Virtualisierung mit Citrix-Servern

Vorteile durch virtuelle Neuausrichtung erhalten

Pünktlich zum Einzug in das neue Firmengebäude hat die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH ihre IT-Infrastruktur verschlankt. Die Anwendungen für die 500 Arbeitsplätze werden über Server vom IT-Anbieter Citrix bereitgestellt, während die 50 Konstrukteure und Berechnungsingenieure mithilfe von Desktop Virtualisierung arbeiten.

Die Mitarbeiter der Gesellschaft für Nuklear-Service mbH entwickeln und fertigen unter anderem Sicherheitsbehälter für radioaktive Stoffe.

Wenn es darum geht, radioaktiven Abfall oder abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken zu entsorgen, ist das ein Fall für die Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS). Die 600 Mitarbeiter entwickeln und fertigen Sicherheitsbehälter für radioaktive Stoffe, betreiben Zwischenlager und agieren als Dienstleister im Bereich kerntechnischer Anwendungen. Viele der anspruchsvollen ingenieurtechnischen Aufgaben lassen sich nur mit spezifischen Applikationen meistern. So wuchs die Zahl der Programme über die Jahre beständig – zuletzt waren in der Hauptverwaltung in Essen rund 400 Anwendungen in Gebrauch. „Service und Support verschlangen viel Zeit, die uns für strategische Aufgaben fehlte“, erklärt IT-Leiterin Dr. Andrea Eckelhoff. Vom Rechenzentrum in Essen aus betreut sie mit einem zehnköpfigen Team 500 User an neun Standorten.

Als der Umzug in eine neue Hauptverwaltung anstand, ergriff die GNS die Chance, die IT mit Blick auf Zukunftssicherheit und Effizienz neu auszurichten. Ziel war es, die individuell bestückten PC- und Laptop-Clients durch standardisierte und virtualisierte Arbeitsplätze abzulösen. Der IT-Dienstleister Cema erstellte ein Virtualisierungskonzept für die GNS, in dem die Machbarkeit der Umstellung der IT-Infrastruktur auf die Virtualisierungstechnik bestätigt wurde.

Virtualisierte Arbeitsplätze innerhalb von drei Monaten

Wie so oft hat sich in einer lebenden IT-Infrastruktur eine Fülle von Anwendungen angesammelt, die im ersten Schritt durch das GNS-Team in enger Abstimmung mit den Fachbereichen um rund 250 Programme reduziert werden konnte. Der Dienstleister erarbeitete einen Umstellungsplan, wie sich die Anwendungen über Citrix-Technologie bereitstellen ließen, und dies, ohne dabei den laufenden Betrieb unterbrechen zu müssen.

Innerhalb von drei Monaten musste die virtualisierte IT einsatzbereit sein. Es galt, 150 Anwendungen auf Xenapp-Server zu verlagern und die Thin Clients für die Nutzer einzurichten. Ein Rollout-Plan und eine Testumgebung für die Key User aus den Fachabteilungen halfen dabei. Ein Neubau-Lenkungsausschuss wurde eingesetzt, in dem die GNS alle anstehenden IT-Projekte mit den Netzwerkspezialisten und dem Dienstleister steuerte. So konnten ad hoc gemischte Teams gebildet werden, um themenübergreifende Aufgaben zu lösen. Derart organisiert konnte der Einzugstermin trotz baulicher Verzögerungen gehalten werden. In 14 Tagen wurde die Produktivumgebung samt der Endgeräte in den neuen Räumlichkeiten aufgebaut.

Am Freitagabend des Umzugswochenendes wurden die alten PC-Systeme zur Verschrottung abgeholt – ein definitiver Schnitt –, so dass am Montagmorgen alle Anwender sofort an ihrem neuen Arbeitsplatz nahtlos weiterarbeiten konnten.

Desktop Virtualisierung im Einsatz

Entsprechend der unterschiedlichen Aufgaben der Mitarbeiter wurden zwei verschiedene Arten von Arbeitsplätzen eingerichtet. Die Anwendungen für die 500 Arbeitsplätze werden über Server bereitgestellt, während die 50 Konstrukteure und Berechnungsingenieure mit virtualisierten Desktops arbeiten. Der Zugriff auf die Anwendungen erfolgt dabei ebenfalls über Thin Clients. Für die GNS bedeutet die schlanke Hardware nicht nur niedrige Anschaffungskosten, sondern auch einen geringeren Stromverbrauch und reduzierten Administrationsaufwand.

Nach anfänglicher Skepsis überzeugten die virtualisierten Arbeitsplätze und schufen bei den Nutzern Akzeptanz durch kurze Antwortzeiten sowie einfachen Zugriff auf Dokumente und Anwendungen. Die neue Flexibilität war ein weiteres Plus: Die User melden sich im Netzwerk an und verfügen – unabhängig von Büroraum oder Thin Client – sofort über eine startklare Arbeitsumgebung mit allen benötigten und gewohnten Anwendungen wie auch Telefon. Die mobilen Mitarbeiter sind – per Citrix-Plug-in sowie VPN-Leitung – an das Rechenzentrum angeschlossen.

„Neue Applikationen können wir innerhalb kürzester Zeit bereitstellen. Nach dem Testen brauchen wir nur noch ein Master-Image einzuspielen“, berichtet Eckelhoff. Die Xenapp-Server booten beim nächsten Restart vom neuen Image und die Software steht allen Anwendern bereit. Softwarefehler infolge inkompatibler Programme sind ebenso wie der aufwendig zu pflegende Wildwuchs passé. Diese Vorteile will die GNS weiter ausbauen: „Jetzt werden wir die anderen Standorte auf zentralisierte Strukturen umstellen“, sagt Eckelhoff. 


GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH

  • Aufgabe: Entsorgung der Reststoffe und Abfälle aus deutschen Kernkraftwerken
  • Sitz: Essen
  • Mitarbeiter: 600
  • Standorte: 9

www.gns.de

Bildquelle: © GNS

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