„No Code“-Ansatz

Transparente Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten

Im Interview erläutert Gerhard Knoch, Chief Executive Officer bei Procad, die Rolle einer digitalisierten Product-Lifecycle-Management-Lösung für mittelständische Industrieunternehmen.

„No Code“-Ansatz

„Gerade am Anfang ist es wichtig, dass Kunden selbstständig agieren können“, sagt Gerhard Knoch.

ITM: Herr Knoch, wie schätzen Sie die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen mittelständischen Industrie ein?
Gerhard Knoch:
Wir haben in Deutschland das Glück, einen starken Mittelstand mit viel Erfahrung und Expertise in den verschiedensten Branchen zu haben. Auf der Agenda jener Mittelständler steht dennoch weiterhin die Digitalisierung ihrer Prozesse, was aber nicht von heute auf morgen erledigt ist. Die Produktentwicklung spielt hierbei eine große Rolle, denn sie ist der Anfang eines jeden Produkts. Daher fängt die Digitalisierung für uns bereits an dieser Stelle beim Datenmanagement an. Werden die Daten rund um ein Produkt effizient verwaltet,  fördert dies die Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus sehen wir in einem digitalisierten und einheitlichen Product Lifecycle Management (PLM) einen entscheidenden weiteren Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Industrie.

ITM: Inwieweit können Industrieunternehmen durch den Einsatz eines digitalisierten PLM Wettbewerbsvorteile erlangen?
Knoch:
Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen arbeitet noch mit Dokumenten, die in physische Aktenordner abgelegt werden: Das ist nicht zeitgemäß. Die  Konkurrenz kommt sehr gut digitalisiert auch aus anderen Märkten, wie Asien oder den USA. Über die Produktentwicklung und Marktreife bis zum Vertrieb und Service lebt ein Produkt sehr lange in seinem Produktlebenszyklus. Daher ist es wettbewerbsentscheidend für Unternehmen, von Anfang an alle Daten zu einem Produkt digital zur Verfügung zu haben.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITM: Worauf sollten KMU bei der Auswahl einer Lösung achten?
Knoch:
Als Erstes muss die PLM-Lösung im Standard die Anforderungen des Unternehmens erfüllen und konfigurierbar sein. Im zweiten Schritt ist die schnelle Einführung wichtig, um den Nutzen für das Unternehmen zügig zu realisieren und gleichzeitig die Kehrseiten einer zu langwierigen Implementierung zu vermeiden. Zu diesem Zweck muss die Einführung durch einen Best-Practice-Ansatz unterstützt werden. Außerdem sind aus meiner Sicht folgende drei Kriterien bei der Auswahl wichtig:

  • Benutzerfreundlichkeit: Die Bedienoberfläche muss direkt intuitiv verständlich sein.
  • Alles läuft über die Cloud: Die Lösung sollte auch in einer Cloud-Umgebung verfügbar sein, sodass Prozesse oder Dokumente entweder sofort oder in einem nächsten Schritt in diese migriert werden können.
  • Partner der Wahl: Unternehmen wechseln ihre PLM-Lösungen nicht von heute auf morgen. Daher muss der Lösungsanbieter als Partner auch passen, man geht schließlich eine langfristige Beziehung ein.

Grundsätzlich geht es heute  mehr denn je um Geschwindigkeit. Das gilt nicht nur für den Mittelstand, auch große Unternehmen können es sich nicht leisten, Zeit zu verlieren. Genau das wird durch die genannten Faktoren unterstützt.

Bildquelle: Procad

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