Globalisierung

Wie der deutsche Mittelstand seine Expansion digitalisiert

Internationales Wachstum ist das Ziel fast jedes ambitionierten Unternehmens. Aufgrund der Globalisierung sind heute selbst den kleinsten Firmen kaum mehr Grenzen gesetzt. Eine zunehmende Internationalisierung bedeutet aber auch eine Vielzahl an neuen Herausforderungen. Auf der Suche nach passenden Lösungen lohnt es sich in vielen Fällen, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, erklärt Michael Seebacher, Geschäftsführer der CNT Management Consulting, im Interview.

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    „Unabhängig von der Unternehmensgröße, können bestehende interne IT-Abteilungen längst nicht mehr alle Digitalisierungsfortschritte unterstützen“, weiß Seebacher.

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    Michael Seebacher, Geschäftsführer der CNT Management Consulting

ITM: Herr Seebacher, welche Herausforderungen ergeben sich durch die Globalisierung für mittelständische Unternehmen?
Michael Seebacher:
Firmen müssen in sämtlichen Geschäftsprozessen schneller reagieren und mit dem Digitalisierungszeitalter mithalten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Cloud-Themen und unterschiedlichste Netzwerke machen den großen Unterschied in der Wettbewerbsfähigkeit aus. Bisher bekannte Prozesse und ganze Systemlandschaften sind historisch gewachsen und entsprechen einerseits nicht mehr dem technischen Stand und hemmen vielerorts Innovation und Optimierungen. Viele Unternehmen haben z.B. Produktionen in Länder ausgelagert, um langfristig Kosten zu sparen. Spätestens die Corona-Pandemie und die immer wichtiger werdenden Themen rund um Klima- und Umweltschutz haben aufgezeigt, wie abhängig man sich im Rahmen der Globalisierung gemacht hat und warum es jetzt umso wichtiger ist, durch Digitalisierung wieder mehr Unabhängigkeit und Effizienz zu erlangen. Der Invest in Innovation und Digitalisierung wird mittelständischen Unternehmen mittel- bis langfristig Individualität, Flexibilität und Qualität und somit die nötige Wettbewerbsstärke bringen.

ITM: Viele Unternehmen greifen verstärkt auf Softwarelösungen zurück, um ihre Prozesse effizienter zu gestalten und dadurch wettbewerbsfähig zu bleiben. Welche Schwierigkeiten können hierbei auftreten?
Seebacher:
In erster Linie ist es wichtig, die geeignete Software im Hinblick auf die Geschäftsprozesse und individuellen Anforderungen zu identifizieren. Nicht alle Lösungen können die nötigen Prozesse ganzheitlich abdecken. Viele Unternehmen wollen sich bis zu einem bestimmten Grad die Individualität und somit ihr Alleinstellungsmerkmal im Geschäftsprozess erhalten. Um eine diffuse und unübersichtliche System- und Softwarelandschaft zu vermeiden, empfiehlt es sich, bei der Softwareauswahl einerseits das Gesamtgeschäft zu berücksichtigen, andererseits aber den Fokus auf das Notwendigste zu legen. Nicht selten passiert es Unternehmen, aus dem breiten Angebot am Markt zu viel oder überflüssige Software zu erstehen, was meistens mit sehr hohen Anschaffungs- bzw. laufenden Lizenzkosten verbunden ist. Ein weiteres Problem sind die unterschiedlichsten Softwarelösungen, die Unternehmen in ihrer Systemlandschaft integrieren. Schnittstellen und Datenaustausch bzw. gar doppelte Datenhaltung sind enorme Komplexitäts- und Kostentreiber und können oft durch interne Ressourcen nicht verwaltet werden.

ITM: Ab wann lohnt es sich auf der Suche nach neuen Lösungen, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen?
Seebacher:
Unabhängig von der Unternehmensgröße, können bestehende interne IT-Abteilungen längst nicht mehr alle Digitalisierungsfortschritte unterstützen. Interne Ressourcen können nicht genügend Kapazität aufbringen, um das laufende Tagesgeschäft zu unterstützen und sich zusätzlich mit neuen Technologien zu beschäftigen oder diese gar zu implementieren. Ein perfektes Beispiel hierfür ist die Einführung der neuen SAP-Generation S/4 und damit verbundenen Änderungen bzw. neuen Lösungen – speziell in der Cloud. Unsere Experten beschäftigen sich täglich mit den Neuerungen und bringen Erfahrungen aus unterschiedlichsten Projekten in diversen Branchen mit. Digitalisierung und Software gehen aber auch mit Prozessoptimierung einher und dabei benötigen Unternehmen ebenfalls Unterstützung von extern.

ITM: Wie unterstützen Ihre Experten die Unternehmen bei ihren digitalen Projekten?
Seebacher:
Als SAP-Beratungsunternehmen beinhaltet unser Portfolio Prozess- und Systemberatung entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Wir führen Machbarkeitsstudien mit unseren Kunden durch und unterstützen bestehende, aber auch potenzielle Neukunden bei der Softwareauswahl bzw. Entscheidung, in welcher Form die neue SAP-Generation implementiert werden soll oder kann. Mit langjähriger Expertise in den Branchen des Maschinen- und Anlagenbaus, dem Automotive-Bereich sowie der Life Science unterstützen wir bei individueller, aber auch branchenspezifischer Prozessoptimierung und Umsetzung im SAP-System unter Berücksichtigung des neuesten technischen Fortschritts. Die Projektgrößen sind dabei sehr unterschiedlich und können die Implementierung einzelner Module, aber auch gesamte Systemeinführungen beinhalten und erstrecken sich über mehrere Monate oder Jahre. Besonders in den neuen Cloud-Lösungen bringen unsere Experten mit SAP Ariba Innovationen in die Einkaufsabteilungen unserer Kunden, unterstützen mit Hilfe von SAP Success Factors das gesamte digitale Recruiting beim Unternehmen oder modernisieren auch den Verkaufs- und Service Bereich, beispielsweise mit SAP CX.

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