Besucher auf der Elektronikmesse IFA vor neuen TV-Geräten auf dem Stand eines Herstellers.
Der Umsatz im sogenannten Home Electronics Markt sei 2022 insgesamt um 1,3 Prozent auf knapp 48,4 Mrd. Euro gesunken, wie der Branchenverband GFU am Freitag mitteilte.
Die Pandemie-Jahre hatten der Branche laut GFU eine unerwartete Sonderkonjunktur beschert. „Kunden hatten und haben nun wieder eine größere Auswahl an Möglichkeiten, ihr Geld auszugeben, beispielsweise für Urlaube, Kultur und Restaurantbesuche“, erklärte GFU-Geschäftsführerin Sara Warneke. Außerdem schränkten steigende Energiekosten und höhere Lebensmittelpreise das für andere Ausgaben zur Verfügung stehende Budget ein.
Der Umsatzrückgang im Jahr 2022 fiel aber nicht so deutlich aus wie die Zuwächse zuvor. Im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie im Jahr 2019 sei der Markt 2022 um rund 13,5 Prozent gewachsen.
Die Marktentwicklung fällt in den verschiedenen Segmenten höchst unterschiedlich aus. Bei den privat genutzten IT-Produkten verzeichnet der Verband einen starken Rückgang von 11,1 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro. Im Segment „Unterhaltungselektronik“ sank der Umsatz um 7,2 Prozent auf knapp 8,3 Mrd. Euro. Bei den Elektro-Hausgeräten blieb der Umsatz mit insgesamt 17,6 Mrd. Euro nur knapp unter den Vorjahreszahlen (minus 1 Prozent).
Mehr Freude hatten Hersteller und Händler an dem Segment der privat genutzten Telekommunikationsprodukte mit einem Umsatzzuwachs von 8,5 Prozent auf mehr als 14,7 Mrd. Euro. Wachstumstreiber waren die „Core Wearables“, also beispielsweise drahtlose Kopfhörer und Computeruhren, mit einem Umsatzplus von 8 Prozent sowie Smartphones mit 9,3 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Für das laufende Jahr 2023 rechnet die GFU insgesamt mit einem Umsatz auf dem Niveau des vergangenen Jahres.
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