Bull unterstützt Schmidt + Clemens bei Virtualisierung

Umbau für die Zukunft

Eine Studie des Sicherheitsanbieters Symantec hat herausgefunden, dass sich Mittelständler über die zunehmende Komplexität ihrer Rechenzentren Sorgen machen, primär verursacht durch Mobility, Cloud oder Virtualisierung. Indes zeigt das Beispiel eines Stahlherstellers aus dem Rheinland, wie man mit dieser Komplexität erfolgreich umgehen kann.

Das Produktportfolio bei Schmidt + Clemens ist breit gefächert. Hauptabsatzmarkt ist die petrochemische Industrie.

Die „Schmidt + Clemens-Gruppe“ (S+C) ist zumindest im geografischen Sinne ein „Hidden Champion“, denn das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der beschaulichen Kleinstadt Lindlar vor den Toren Kölns. Doch das gilt nur für die Lage: Auf seinem Markt verfügt der Stahlhersteller über eine globale Sichtbarkeit und produziert an Standorten in Spanien, Brasilien, Malaysia und Saudi-Arabien. Zudem betreibt man Vertriebsbüros in den USA, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese zeugen zusammen mit mehr als 30 Handelsvertretungen von der weltweiten Präsenz des Industrieunternehmens. Kurzum: S+C ist ein typischer global agierender deutscher Mittelständler.

Dieser internationale Auftritt bedingt auch eine weltweit vernetzte und leistungsstarke IT, die kontinuierlich an die weitere Unternehmensentwicklung angepasst werden muss. So betreibt und administriert der Stahlspezialist vom Standort Lindlar aus beispielsweise rund 350 Arbeitsplatzrechner, 80 Laptops und 60 Server. Von den 350 Bürorechnern gelten 200 Stück als Office-PCs. Das heißt, die Anwender nutzen sie überwiegend mit Standardsoftware wie etwa Microsoft Office 2003 und der SAP-Eingabemaske und stellen keine hohen Anforderungen an die Hardware.

Mit Unterstützung des IT-Anbieters Bull wurden diese 200 Office-Rechner („Fat Clients“) nun mittels VMware View sukzessive virtualisiert und anschließend in ein Thin-Client-Konzept überführt – ein Schritt zur Prozessvereinfachung und Modernisierung der IT. Diese Virtualisierung war auch Teil eines ausgeklügelten Gesamtkonzeptes von Thomas Taterra, dem IT-Verantwortlichen von S+C. „Wir analysieren fortlaufend unsere IT dahingehend, ob sie in der Lage ist, auch die langfristigen strategischen Unternehmensziele zu erfüllen“, erläutert der IT-Chef. Dazu gehören sowohl Infrastruktur, Server und Storage als auch die Unternehmensnetze.

RZ auf dem Firmengelände

Ein weiteres Ergebnis dieser Analyse war, dass S+C beim Betrieb seines Rechenzentrums schon bald an seine Grenzen stößt, wenn nicht bald eine adäquate Modernisierung und eine gute Absicherung erfolgen. Der besondere Prüfstein dabei: Das komplett erneuerte Rechenzentrum muss unbedingt auf dem Firmengelände Platz haben. Taterra: „Wie bei vielen anderen mittelständischen Unternehmen war es auch für uns aus Kosten- und Effizienzgründen nicht darstellbar, das Data Center sozusagen auf die grüne Wiese auszulagern.“ Ein weiteres Argument war, dass vom Rechenzentrum am Hauptsitz des Unternehmens aus auch die interne Cloud betrieben wird, die sämtliche benötigten Anwendungen und Services für alle Niederlassungen weltweit bereitstellt. Das heißt: Bei dem Mittelständler ist man zwingend darauf angewiesen, zentral die gesamte IT im Griff zu haben.

Aus diesem Grund holte man Bull ins Boot. Im ersten Schritt wurden von dem IT-Spezialisten alle Hardwarekomponenten des Unternehmens standardisiert, homogenisiert und beispielsweise auf Bullion-Server sowie EMC-Storage- und -Netzwerkkomponenten migriert. Anschließend implementierten Mitarbeiter des IT-Anbieters eine Sicherheitszelle nach dem „Raum-im-Raum-Konzept“ in einem stillgelegten Gebäudetrakt. In dieser Zelle findet die komplette derzeitige IT-Infrastruktur von S+C Platz. Sie ist mit modernen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet: Zugangskontrolle, Brandfrüherkennung und -melder, Löschanlagen und doppelte Auslegung aller Versorgungskomponenten. Zudem lässt sich das derart umgestaltete neue Rechenzentrum bei Bedarf einfach vergrößern und wächst so mit den künftigen Anforderungen. „Dieses Konzept mit der Sicherheitszelle ließ sich für uns in einem preislich überschaubaren Rahmen realisieren. Es ist für einen Mittelständler wie uns eine geeignete Lösung, mit Maß und Ziel hohe Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und bei den Investitionskosten im Rahmen zu bleiben“, resümiert CIO Taterra.

In Übereinstimmung mit dieser Einschätzung stellte die eingangs erwähnte ­Symantec-Studie übrigens fest, dass Unternehmen die zunehmende Komplexität ihrer Rechenzentren auffangen wollen. 63 Prozent erwägen demnach, ihr Rechenzentrum neu auszurichten – ein Schritt, den S+C bereits unternommen hat und sich somit fit für die Zukunft gemacht hat.


Über Schmidt + Clemens (S+C)

  • Geschäftsfeld: Das Familienunternehmen bietet Lösungen aus Edelstahl und hat sich als internationaler Spezialist für Schleuder- und Formguss sowie Schmiedekomponenten etabliert.
  • Gründung: 1879
  • Hauptsitz: Lindlar
  • Mitarbeiter: rund 1.000

www.schmidt-clemens.de

Bildquelle: © Schmidt + Clemens

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