Mehr als 120 Gutachter und Schadenmanager sind bundesweit für die Krug Sachverständigen GmbH in Saarwellingen aktiv.
Der Geschäftsführende Gesellschafter Oliver Krug (mittig) hat mit seinen Kollegen Dr. Sven Schmid (li., Mitglied der Geschäftsleitung) und Mark Geber (re., Prokurist) die Betriebs- und Wartungskosten um 15 bis 20 Prozent gesenkt.
Wer schon einmal einen Unfall mit dem Auto hatte, kennt den bürokratischen Aufwand – selbst bei kleinen Blechschäden, denn es sind Abstimmungen mit dem Unfallgegner, der Versicherung und einer Werkstatt erforderlich. Zu all diesen Abstimmungen hinzu kommt die Kontaktaufnahme mit einem Sachverständigen, der vor Ort ein Haftpflichtschadengutachten erstellt. Letzteres ist unverzichtbar, um eine neutrale Einschätzung des Schadens zu erhalten und damit ggf. einem Versicherungsbetrug vorzubeugen. Zum Glück schreitet die Digitalisierung auch in diesem Bereich voran: Moderne IT und leistungsfähige Endgeräte wie Tablets eröffnen viele Möglichkeiten, um diese Prozesse stark zu beschleunigen.
Die Krug Sachverständigen GmbH hat die Digitalisierung bereits als Wettbewerbsvorteil verstanden. Mehr als 120 Gutachter und Schadenmanager sind bundesweit für das in Saarwellingen ansässige Unternehmen tätig, um schnell Gutachten zu erstellen. Die Schäden werden über Tablets aufgenommen und die Daten direkt in die Systeme des Unternehmens eingespielt. „Die Digitalisierung schreitet voran und wir nutzen sie zu unserem Vorteil. Im Zuge dessen muss man sich aber mit neuen Fragen und Herausforderungen beschäftigen“, sagt Geschäftsführer Oliver Krug.
Ein kritischer Faktor kann beispielsweise die Bandbreite sein. Je mehr Daten digital aufgenommen und übertragen werden, desto höher ist der Bedarf nach schnellem und stabilem Internet. In der modernen IT-Umgebung wird dabei vor allem der Upload immer mehr zur wichtigen Kennzahl für die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur, wobei die Glasfaser anderen Anschlusstechnologien klar überlegen ist: Sie erlaubt symmetrische Datenraten und verfügt über mehr Bandbreitenreserven als jedes andere Medium. Krug griff daher sofort zu, als sich die Gelegenheit bot, und ließ den Hauptsitz an das Glasfasernetz von Deutsche Glasfaser Business anschließen.
Neben der Bandbreite ist auch die Speicherkapazität von zentraler Bedeutung. „Unser größtes Risiko im Hinblick auf die IT war die Verfügbarkeit der Systeme“, erinnert sich Krug. „Mangelnde Verfügbarkeit verzögert den Prozess der Schadenregulierung zwischen Versicherung und Kunde.“ Wie sich zeigte, war selbst Krugs moderne IT-Infrastruktur nicht vor Ausfällen geschützt: Ein Schaden am Storage legte alles lahm. Aufträge konnten nicht mehr abgearbeitet werden, sodass sich ein Rückstau bildete.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
„Wir können an jeden Tag Ausfall der Systeme ein Preisschild hängen – und der Preis ist hoch“, sagt Krug. „Aber Ausfälle können passieren. Wir alle wissen das. Entscheidend ist, wie man selbst und der Dienstleister damit umgehen. Wir mussten schnell handeln.“ Um solche Ausfälle künftig zu vermeiden, entschied sich Krug für eine externe Serverarchitektur und dazu, „die Systeme aus Sicherheitsgründen in eine hochmoderne Cloud zu verlagern und so unabhängiger von eigener Hardware zu werden“.
Heute setzt das Unternehmen im Rahmen seiner IT-Strategie auf Colocation. Eine Leitung mit hoher Bandbreite verbindet ein Rechenzentrum in Saarlouis mit dem Hauptsitz der Firma. „Netzwerkanschluss und Colocation kommen aus einer Hand. Wir erhöhen so die Verfügbarkeit unserer Betriebsprozesse und minimieren die Risiken. Der Außendienst kann arbeiten, selbst wenn das Büro mal offline ist“, erläutert Krug die Entscheidung. „Zugleich ist das Rechenzentrum nur wenige Kilometer vom Firmenstandort entfernt, sodass unsere IT-Experten kurze Wege haben, wenn sie an die Systeme ranmüssen.“ Ein weiterer Vorteil der Colocation ist die Entlastung der IT-Abteilung, die nun mehr Zeit für die Unterstützung der Nutzer und die Weiterentwicklung von Anwendungen hat. Schließlich spart das Unternehmen auch Betriebs- und Wartungskosten: „Um 15 bis 20 Prozent sind unsere Ausgaben gesunken“, so Krug.
Gründung: 1982 Ingenieurbüro Krug, 2012 Umfirmierung
Sitz: Saarwelligen
Mitarbeiter: über 120
Bildquelle: Krug Sachverständigen GmbH