Die Cloud kann eine ausgesprochen wichtige Rolle für den Aufbau von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen spielen.
Im Frühjahr 2022 hat die EU den AI Act angekündigt: eine Verordnung, die den Umgang mit Künstlicher Intelligenz für Unternehmen auch in Deutschland langfristig vereinfachen soll. Möglich wird das, indem die Inhalte des AI Acts mehr Klarheit und Transparenz für die Nutzerschaft von KI-Lösungen ermöglichen. Organisationen sollen es mittel- und langfristig leichter haben, indem die Auflagen für KI-Anbieter steigen und so mehr Sicherheit auf Seite der Nutzer entsteht – technisch sowie rechtlich.
Während im US-amerikanischen und chinesischen Markt KI bereits zum Unternehmensalltag gehört, nutzen laut einer Studie des Leibniz-Zentrums für Wirtschaftsforschung nur ca. ein Drittel der deutschen Unternehmen mit über 250 Beschäftigten KI bereits aktiv. Bei kleineren Unternehmen sind es sogar nur 9 bis 15 Prozent. Doch in diesem Bereich aufzuholen ist auch für den Mittelstand sehr gut möglich – und bringt zudem einige Vorteile, die Unternehmen nicht verstreichen lassen sollten.
Bis 2025 wird sich Prognosen zufolge das weltweite Datenvolumen im Vergleich zu 2018 verfünffacht haben. Über 175 Zettabyte – ein Zettabyte sind eine Milliarde Terabyte – werden bis dahin angefallen sein. Der Großteil davon sind Informationen, die Unternehmen erzeugen und verarbeiten.
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Die stetig wachsende Menge an Daten und die fortschreitende Digitalisierung setzen der Anwendung von KI keine Schranken, im Gegenteil: Je mehr Daten und digitale Infrastruktur es gibt, desto effektiver können smarte Lösungen eingesetzt werden. Umso entscheidender wird es aber auch, EU-weite Richtlinien wie den AI Act einzuführen, die eine klare Orientierung bieten.
Für den Aufbau sowie die Instandhaltung von KIs in Unternehmen spielt die Cloud eine wichtige Rolle: Sie sorgt mit skalierbarer, zuverlässiger Rechenleistung für eine stabile Infrastruktur im Backend. Auch wenn gerade in Deutschland die Private Cloud besonders beliebt ist, eignet sich die Public Cloud für KI-Anwendungen sogar noch besser. Sie kann Arbeitsspeicher, Rechenleistung und permanenten Speicher je nach Bedarf zur Verfügung stellen und bietet so eine deutlich höhere Flexibilität. Mit der Public Cloud ergibt sich ein nahezu unbegrenztes Maß an Anpassungsfähigkeit. Als Hybrid Cloud in Kombination mit dedizierten Servern können zusätzlich auch besonders kritische Daten (z.B. aus dem Bankenwesen) in gesicherter Umgebung verarbeitet und genutzt werden.
Gleichzeitig bietet die Public Cloud insbesondere kleineren Unternehmen meist ein höheres Maß an Sicherheit und kontrolliertem Zugriff als ein eigenes Rechenzentrum. Deutsche und europäische Cloud-Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland oder Europa erfüllen zudem alle notwendigen Datenschutzvorgaben und achten automatisch auf die Einhaltung von Richtlinien wie denen des EU AI Acts.
KI-Lösungen ermöglichen es mittelständischen Unternehmen, ihre Prozesse zu vereinfachen, zu verbessern und sicherer zu machen, dank der Unterstützung von immer mehr spezialisierten SaaS-Providern oder Cloud-Services sogar mit langfristig relativ geringem internen Aufwand. Der EU AI Act wird perspektivisch zusätzlich dafür sorgen, dass mehr Klarheit und Transparenz im Umgang mit der Vielzahl an Lösungen entsteht, die Unternehmen heute schon zur Verfügung stehen. Damit bleibt Deutschland als Wirtschaftsstandort auch in Zukunft attraktiv und kann sich im internationalen Wettbewerb mit digitalen Vorreitern wie den USA und China messen – auch und gerade im Mittelstand, unserer mit Abstand stärksten Wirtschaftskraft.
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