Ein Micro-Datacenter in der Werkshalle hilft dabei, die Produktionsprozesse zu effektivieren und Strom zu sparen.
Die fortschreitende Digitalisierung führt zu einem steigenden Bedarf an Rechen-Power. Doch der Auf- und Ausbau von Rechenzentren (RZ) geht mit einem wachsenden Energieverbrauch einher, beispielsweise zur Kühlung der Server. Nicht erst angesichts der aktuellen Lage machen sich immer mehr Unternehmen Gedanken über einen nachhaltigeren Betrieb. Doch oftmals wissen sie zu wenig darüber, wie sie ihre Datacenter energieeffizienter betreiben können.
Die Optimierungspotenziale für Rechenzentren sind mannigfaltig. Ein entscheidender Punkt ist eine richtig dimensionierte Klimaanlage. Kaltwassersätze ermöglichen eine umweltschonende Kühlung. Darüber hinaus sollte die Abwärme der aktiven Komponenten genutzt werden, um ein gleichmäßiges Temperaturlevel im RZ zu halten. Auch die Stromzufuhr kann umweltfreundlich gestaltet werden: Statt Dieselgeneratoren für die Notstromversorgung kommen immer öfter Alternativen wie Akkus zum Einsatz.
Im Zuge eines umfassenden Energie-Managements ihrer Komponenten müssen sich Unternehmen auch damit beschäftigen, wie viel Leistung und Performance für ihre Anwendungsfälle wirklich erforderlich sind. Zusätzliche Energieeinsparungen sind durch moderne Komponenten wie stromsparende CPUs oder metallische Substrate für Halbleiter erreichbar. Eine durchgehende Visualisierung und ein durch Künstliche Intelligenz gestütztes Monitoring gewährleisten die Überwachung des Stromverbrauchs und eine optimale, teilweise automatische Steuerung der Hardware.
Um die Granularität zu erhöhen, kommen immer häufiger kleinere Rechenzentren zum Einsatz, die die Daten vor Ort verarbeiten. Dabei rückt die aktive Rechenzentrumstechnik näher an die konkrete Anwendung heran, etwa beim autonomen Fahren, bei dem die Autos sehr schnell sehr große Datenmengen mit niedrigster Latenzzeit austauschen müssen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Effizient eingesetzt und gut überwacht, können Edge-Computing-Lösungen zur Nachhaltigkeit beitragen. Oft reicht ein einziges vormontiertes Rack mit Stromversorgung, Kühlung und Monitoring-System. Mit einer solchen Lösung profitieren Unternehmen vom geringen Platzbedarf und einer hohen Energieeffizienz.
Der neue Mobilfunkstandard hilft, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Die Schweizer Stürmsfs AG etwa hat ihre Produktionsmaschinen über 5G verbunden. Die Daten der Anlagen werden in einem Edge-Computing-RZ vor Ort in Echtzeit verarbeitet. Das Unternehmen erzielt durch die intelligente Steuerung und Vernetzung von Maschinen und Fertigungsprozessen einen hohen Automatisierungsgrad – und spart Energie durch sein Edge-RZ.
Das ist nur ein Beispiel. Viele Unternehmen verfolgen das Ziel, nachhaltigere Rechenzentren mit hoher Energieeffizienz und günstigeren PUE-Werten (Power Usage Effectiveness) zu etablieren, um ihre Energiekosten zu minimieren und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. IT-Infrastrukturexperten wie Dätwyler IT Infra können dabei unterstützen. Sie spüren Schwachpunkte in bestehenden Rechenzentren auf und haben fertige Lösungen für die Kühlung und das Energie-Monitoring parat. Je nach Anwendungsfall können sie auch kompakte und energieeffiziente Lösungen inklusive Umweltüberwachungs- und Sicherheitssysteme anbieten. So gelingt Unternehmen der große Schritt zum nachhaltigen und kostensparenden Datacenter.
Bildquelle: Dätwyler IT Infra