Handel. Diese Anforderungen galt es zu konsolidieren und in einer gemeinsamen Plattform abzubilden.

Ganzheitliche Sicht auf Kunden befähigen: Daten sollten für übergreifende Auswertungen aus verschiedenen Systemen konsolidiert werden. Zusätzlich wurden einige Datenpunkte erstmals erhoben. Zudem musste für das Vertriebsteam eine einheitliche Dokumentation von Kundenaktivitäten gefunden werden, die Service-Aktivitäten, Erfassung von Gutschriften und andere Aufgabengebiete einschließt.

Pragmatisches Stammdaten-Management mit strategischem Ausblick: Da eine umfassende Stammdatenbereinigung im S/4Hana-Projekt geplant war, musste ein Weg für ein strategisches und gleichzeitig pragmatisches Vorgehen für die Stammdaten im neuen CRM-System gefunden werden.

Sportlicher Zeitplan

Das Projekt wurde in nur vier Monaten umgesetzt. Ein durchdachter Lösungsansatz stellte sicher, dass der Projektfahrplan das mittelständische Unternehmen nicht überfordert. Durch die zügige Umsetzung und die konsequente Vorbetrachtung künftiger Anforderungen im Projekt, inklusive der damit verbundenen Kundenstammdatenbereinigung, konnte nicht nur wie ursprünglich geplant Hamberger Sanitary vor dem Go-live vertrieblich digitalisiert werden, sondern die komplette Gruppe inklusive Haro und Haro Sports. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Die Implementierung erfolgte stufenweise. Während der Digitalisierung der Geschäftsprozesse eines Fachbereichs blieb die produktive Arbeit der anderen Fachbereiche unberührt. Benachbarte Geschäftsbereiche konnten wie gewohnt und ohne Ausfälle mit dem alten System weiterarbeiten. Bereits heute erzielt der Vertrieb mehr Abschlüsse und Umsatz, Anwender wie das Management sind zufrieden mit dem Ergebnis des Projekts.

Hamberger Industriewerke GmbH
Branche: Holzindustrie/Sanitärtechnik
Gründung: 1866
Hauptsitz: Stephanskirchen
Mitarbeiter: 2.600

Bildquelle: Hamberger Sanitary GmbH

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