Alte Zeiten ohne New Work
"Die industrielle Arbeitswelt wandelt sich in rasantem Tempo - mit praktischen Auswirkungen für jeden einzelnen Mitarbeitenden", sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. "Digitalisierung und KI, der Nachhaltigkeitstrend, neue Energiesysteme, der Fachkräftemangel und ein intensiver internationaler Wettbewerb setzen viele Unternehmen unter Anpassungsdruck."
Dieser Wandel geht mit einer neuen Arbeitskultur einher. Gut vier von fünf Industrieunternehmen in Deutschland haben die unter dem Stichwort "New Work" zusammengefassten neuen Arbeitsmodelle wie agiles Arbeiten, flexible Arbeitsorganisation oder neue Führungsmethoden bereits ganz oder teilweise umgesetzt (82 Prozent). Mit 68 Prozent gibt eine große Mehrheit an, entsprechende Methoden und Modelle zumindest teilweise zu nutzen. Immerhin 14 Prozent sagen, sie haben New Work bereits vollständig umgesetzt.
Das hat die "TÜV Weiterbildungsstudie 2024" ergeben, für die Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands 500 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden befragt hat. Bühler: "New Work Methoden kommen vor allem in Unternehmen zum Einsatz, die Innovationen vorantreiben, schneller auf Veränderungen reagieren und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden verbessern wollen." Unter New Work werden innovative Arbeitsmodelle und -methoden verstanden, die darauf abzielen, die Arbeitswelt flexibler, effizienter und mitarbeiterorientierter zu gestalten.
Dies kann durch den verstärkten Einsatz digitaler Technologien, flexible Arbeitszeiten und -orte, flache Hierarchien, bestimmte Methoden der Projektarbeit oder einer stärkeren Betonung der Work-Life-Balance erreicht werden. Gut zwei von drei aller befragten New Work nutzenden Unternehmen geben an, dass agile Arbeitsmethoden wichtig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben (68 Prozent). 60 Prozent der stimmen der Aussage zu, dass die Einführung moderner Arbeitsformen insbesondere von den jungen Mitarbeitenden gefordert wird.
Bild: Welcome to All ! ツ / Pixabay