Das Unternehmen beschäftigt über 750 Mitarbeiter und entwickelt mit hoher Präzision Fenster- und Fassadensysteme
„Wir profitieren sehr von der neuen IoT-Tracking-Lösung, weil wir jetzt höchste Transparenz innerhalb unserer Logistikströme schaffen können“, sagt Thomas Hermann.
Innovative Fenster- und Fassadenlösungen sind das Metier des Schweizer Traditionsunternehmens 4B. Jährlich verlassen mehr als 100.000 Fenster auf speziellen Mehrweggebinden die Produktionsstätte in Hochdorf. Während früher viel Zeit in die Nachverfolgung und Ortung dieser Gebinde floss, verlässt sich das Unternehmen dabei heute auf die Tracking- und Internet-of-Things-Technologie (IoT) von Sensolus. Der Rollout von über 4.000 IoT-basierten Trackern konnte innerhalb weniger Monate im Sommer 2022 umgesetzt werden.
4B nutzt spezielle Transportgebinde, um einerseits neue Fenster unbeschadet auf die Baustellen zu transportieren und andererseits ausgebaute Altfenster fachgerecht abzuholen und zu entsorgen. Diese Ladungsträger entzogen sich bisher der Digitalisierung, weil sie keine eigene Stromversorgung haben. Ohne digitalisiertes und damit automatisiertes Tracking war das Management der Gebinde in der Vergangenheit sehr aufwändig.
Sobald die Rahmen und Fenster auf den Mehrweggebinden das Werk in Hochdorf verlassen, übernehmen nämlich externe Speditionen die Steuerung der Lieferprozesse. Das stellte 4B vor allem bei der Rückholung der Gebinde bisher vor eine Reihe von Herausforderungen, weil eine präzise Planung kaum möglich war: Wurden zu viele Gebinde abgeholt, fehlten diese auf der Baustelle und mussten erneut geliefert werden. Wurden hingegen zu wenig Gebinde zurückgeholt, führte dies zu unnötigen zusätzlichen Transporten sowie Suchaktionen auf Baustellen. Diese äußerst ineffiziente Rückhollogistik ließ nicht nur die Kosten in die Höhe steigen, sondern gefährdete auch die bisher hohe Zufriedenheit der Kunden durch Fehler bzw. Ärgernisse beim Rücktransport.
Für den Anwender galt es, eine robuste Lösung zu finden, die über eine hohe Akkulaufzeit sowie eine hervorragende Netzabdeckung in der Schweiz verfügt. Thomas Hermann, Leiter für Digitalisierungsprojekte bei 4B, und sein Team scannten den Markt und testeten eine Vielzahl von Tracking-Angeboten. Das Ergebnis nach ausführlicher Beratung sowie einem Proof-of-Value durch den Lösungsanbieter und dem Vertriebspartner Axelion: Mit fünf Jahren garantierter Akkuleistung sowie robusten Trackern erfüllte Sensolus sämtliche Anforderungen und erhielt den Zuschlag. In einer Projektzeit von vier Monaten wurden im Sommer 2022 fast alle Gebinde mit über 4.000 IoT-Trackern ausgestattet und so konfiguriert, dass die verschiedenen Anwendungsfälle abgebildet werden konnten.
Die Digitalisierung der Transportgebinde ermöglicht nicht nur ihre genaue Ortung, sondern vor allem die Optimierung der logistischen Prozesse rund um ihre Rückholung, bei der vielfältige Aspekte berücksichtigt werden müssen: Wenn beispielsweise bei einem Privatkunden die alten Fenster gegen neue getauscht werden, dann müssen die Altfenster zuerst fachgerecht entsorgt werden. Das wiederum erfordert mehr Lademeter im Lkw, denn volle Gebinde sind – im Gegensatz zu leeren – nicht stapelbar.
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Um nicht nur den Ort, sondern auch den Ladezustand der Gebinde aus der Ferne nachverfolgen zu können, sind die Tracker mit Sensoren ausgestattet, die anhand ihrer Kipprichtung erkennen, ob ein Gebinde voll beladen oder leer ist: Ist ein Tracker z.B. nach links gedreht, ist das Gebinde leer und kann abgeholt werden. Ist der Tracker nach rechts gedreht, ist das Gebinde voll und kann ebenfalls – mit mehr Ladekapazität – abgeholt werden, um Altfenster fachgerecht zu entsorgen.
Durch die Digitalisierung der Ladungsträger sind viele Prozesse nicht nur effizienter, sondern auch kostengünstiger geworden. Allein das Wissen um den genauen Bestand und ihren Standort hat viele Neuanschaffungen überflüssig gemacht. Ihr Einsatz ist besser planbar und das zeigte sich schon zu Beginn des Rollouts im Sommer: Bei hoher Auftragslage konnte die Gebindelogistik auch dank der zugehörigen Management-Plattform des Anbieters effizienter gestaltet werden, so dass keine Lieferengpässe entstanden und alle Aufträge pünktlich ausführt werden konnten.
„Wir profitieren sehr von der neuen IoT-Tracking-Lösung, weil wir jetzt höchste Transparenz innerhalb unserer Logistikströme schaffen können“, sagt Thomas Hermann. „Es zeigt sich, dass die Tracker auf vielseitige Weise eingebunden werden können. Das kitzelt unseren Innovationstrieb und ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Monaten und Jahren unsere Prozesse und damit auch unsere Kundenzufriedenheit mithilfe der Tracking-Lösung noch weiter optimieren werden.“
4B AG
Branche: Fenster- und Fassadensysteme
Gründung: 1896
Hauptsitz: Hochdorf (Schweiz)
Mitarbeiter: > 750
Thomas Hermann
Alter: 41 Jahre
Ausbildung: Warehouse-Logistiker mit eidg. FA, Dipl.-Techniker HF Logistik, Master of Business Administration (MBA)
Werdegang: Lego Schweiz AG, Schichtleiter Produktions- und Fertigungslogistik; Electrolux AG, Leiter Ersatzteillager; seit 2023 bei der 4B AG, Leiter Lager & Digitalisierungsprojekte SCM
Derzeitige Position: Leiter Logistik & Digitalisierungsprojekte SCM
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... eine entscheidende Rolle, damit Digitalisierungsprojekte nachhaltig integriert und den notwendigen Sicherheitsstandards entsprechend umgesetzt werden.
In unserer Branche muss IT-seitig in der Regel am meisten investiert werden in ...
... die Anbindung unterschiedlicher Anlagenhersteller sowie auch Lieferanten. Der Digitalisierungsgrad in diesem Sektor steckt noch in den Kinderschuhen.
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... zentrale Plattform investieren, über welche alle Lieferanten, welchen die nötigen Mittel oder technischen Möglichkeiten für eine ausgeprägte Datenschnittstelle fehlen, die Bestellungen, Rechnungen sowie Bestände der Kunden austauschen könnten.
Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich, dass ...
... es auch Lösungen gibt, welche finanziell nicht nur für Großkonzerne lukrativ sind und die Lizenzkosten besser skaliert werden können.
Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass ...
... er meine Probleme und kritischen Punkte kennt und entsprechend priorisiert.
Bildquelle: 4B